Meilenblätter von Sachsen 1:12000
"Berliner Exemplar", aufgenommen 1780-1806 unter Leitung von Friedrich Ludwig Aster. - 1:12000. - Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, Kart. M 14433
In Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Vermessungswesen/Kartographie der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (FH) ist im Rahmen eines kartographischen Projektes dieses Auskunftssystem zur Visualisierung der Meilenblätter mit verschiedenen
Auswahlvarianten konzipiert worden.
Einen blattschnittfreien Zugang zu georeferenzierten Meilenblättern bietet die HTW in ihrem
Labor Geoinformatik an.
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Übersicht nach KreisenIn der Übersichtskarte können Sie einen Landkreis bzw. eine kreisfreie Stadt auswählen und es werden die Meilenblätter dieses Gebietes als Auswahlliste angezeigt. |
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Übersicht nach BlattschnittAuf Grundlage einer von der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig in Verbindung mit dem Landesvermessungsamt Sachsen herausgegebenen Übersichtskarte können die einzelnen Meilenblätter des "Berliner Exemplars" entsprechend dem Blattschnitt des Kartenwerks gezielt aufgerufen werden. [Übersichtsblatt vergrößern] |
Über die Meilenblätter von Sachsen
Die mit freundlicher Genehmigung von der Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz für das Kartenforum zur Verfügung gestellten Meilenblätter sind die Aufnahmeblätter der von 1780 bis 1806 durchgeführten topographischen Landesaufnahme von Sachsen. Diese wurde unter F. L. Aster (1732-1804), dem späteren Leiter des Ingenieurkorps der sächsischen Armee, auf der Grundlage einer Triangulation als Messtischaufnahme mit Schraffendarstellung vorgenommen.
Jedes Aufnahmeblatt umfasst eine sächsische Vermessungs-Quadratmeile von 12.000 Ellen reduziert auf 1 Elle (Maßstab 1:12000). Die topographischen Einzelheiten wurden bei der Geländeaufnahme nach dem Einschneideverfahren von mehreren Standorten und nach abgeschrittener bzw. geschätzter Entfernung bestimmt. Dargestellt sind Grenzen, Straßen, Wege, Ortschaften, Gewässer, Waldungen, Wiesen und Wein.
Innerhalb der Ortschaften sind einzelne Häuser mit roter Tusche eingezeichnet. Von den Originalaufnahmeblättern wurde die erste Kopie sofort, eine zweite in Verbindung mit Ergänzungsmessungen zwischen 1820 und 1826 im wesentlichen durch W.G. Lohrmann ausgeführt. Die mehrmals revidierten Meilenblätter bildeten die Grundlage für viele sächsischen Kartenwerke des 19. Jahrhunderts. Das nebenstehende, nach N-W orientierte Blatt von Dresden (Blatt 262) zeigt noch die Festungsmauern der Neustadt und die Gräben der Altstadt. Vor den Toren der Stadt sind die von Adam Friedrich Zürner vermessenen Meilensäulen an den Poststraßen eingetragen. Weit vor den Toren der Stadt, entlang der Poststraße nach Pirna, ist der Große Garten mit dem dreigeschossigen Gartenpalais von Johann Georg Starcke zu erkennen.
© SLUB/Deutsche Fotothek, SLUB/Kartensammlung - Georg Zimmermann 2005

