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29. August, 9,20 h, Fa. Ramon, Arbeitsgespräch

Foto: Thiel, Ingolf, um 1983
Aufn.-Nr.: df_thiel_0000049
Datensatz (schwarzweiß)
Eigentümer: SLUB / Deutsche Fotothek

 

Datensatz 71652513

Thiel, Ingolf

Künstler-Datensatz 90074309


Time and place: * 1943.08.20 in Gdansk
† 1985.03.16 in Stuttgart

Fotograf

Nachweisland: Deutschland

Keywords: Fotografie- photography

Portfolios[[p]] [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=%22Thiel, Ingolf%22+Mode&sortby=docnum_asc"]]Mode[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=%22Thiel, Ingolf%22+Portrait&sortby=docnum_asc"]]Portraits[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=%22Thiel, Ingolf%22+Selbstportrait&sortby=docnum_asc"]]Selbstportraits[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=%22Thiel, Ingolf%22+Fotomontage&sortby=docnum_asc"]]Fotomontagen[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=%22Thiel, Ingolf%22&sortby=docnum_asc"]]Alle Aufnahmen[[/a]] [[/p]]Biografisches[[/p]]Ingolf Thiel wurde am 20. August 1943 in Danzig geboren, als Sohn von Ingeborg Thiel, geb. Bartel und Friedrich Thiel. Im Alter von zwei Jahren floh seine Mutter mit ihm und den Großeltern nach Dänemark. Sie blieben bis 1947 in einem Internierungslager in Aalborg/Jütland, bevor Ende 1947 die Übersiedlung nach Deutschland erfolgte. Die Familie zog in die Nähe von Stuttgart. [[/p]] [[p]] Thiel absolvierte nach der Mittleren Reife eine Lehre als Schaufenstergestalter im Kaufhaus Union in Stuttgart, die er 1963 mit Auszeichnung abschloss. Bei einem Praktikum als Schuhdesigner in Köln ergaben sich erste Kontakte zu Fotografen. Thiel ging daraufhin bei dem Industrie- und Werbefotografen Franz Lazi (1922-1998) in Stuttgart in die Lehre und schloss auch seine zweite Ausbildung 1967 mit Auszeichnung ab. Er wurde Kammersieger Stuttgart, Landessieger Baden-Württemberg und wurde als Bundessieger Deutschland vom Bundespräsidenten geehrt. [[/p]] [[p]] Seit 1968 war er Leiter des Großraumfotostudio K. Wehrle in Freiburg im Breisgau, bevor er im Sommer 1969 als Assistent zu dem Fotografen Rico Puhlmann (1934-1996) in Berlin wechselte. Es folgten in den nächsten Jahren Tätigkeiten als Assistent und Mitarbeiter bei dem Fotostudio Zwietasch in Murr an der Murr, im Fotostudio Karin Krauss in München und im Fotostudio Jürgen Domnich in Stuttgart. Ab 1975/1976 arbeitete Thiel selbstständig mit einem eigenen kleinen Studio in Stuttgart, zunächst in der Römerstraße 67 b und ab 1.8.1983 in der Landhausstraße 37 a. Er betrieb das Studio bis zu seinem frühen Tod im März 1985, allerdings mit krankheitsbedingten Unterbrechungen von Juli 1977 bis weit in das Jahr 1978 hinein. [[/p]] [[p]] Thiel erhielt zahlreiche Aufträge aus der Industrie, u.a. Daimler Benz und Kodak, und von Modeunternehmen wie Bleyle, Breuninger, Einhorn, Jockey, Schöller Textil oder Lee Cooper Jeans. Seine Fotografien erschienen u.a. in Elle, Gala, Linea Italiana, Nora, Playboy und Stern. Am bekanntesten sind seine rund 70 Aufnahmen für die Werbekampagne "Leute von heute, von sich selbst fotografiert", die er mit der Agentur Leonhardt + Kern, Stuttgart, für Mustang Jeans in Künzelsau produzierte. Die Motive wurden zwischen 1981 und 1983 als ganzseitige Anzeigenmotive in Stern, Spiegel, Freundin, Bravo, Motorrad, Kicker, Sounds und Musik Express geschaltet. [[/p]] [[p]] Gleichzeitig entstanden immer auch freie Arbeiten. "Die Technik der Fotomontage war für Ingolf Thiel ein Stilmittel - das Wichtigste über lange Jahre seiner Arbeit, sowohl der Auftrags-Arbeit als auch der frei gewählten Themen. Besonders in der Zeit zwischen 1976 und 1979, wo er sich als Mode- und Werbefotograf in Stuttgart selbständig gemacht hatte. Hier konnte er, was ihm sehr wichtig war, die Größenverhältnisse den Vorstellungen, die er hatte, anpassen - auch die Perspektiven verändern und gelangte so - trotz bescheidener Studioausrüstung - zu überraschenden Ergebnissen" (Jutta Rößner, Galerie für Fotografie, Stuttgart 1988). [[/p]] [[p]] Eine erste Ausstellung mit Fotomontagen fand im Frühjahr 1975 im AT-Musikpodium Stuttgart statt. Es folgten ebenfalls 1975 die Mitarbeit bei der Ausstellung "INVENTUR - Stuttgarter Wohnbauten 1865 – 1915" des Landesdenkmalamtes BW im Kunstverein Stuttgart und Einzelausstellungen in der Galerie Kubinski (1978) und der Galerie Tanja Grunert (1982) sowie Ausstellungsbeteiligungen. 1978 wurde er Mitglied im Bund Freischaffender Fotodesigner (BFF). [[/p]] [[p]] Als Multitalent wirkte Ingolf Thiel nicht nur als Fotograf, sondern auch als Schauspieler (Neonschatten, 1979; Inflation im Paradies, 1981; Homo Saphires – der wertvolle Mensch, 1981), als Performer (Künstlergruppe "famili"), als Tänzer (Ballett "Schade dass sie eine Hure ist", Musik: Thomas Jahn, Choreografie: William Forsythe, 1980/81) sowie als Kostümbildner (Event, Konzept: Randi Bubat, Inszenierung: William Forsythe, 1979; Gänge - ein Stück über Ballett, 1982/83) und als Modedesigner (Schaumstoffhüte und –kleider, 1982). [[/p]] [[p]] Anlässlich seines frühen Todes am 16. März 1985 würdigte Jutta Rößner (Galerie für Fotografie Stuttgart) Ingolf Thiel "als ein Meister des inszenierten Fotos: Mode, Möbel, Kostüme, Bühnenkulissen, eine Vulkanlandschaft ebenso wie das eigene Ich. In vielen Künsten erprobt - als Designer, Bühnenbildner, Schauspieler und Couturier - kehrte er jedoch immer wieder zu seiner grössten Leidenschaft, seinem stärksten Talent zurück: der Fotografie." [[/p]] [[p]] „Seine intensiven Beziehungen zu aussergewöhnlichen Künstlerpersönlichkeiten, seine Nähe zum Theater und Ballett, seine Liebe zum Tanz schlugen sich immer wieder neu in seinen Fotografien nieder. Er hatte sich damit die unbestrittene Kompetenz erworben, seine fotografisch-künstlerischen Ideen jeweils dort durchzusetzen, wo er auf kongeniale Partner im Artwork traf.“ (Aus der Trauerrede für Ingolf Thiel von Walter E. Lautenbacher (1920-2000), Fotograf und Gründer des BFF (Bund freischaffender Fotodesigner), für den BFF)[[/p]]Bestand in der Deutschen Fotothek[[/p]] Im Mai 2017 gelangte der Nachlass Ingolf Thiels aus Familienbesitz in die Deutsche Fotothek. Enthalten sind neben zahlreichen Abzügen in 26 Schachteln und 29 von Ingolf Thiel angelegten Ordnern mit Negativen und Dias auch Agenden, Adressbücher, geschäftliche Korrespondenzen, Andrucke, Scribbles, Einladungen, Prospekte, Plakate, Programme, Publikationsbelege und Presseartikel. [[/p]]Einzelausstellungen[[/p]] [[ul]] [[li]]"Ingolf Thiel – Fotomontagen", AT Musikpodium, Stuttgart, 1975 [[/li]] [[li]]"Ingolf Thiel – Fotos", Galerie Kubinski, Stuttgart, 14.10. – 10.11.1978 [[/li]] [[li]]"... zeigt Ingolf Thiel Fotografien", Galerie Tanja Grunert, Stuttgart, 28. 05.- 18. 06. 1982 [[/li]] [[/ul]] [[/p]]Gruppenausstellungen[[/p]] [[ul]] [[li]]„Gunter Sachs, Eveline Meeuwse, Ingolf Thiel“, Nikon Foto Galerie, Zürich, 27.03. – 13.05.1982 [[/li]] [[li]]"Junge deutsche Fotografie", Nikon Foto Galerie, Zürich, 07.08. – 16.09.1982 [[/li]] [[li]]"Volker Schöbel, Carla Strache, Ingolf Thiel, Christoph Valentien", Galerie für Fotografie Jutta Rößner, Stuttgart, 03.12.1983 – 18.01.1984 [[/li]] [[li]]"Foto-Design als Auftrag", Internationale Fotoausstellung des BFF (Bund Freischaffender Foto-Designer), Stationen: Köln, Tokio, Osaka, New York, Rochester, Toronto, Berlin, Bradford, Paris, Budapest, Belgrad, Singapur, 1983ff. [[/li]] [[li]]"Ein Fotografisches Experiment auf KODAK EKTAFLEX - Unikat-Prints im Format 8 x 10 inch", PPS Galerie Hamburg, „Fresko“ im Haus Neue Staatsgalerie Stuttgart 1984 [[/li]] [[li]]"Das Selbstportrait im Zeitalter der Photographie. Maler und Photographen im Dialog mit sich selbst", Württembergischer Kunstverein, Stuttgart, 19.04. - 09.06.1985; Akademie der Künste, Berlin, 01.09. - 06.10.1985 [[/li]] [[li]]"Zeit Blicke. 30 Jahre Fotografie in Deutschland. 30 Jahre BFF Bund Freischaffender Foto-Designer", Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg, 13.06. - 29.08.1999, Galerie der Stadt Stuttgart, ab 18.06.2000 [[/li]] [[/ul]] [[/p]]Literatur[[/p]] [[ul]] [[li]]Das Selbstportrait im Zeitalter der Photographie. Maler und Photographen im Dialog mit sich selbst, Württembergischen Kunstverein Stuttgart und Akademie der Künste Berlin, Bern : Benteli 1985, ISBN 978-3-7165-0469-7[[/li]] [[li]]Foto - Design als Auftrag, Hrsg. von Karl Steinorth und F.C. Gundlach; Stuttgart : Union Verlag 1982, ISBN 3-8139-5610-5[[/li]] [[li]]Zeit Blicke. 30 Jahre Fotografie in Deutschland. 30 Jahre BFF, Bund Freischaffender Foto-Designer (diese Publikation begleitet die Ausstellung "Zeit Blicke", die vom BFF im Jahre 1999 im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, und vom 15.6. bis 3.9.2000 in der Galerie der Stadt Stuttgart und anschließend weltweit präsentiert wird). Hrsg. vom BFF und Manfred Schmalriede, Texte von Rainer Dick, Hellmuth Karasek, Walter E. Lautenbacher, Hans J. Scheurer, Manfred Schmalriede, Jacques Schumacher, Kurt Weidemann, Ruprecht Skasa-Weiß, Conny J. Winter; Ostfildern-Ruit : Hatje Cantz 1999, ISBN 978-3-7757-0863-0[[/li]] [[li]]Ruprecht Skasa-Weiß, Nekrolog in: Stuttgarter Zeitung, 20.4.1985, S.50[[/li]] [[li]]Ingolf Thiel ist tot - Fotograf aus Leidenschaft, in: Stuttgarter Nachrichten, 20.3.1985[[/li]] [[/ul]] [[/p]]Filme[[/p]] [[ul]] [[li]]Neonschatten, Regie: Marco Serafini, 1979[[/li]] [[li]]Inflation im Paradies, Regie: Wolfgang Rühl, 1981/83[[/li]] [[li]]Homo Saphires – der wertvolle Mensch, Regie: Rolf S. Wolkenstein, 1981[[/li]] [[li]]Der Tanz Mechanikk, Regie: Rolf S. Wolkenstein, 1982[[/li]] [[/ul]] [[/p]]


Urheber Metadaten: SLUB/ConArt - Contemporary Artists , Bildrechte: SLUB / Deutsche Fotothek

Thiel, Ingolf

Künstler-Datensatz 90074309


Time and place: * 1943.08.20 in Gdansk
† 1985.03.16 in Stuttgart

Fotograf

Nachweisland: Deutschland

Keywords: Fotografie- photography

Portfolios[[p]] [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=%22Thiel, Ingolf%22+Mode&sortby=docnum_asc"]]Mode[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=%22Thiel, Ingolf%22+Portrait&sortby=docnum_asc"]]Portraits[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=%22Thiel, Ingolf%22+Selbstportrait&sortby=docnum_asc"]]Selbstportraits[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=%22Thiel, Ingolf%22+Fotomontage&sortby=docnum_asc"]]Fotomontagen[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=%22Thiel, Ingolf%22&sortby=docnum_asc"]]Alle Aufnahmen[[/a]] [[/p]]Biografisches[[/p]]Ingolf Thiel wurde am 20. August 1943 in Danzig geboren, als Sohn von Ingeborg Thiel, geb. Bartel und Friedrich Thiel. Im Alter von zwei Jahren floh seine Mutter mit ihm und den Großeltern nach Dänemark. Sie blieben bis 1947 in einem Internierungslager in Aalborg/Jütland, bevor Ende 1947 die Übersiedlung nach Deutschland erfolgte. Die Familie zog in die Nähe von Stuttgart. [[/p]] [[p]] Thiel absolvierte nach der Mittleren Reife eine Lehre als Schaufenstergestalter im Kaufhaus Union in Stuttgart, die er 1963 mit Auszeichnung abschloss. Bei einem Praktikum als Schuhdesigner in Köln ergaben sich erste Kontakte zu Fotografen. Thiel ging daraufhin bei dem Industrie- und Werbefotografen Franz Lazi (1922-1998) in Stuttgart in die Lehre und schloss auch seine zweite Ausbildung 1967 mit Auszeichnung ab. Er wurde Kammersieger Stuttgart, Landessieger Baden-Württemberg und wurde als Bundessieger Deutschland vom Bundespräsidenten geehrt. [[/p]] [[p]] Seit 1968 war er Leiter des Großraumfotostudio K. Wehrle in Freiburg im Breisgau, bevor er im Sommer 1969 als Assistent zu dem Fotografen Rico Puhlmann (1934-1996) in Berlin wechselte. Es folgten in den nächsten Jahren Tätigkeiten als Assistent und Mitarbeiter bei dem Fotostudio Zwietasch in Murr an der Murr, im Fotostudio Karin Krauss in München und im Fotostudio Jürgen Domnich in Stuttgart. Ab 1975/1976 arbeitete Thiel selbstständig mit einem eigenen kleinen Studio in Stuttgart, zunächst in der Römerstraße 67 b und ab 1.8.1983 in der Landhausstraße 37 a. Er betrieb das Studio bis zu seinem frühen Tod im März 1985, allerdings mit krankheitsbedingten Unterbrechungen von Juli 1977 bis weit in das Jahr 1978 hinein. [[/p]] [[p]] Thiel erhielt zahlreiche Aufträge aus der Industrie, u.a. Daimler Benz und Kodak, und von Modeunternehmen wie Bleyle, Breuninger, Einhorn, Jockey, Schöller Textil oder Lee Cooper Jeans. Seine Fotografien erschienen u.a. in Elle, Gala, Linea Italiana, Nora, Playboy und Stern. Am bekanntesten sind seine rund 70 Aufnahmen für die Werbekampagne "Leute von heute, von sich selbst fotografiert", die er mit der Agentur Leonhardt + Kern, Stuttgart, für Mustang Jeans in Künzelsau produzierte. Die Motive wurden zwischen 1981 und 1983 als ganzseitige Anzeigenmotive in Stern, Spiegel, Freundin, Bravo, Motorrad, Kicker, Sounds und Musik Express geschaltet. [[/p]] [[p]] Gleichzeitig entstanden immer auch freie Arbeiten. "Die Technik der Fotomontage war für Ingolf Thiel ein Stilmittel - das Wichtigste über lange Jahre seiner Arbeit, sowohl der Auftrags-Arbeit als auch der frei gewählten Themen. Besonders in der Zeit zwischen 1976 und 1979, wo er sich als Mode- und Werbefotograf in Stuttgart selbständig gemacht hatte. Hier konnte er, was ihm sehr wichtig war, die Größenverhältnisse den Vorstellungen, die er hatte, anpassen - auch die Perspektiven verändern und gelangte so - trotz bescheidener Studioausrüstung - zu überraschenden Ergebnissen" (Jutta Rößner, Galerie für Fotografie, Stuttgart 1988). [[/p]] [[p]] Eine erste Ausstellung mit Fotomontagen fand im Frühjahr 1975 im AT-Musikpodium Stuttgart statt. Es folgten ebenfalls 1975 die Mitarbeit bei der Ausstellung "INVENTUR - Stuttgarter Wohnbauten 1865 – 1915" des Landesdenkmalamtes BW im Kunstverein Stuttgart und Einzelausstellungen in der Galerie Kubinski (1978) und der Galerie Tanja Grunert (1982) sowie Ausstellungsbeteiligungen. 1978 wurde er Mitglied im Bund Freischaffender Fotodesigner (BFF). [[/p]] [[p]] Als Multitalent wirkte Ingolf Thiel nicht nur als Fotograf, sondern auch als Schauspieler (Neonschatten, 1979; Inflation im Paradies, 1981; Homo Saphires – der wertvolle Mensch, 1981), als Performer (Künstlergruppe "famili"), als Tänzer (Ballett "Schade dass sie eine Hure ist", Musik: Thomas Jahn, Choreografie: William Forsythe, 1980/81) sowie als Kostümbildner (Event, Konzept: Randi Bubat, Inszenierung: William Forsythe, 1979; Gänge - ein Stück über Ballett, 1982/83) und als Modedesigner (Schaumstoffhüte und –kleider, 1982). [[/p]] [[p]] Anlässlich seines frühen Todes am 16. März 1985 würdigte Jutta Rößner (Galerie für Fotografie Stuttgart) Ingolf Thiel "als ein Meister des inszenierten Fotos: Mode, Möbel, Kostüme, Bühnenkulissen, eine Vulkanlandschaft ebenso wie das eigene Ich. In vielen Künsten erprobt - als Designer, Bühnenbildner, Schauspieler und Couturier - kehrte er jedoch immer wieder zu seiner grössten Leidenschaft, seinem stärksten Talent zurück: der Fotografie." [[/p]] [[p]] „Seine intensiven Beziehungen zu aussergewöhnlichen Künstlerpersönlichkeiten, seine Nähe zum Theater und Ballett, seine Liebe zum Tanz schlugen sich immer wieder neu in seinen Fotografien nieder. Er hatte sich damit die unbestrittene Kompetenz erworben, seine fotografisch-künstlerischen Ideen jeweils dort durchzusetzen, wo er auf kongeniale Partner im Artwork traf.“ (Aus der Trauerrede für Ingolf Thiel von Walter E. Lautenbacher (1920-2000), Fotograf und Gründer des BFF (Bund freischaffender Fotodesigner), für den BFF)[[/p]]Bestand in der Deutschen Fotothek[[/p]] Im Mai 2017 gelangte der Nachlass Ingolf Thiels aus Familienbesitz in die Deutsche Fotothek. Enthalten sind neben zahlreichen Abzügen in 26 Schachteln und 29 von Ingolf Thiel angelegten Ordnern mit Negativen und Dias auch Agenden, Adressbücher, geschäftliche Korrespondenzen, Andrucke, Scribbles, Einladungen, Prospekte, Plakate, Programme, Publikationsbelege und Presseartikel. [[/p]]Einzelausstellungen[[/p]] [[ul]] [[li]]"Ingolf Thiel – Fotomontagen", AT Musikpodium, Stuttgart, 1975 [[/li]] [[li]]"Ingolf Thiel – Fotos", Galerie Kubinski, Stuttgart, 14.10. – 10.11.1978 [[/li]] [[li]]"... zeigt Ingolf Thiel Fotografien", Galerie Tanja Grunert, Stuttgart, 28. 05.- 18. 06. 1982 [[/li]] [[/ul]] [[/p]]Gruppenausstellungen[[/p]] [[ul]] [[li]]„Gunter Sachs, Eveline Meeuwse, Ingolf Thiel“, Nikon Foto Galerie, Zürich, 27.03. – 13.05.1982 [[/li]] [[li]]"Junge deutsche Fotografie", Nikon Foto Galerie, Zürich, 07.08. – 16.09.1982 [[/li]] [[li]]"Volker Schöbel, Carla Strache, Ingolf Thiel, Christoph Valentien", Galerie für Fotografie Jutta Rößner, Stuttgart, 03.12.1983 – 18.01.1984 [[/li]] [[li]]"Foto-Design als Auftrag", Internationale Fotoausstellung des BFF (Bund Freischaffender Foto-Designer), Stationen: Köln, Tokio, Osaka, New York, Rochester, Toronto, Berlin, Bradford, Paris, Budapest, Belgrad, Singapur, 1983ff. [[/li]] [[li]]"Ein Fotografisches Experiment auf KODAK EKTAFLEX - Unikat-Prints im Format 8 x 10 inch", PPS Galerie Hamburg, „Fresko“ im Haus Neue Staatsgalerie Stuttgart 1984 [[/li]] [[li]]"Das Selbstportrait im Zeitalter der Photographie. Maler und Photographen im Dialog mit sich selbst", Württembergischer Kunstverein, Stuttgart, 19.04. - 09.06.1985; Akademie der Künste, Berlin, 01.09. - 06.10.1985 [[/li]] [[li]]"Zeit Blicke. 30 Jahre Fotografie in Deutschland. 30 Jahre BFF Bund Freischaffender Foto-Designer", Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg, 13.06. - 29.08.1999, Galerie der Stadt Stuttgart, ab 18.06.2000 [[/li]] [[/ul]] [[/p]]Literatur[[/p]] [[ul]] [[li]]Das Selbstportrait im Zeitalter der Photographie. Maler und Photographen im Dialog mit sich selbst, Württembergischen Kunstverein Stuttgart und Akademie der Künste Berlin, Bern : Benteli 1985, ISBN 978-3-7165-0469-7[[/li]] [[li]]Foto - Design als Auftrag, Hrsg. von Karl Steinorth und F.C. Gundlach; Stuttgart : Union Verlag 1982, ISBN 3-8139-5610-5[[/li]] [[li]]Zeit Blicke. 30 Jahre Fotografie in Deutschland. 30 Jahre BFF, Bund Freischaffender Foto-Designer (diese Publikation begleitet die Ausstellung "Zeit Blicke", die vom BFF im Jahre 1999 im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, und vom 15.6. bis 3.9.2000 in der Galerie der Stadt Stuttgart und anschließend weltweit präsentiert wird). Hrsg. vom BFF und Manfred Schmalriede, Texte von Rainer Dick, Hellmuth Karasek, Walter E. Lautenbacher, Hans J. Scheurer, Manfred Schmalriede, Jacques Schumacher, Kurt Weidemann, Ruprecht Skasa-Weiß, Conny J. Winter; Ostfildern-Ruit : Hatje Cantz 1999, ISBN 978-3-7757-0863-0[[/li]] [[li]]Ruprecht Skasa-Weiß, Nekrolog in: Stuttgarter Zeitung, 20.4.1985, S.50[[/li]] [[li]]Ingolf Thiel ist tot - Fotograf aus Leidenschaft, in: Stuttgarter Nachrichten, 20.3.1985[[/li]] [[/ul]] [[/p]]Filme[[/p]] [[ul]] [[li]]Neonschatten, Regie: Marco Serafini, 1979[[/li]] [[li]]Inflation im Paradies, Regie: Wolfgang Rühl, 1981/83[[/li]] [[li]]Homo Saphires – der wertvolle Mensch, Regie: Rolf S. Wolkenstein, 1981[[/li]] [[li]]Der Tanz Mechanikk, Regie: Rolf S. Wolkenstein, 1982[[/li]] [[/ul]] [[/p]]


Urheber Metadaten: SLUB/ConArt - Contemporary Artists , Bildrechte: SLUB / Deutsche Fotothek

Thiel, Ingolf: 29. August, 9,20 h, Fa. Ramon, Arbeitsgespräch, um 1983

Serie: Eine Woche "Hausverlassen"

Persons and corporations:

Darstellung: Thiel, Ingolf

Keywords / Classification:

Bildnis, Portrait, Männerbildnis, Männerportrait, Selbstbildnis, Selbstportrait

Permalink:

http://www.deutschefotothek.de/documents/obj/71652513

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