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  • Date of photography:

Die Frau des Fotografen, Hulda Hanisch, in einem Ausgehkleid mit Pelzbesatz

Foto: Hanisch, Willy, um 1925
Aufn.-Nr.: df_hauptkatalog_0355459
Negativ
Eigentümer: SLUB / Deutsche Fotothek

 

Datensatz 70246650

Hanisch, Willy

Künstler-Datensatz 70052977


Time and place: * 1893.10.09
† 1945.05.07

Fotograf

Portfolios[[p]] [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=%22Hanisch, Willy%22+Frauenbildnisse"]]Frauenbildnisse[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=%22Hanisch, Willy%22+Männerbildnisse"]]Männerbildnisse[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=%22Hanisch, Willy%22+Kinderbildnisse"]]Kinderbildnisse[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=%22Hanisch, Willy%22+Gruppenbildnisse"]]Gruppenbildnisse[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Portfolio-Hanisch-Willy-Familie"]]Familie Hanisch[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=fotografen&desc=%22Hanisch, Willy%22"]]Alle Aufnahmen von Willy Hanisch[[/a]] [[/p]]Bestand in der Deutschen Fotothek[[p]] In den Jahren 1994 und 1997 übernahm die Deutsche Fotothek ca. 4.800 historische Negative aus dem Archiv des 1912 gegründeten "Photohauses" des Roßweiner Fotografen Willy Hanisch (1893-1945), das von 1945 bis 1986 von dessen Sohn [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryDetail/1&index=dokumente&desc=%22kue+90042596%22"]]Günther Hanisch[[/a]] (geb. 1928) geführt wurde. [[br/]]Inhaltlich handelt es sich um Aufnahmen zur Industrie- und Ortsgeschichte Roßweins sowie um Porträts und Modeaufnahmen aus acht Jahrzehnten. [[/p]]Aus dem Leben von Willy Hanisch[[p]] Als Willy aus der Schule kam, dachte man daran, eine Lehrstelle für eine kaufmännische Ausbildung zu finden. Als der Lehrherr jedoch hörte, dass der Junge oft abends Musik bei seinem Vater mitmachen musste, sagte er ab. Zum Glück fand sich eine Ausbildungsstelle als technischer Zeichner in der Königlich Sächsischen Glasmanufaktur C. Hey in Roßwein. Denn Talent zum Zeichnen hatte Willy. In Felix Uhlig fand er einen Lehrmeister, der ihn sehr förderte und großes Verständnis für den Jungen hatte. In der Ausbildung machte er bald gute Fortschritte und kam als Vertretung in die Fotoabteilung. Für diese Arbeiten zeigte er großes Interesse und war restlos begeistert. Er bildete sich autodidaktisch weiter und machte schon nach kurzer Zeit selbst Verbesserungsvorschläge für Arbeitsabläufe und die technische Ausrüstung, so wurde er bald Leiter dieser Abteilung. [[/p]] [[p]] Die Doppelbelastung – tagsüber im Betrieb arbeiten, abends beim Vater Hermann mit zum Tanz aufspielen – konnte er schwer verkraften. Auch er musste nach Dienstschluß weit hinaus auf die Dörfer laufen und nachts wieder nach Hause. Im Jahre 1912 meldete Willy Hanisch sein Gewerbe als Fotograf an, so konnte er Gruppenaufnahmen von den Tanzstundenzirkeln anfertigen, und es war ihm möglich, mit dem erworbenen Wissen und Können etwas dazu zu verdienen. Denn ein Ziel hatte er sich vorgenommen, ein Studium an der Lehr- und Versuchsanstalt, Abteilung Fotografie in München zu absolvieren. Dafür sparte er jeden Pfennig. Auf die Hilfe seines Vaters konnte er dafür nicht rechnen, er betrachtete das Fotografieren als "brotlose Kunst". Nach Kriegsausbruch schloß die Firma C. Hey und er wurde arbeitslos. Auch die Lehr- und Versuchsanstalt in München schloß ihre Pforten. Er baute sich ein Glasdachatelier und begann seine Laufbahn als "Freilichter" und als er merkte, daß wieder Nachfrage im Atelier entstand, versuchte er vom Tageslicht auf Kunstlicht überzugehen. Zunächst mit der Böhms Sonne, kam aber bald zum elektrischen Licht, Trautlampe, Saturn und zuletzt noch die Jupiterlampe. [[/p]] [[p]] Bei der Beurteilung dieser Geschäftsjahre muß man sich die allgemeine katastrophale wirtschaftliche Lage in Roßwein vor Augen halten. In unserem Städtchen Roßwein gab es 1932 über 3000 Arbeitslose und 1000 Wohlfahrtsempfänger. Es gab Langzeitarbeitslose, die überhaupt keine Beihilfe mehr bekamen. Also bitterste Armut herrschte in allen Bevölkerungsschichten. Kein Wunder, dass die Menschen hofften, dass die Not ein Ende finden möge. Das war der Nährboden, auf dem die NSDAP so gut gedeihen konnte. [[/p]] [[p]] So wie sich mein Vater Willy Hanisch den größten Teil seines Könnens und Wissens autodidaktisch angeeignet hatte, also durch Bücher und Studium von Fachzeitschriften, so bereitete er sich zielstrebig auf seine Meisterprüfung vor und legte diese vor der Prüfungskommission unter der Leitung von Fritz Reinhard in Leipzig ab. Seine Prüfungsarbeiten erfuhren höchste Beachtung und anlässlich der Innungsversammlung am 20. Januar 1937 erhielt er den Meisterbrief überreicht. In einer Ausstellung wurden seine zahlreichen Fotos gezeigt und selbst Schulklassen besichtigten sie. Aus der Ansprache des Vorsitzenden Fritz Reinhard zur Überreichung des Meisterbriefes zitiere ich: [[br/]]„"Als ein markantes Beispiel, den vorstehenden Anforderungen weitaus entsprochen zu haben, stelle ich heute unseren Berufskollegen Willy Hanisch aus Roßwein vor, der mit vorbildlichem Eifer, restloser Hingabe und Einsatz seiner ganzen Energie schon seit Jahren auf das Ziel hingearbeitet hat, die Meisterwürde zu erringen. Nur so war es ihm auch möglich, andere Techniken zu beherrschen, den Pigmentdruck, den Bromöldruck, Gevalux –papiere in braunem und rotem Ton. Wenn wir uns seine ausgestellten Bilder ansehen, die eine unglaubliche Rührigkeit voraussetzen, so müssen wir bedenken, dass sein Wirkungskreis eine Kleinstadt in unserem Sachsen ist. Wir können uns vorstellen, dass die künftigen Ausstellungen in seinem Laden dort das Tagesgespräch bilden. Ich händige Ihnen hiermit die Urkunde aus und hoffe, dass Sie noch recht viel künftige Mitarbeiter für unseren schönen Beruf erziehen." – So ja seine Tochter Sonnie und seinen Sohn Günther Hanisch. [[p class="legend"]] Günther Hanisch, um 1997 [[/p]] [[p]] Anmerkung der Redaktion: Willy Hanisch, seine Frau Hulda sowie Tochter Sonnie schieden beim Einmarsch der Roten Armee am 7. Mai 1945 durch Freitod aus dem Leben. Das Geschäft wurde von seinem Sohn, [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryDetail/1&index=dokumente&desc=%22kue+90042596%22"]]Günther Hanisch[[/a]], der am 1. Juni 1945 aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt war, übernommen und bis 1986 fortgeführt, danach an den Enkel Jörg Hanisch übergeben. [[/p]]


Urheber Metadaten: Deutsche Fotothek (Bidok)

Persons and corporations:

Darstellung: Hanisch, Hulda

Location:

Aufnahmeort : Roßwein, Gartenstraße 44, Wohnhaus mit Atelier, Atelier des Fotografen
Google-Maps-Lokalisierung: Stadt: Rosswein, Stadtteil: Roßwein, Provinz: Saxony, Land: Deutschland

Keywords / Classification:

Portfolio-Hanisch-Willy-Familie, Bildnis, Portrait, Portfolio-Modefotos-1920er-1930er-Jahre

Permalink:

http://www.deutschefotothek.de/documents/obj/70246650


Author of the metadata: Deutsche Fotothek

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