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    Brück und Sohn

     

    Werkstatt-Datensatz 90000011

    gegründet 1819 in Meißen
    aufgelöst 2019.03.31 in Meißen
    Deutschland

    Postkarte

    Verlag, Postkartenverlag
    Publishing House, Postcard Publisher

    Portfolios[[p]] [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Brück+Sohn+Altenberg"]]Altenberg[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Brück+Sohn+Amerika"]]Amerika[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Brück+Sohn+Bad Elster"]]Bald Elster[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Brück+Sohn+Budapest"]]Budapest[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Brück+Sohn+Danzig"]]Danzig[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Brück+Sohn+Dresden"]]Dresden[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Brück+Sohn+Freiberg"]]Freiberg[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Brück+Sohn+Großenhain"]]Großenhain[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Brück+Sohn+Kamenz"]]Kamenz[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Brück+Sohn+Karlsbad"]]Karlsbad[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Brück+Sohn+Meißen"]]Meißen[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Brück+Sohn+Radebeul"]]Radebeul[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Brück+Sohn+Fotomontage"]]Fotomontage[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=fotografen&desc=%22Brück und Sohn%22"]]Alle Aufnahmen von Brück und Sohn[[/a]] [[/p]]Der Verlag[[p]]Brück und Sohn ist ein deutscher Kunstverlag, der 1793 durch den aus Freiberg stammenden Carl Friedrich August Brück (5.3.1766–27.3.1833) im sächsischen Meißen gegründet wurde. Als einer der weltweit ältesten Ansichtspostkartenverlage befand er sich sieben Generationen im Familienbesitz Da die nachfolgende Brück-Generation beruflich andere Wege eingeschlagen hatte, gab das Traditionsunternehmen 2013 bekannt, nach einem Nachfolger zu suchen. 2017 entschied sich Inhaberin Annette Brück für den Verkauf. Da bis Januar 2019 kein Kaufinteressent gefunden wurde, der den Verlag im Sinne der Familie Brück weiterführen würde, stellte der Verlage nach 226 Jahren am 31. März 2019 seine Arbeit ein.[[/p]]Postkartenarchiv[[p]]Der Kunstverlag Brück und Sohn hat zwischen 1897 und 2007 genau 33.333 Ansichtskartenmotive herausgegeben. 99 Prozent der verlegten Postkarten befinden sich heute im Archiv der Familie Brück. Die erhaltenen zugehörigen Negative aus dem Zeitraum bis 1989 konnten 2005 von der Deutschen Fotothek erworben und 2018 im Rahmen des Landesdigitalisierungsprogramms Sachsen digitalisiert werden. [[/p]] [[p]]In der Präsentation in der Bilddatenbank werden diese Negative durch 30.072 Postkartenscans ergänzt, die der Verlag für Wikimedia Commons zur Verfügung gestellt hat. In der Summe zeigt der Bestand mehr als 1.300 Orte aus 17 Ländern, vor allem als klassische Orts- und Landschaftsansichten, aber auch Militaria. [[/p]] [[p]]Die Blütezeit der Postkartenproduktion des Verlags liegt vor dem ersten Weltkrieg. Allein zwischen 1897 und 1914 wurden über 18.000 Motive veröffentlicht, weitere 7.500 zwischen 1915 und 1933. In der Zeit des Nationalsozialismus kamen 1.800 Motive hinzu und während der DDR-Zeit, vor allem in den 1950er Jahren, erschienen 2.500 Motive. [[/p]] [[p]]Den inhaltlichen Schwerpunkt bildet Sachsen mit mehr als der Hälfte aller Postkarten, darunter rund 2.600 - oft vielfach aufgelegte - Motive Meißen, 900 Dresden, 780 Bad Elster, 600 Altenburg, 480 Radebeul und je 350 Kamenz und Freiberg und viele mehr. [[/p]] [[p]]Zwei weitere Schwerpunkte bildeten Karlsbad mit rund 1.200 zwischen 1898 und 1944 verlegten Motiven sowie Budapest mit 500 zwischen 1903 und 1913 produzierten Ansichtskarten. [[/p]] [[p]]Nach der Jahrhundertwende gelang dem Verlag kurzfristig die Expansion auf den nordamerikanischen Markt: 492 Motive, überwiegend Kalifornien und Oregon, wurden zwischen 1903 und 1907 verlegt. [[/p]] [[p]]In der Summe bildet der Bestand Brück und Sohn nicht nur eine einzigartige historische Quelle, in der kombinierten Präsentation von Postkarten und Negativen vermittelt er zudem mediengeschichtliche Einblicke. Im Vergleich zeigt sich die Wahl von Bildausschnitten, der Einsatz von Retuschen und Kolorierung sowie die Verwendung von [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Brück+Sohn+Fotomontage"]]Fotomontagen[[/a]], etwa in Form einkopierter [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Brück+Sohn+Zeppelin"]]Zeppeline[[/a]] oder des offenbar beliebten Motivs der [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Brück+Sohn+Fliegende+Frau"]]Fliegenden Frau[[/a]] bzw. des [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Brück+Sohn+Fliegender+Mann"]]Fliegenden Mannes[[/a]]. [[/p]]Geschichte[[p]]C. F. A. Brück gründete nach Empfang seines Meisterbriefs als Buchbinder am 8. Oktober 1793 ein Unternehmen, wurde in die Meißner Buchbinderinnung aufgenommen und erwarb das Meißner Bürgerrecht. Bald begann er auch mit dem Handel von Papierwaren sowie dem Verlegen regionaler Kleinschriften. Die erste Verlagslizenz wurde 1819 durch die Königlich-Sächsische Landesregierung zur Herausgabe eines „Landwirthschafts- und Geschichts-Calenders“ erteilt. Dieser erschien fast ein ganzes Jahrhundert lang regelmäßig jedes Jahr, von 1819 bis 1914. Neben Kalendern wurden u. a. Bibeln, Predigt- und Gesangbücher, Beicht- und Kommunionbücher für evangelische Christen und Märchenbücher herausgegeben. Die Buchbinderwerkstatt und der Verlag befanden sich bereits damals im heutigen Haus der Firma Brück und Sohn. Dank seines wirtschaftlichen Erfolgs konnte C. F. A. Brück das Haus Burgstraße 1 in Meißen 1822 erwerben. Er war mit Johanna Bähnisch verheiratet, mit der er sechs Kinder hatte.[[/p]] [[p]]Karl August Brück (18.4.1897–31.10.1877), genannt Friedrich August Brück, trat nach einer Buchbinderlehre in das Geschäft seines Vaters C. F. A. Brück ein. K. A. Brück erwarb 1819 das Meisterrecht sowie das Bürgerrecht der Stadt Meißen. Er erweiterte das Sortiment der Firma erheblich und betrieb es als „Papier-, Buchbinder- & Galanterie-Waren-Handlung“. Um die Weihnachtszeit fanden in den Geschäftsräumen vielbeachtete „Weihnachts-Ausstellungen“ statt. Karl August Brück war gesellschaftlich engagiert und wurde als Vertreter der Handels- und Gewerbetreibenden zum Dritten Ratsmitglied der Stadt Meißen, von 1834 bis 1838 und 1847 bis 1850, danach zum besoldeten Ratsmitglied auf Lebenszeit gewählt. Aus seiner 1820 geschlossenen Ehe mit Johanna Kahle entstammen drei Kinder.[[/p]] [[p]]In dritter Generation wurde das Geschäft von Otto Julius Brück (3.8.1825–19.6.1905), ebenfalls nach abgeschlossener Buchbinderlehre, fortgeführt. 1848 stieg er in den Verlag ein, der seitdem unter dem Namen Brück und Sohn firmiert. Dank der Erfindung der Fotografie eroberten Ansichtskarten den Weltmarkt. Auch O. J. Brück begann 1885 als einer der ersten Verleger weltweit, die neuartigen Ansichtspostkarten herzustellen. Die erste Karte zeigte ein Meißner Bildmotiv. Die Produktion von Ansichtskarten wurde dauerhaft in das Verlagsprogramm aufgenommen. O. J. Brück war seit 1848 verheiratet und hatte drei Kinder. [[/p]] [[p]]1893 übernahm Oscar Julius Brück (10.7.1855–2.2.1920) zusammen mit seinem Bruder Franz Richard Brück (1858–1909) das väterliche Geschäft, das nun seit 100 Jahren bestand. Die beiden kaufmännisch ausgebildeten Brüder bauten das Geschäftshaus Burgstr. 1 um. Aus der ehemaligen Buchbinderwerkstatt im Erdgeschoss wurden 30 m² Ladengeschäft mit großen Schaufenstern, dem eine eingeschossige Sandsteinfassade vorgeblendet wurde.[[/p]] [[p]]1897 begann Brück und Sohn die Karten ins europäische Ausland, nach Nordamerika und Südostasien zu exportieren. Ebenfalls seit 1897 wurde ein eigenes Ansichtskartenarchiv gepflegt.[[/p]] [[p]]In fünfter Generation übernahm 1920 Wilhelm Helmut Brück (1896–1961), Sohn von Oscar Julius Brück, die Geschäftsführung des Verlags. Zusammen mit seinem Bruder Rudolf setzte er vor allem das Ansichtskartengeschäft erfolgreich fort. In der schwierigen Zeit des Ersten Weltkrieges, Inflation und Weltwirtschaftskrise wurde Brück und Sohn um einen Großhandel für Papier- und Schreibwaren erweitert. Zwischen 1920 und 1930 brachte W. H. Brück im Durchschnitt 400 neue Kartenmotive pro Jahr heraus. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs fiel Rudolf Brück. [[/p]] [[p]]In sechster Generation trat Dietmar Ernst Albrecht Brück (27.8.1927–17.7.1997) nach Kriegsende in die Firma ein. Ab 1947 erfolgte der Wiederaufbau des Verlagsgeschäftes. Die Abteilung Bildpost- und Glückwunschkarten war durch Neuentwicklungen besonders erfolgreich. 1963 war die Firma Brück und Sohn zum ersten Mal auf der Leipziger Messe vertreten. Glückwunschkarten wurden u.a. nach Dänemark, Nordvietnam und Westdeutschland exportiert. 1964 begann die Lieferung von Kunstdrucken nach England. Dieses Segment wurde ständig erweitert und machte die Firma weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt. Im Inland begehrt waren die Briefpapiere, Faltbriefe und Karten mit „Echt Meissner Blumenmalerei“. Auch die Ansichtskartenproduktion wurde fortgeführt und erweitert. 1979 wurde das Ladengeschäft umgebaut und erweitert. Die Verkaufsfläche vergrößerte sich von 30 m² auf 50 m², gleichzeitig wurde eine neue Ladeneinrichtung eingebaut.[[/p]] [[p]]In der siebten Generation übernahm erstmals eine Frau die Leitung der Firma: die 1956 geborene Maria Annette Brück. Die gelernte Druckformenherstellerin und Fotografin war seit 1987 Inhaberin von Brück und Sohn. Unterstützt wurde sie durch Ihren Mann Helmut Donath (seit 1994 Helmut Brück). Mit der Wende 1989 wurden die Geschäftsbeziehungen zu England eingestellt, der Vertriebsschwerpunkt lag nun im wiedervereinigten Deutschland. Helmut übernahm die Leitung der Firma. Der Laden wurde von 60 auf 220 Quadratmeter über zwei Etagen vergrößert. Die Neueröffnung fand 1992 statt. Räumlichkeiten des Verlags befanden sich zwischen 1994 und 2012 auch im Meißner Ortsteil Buschbad (Lage). Ab 1998 kam ein neuer Schwerpunkt im Verlagsprogramm hinzu: Adventskalender mit historischen Stadtansichten, die auch von Meißner Porzellanmalern gestaltet werden.[[/p]] [[p]]m Geschäftshaus Burgstr. 1 wurde 1994 ein kleines Firmen- und Familienmuseum eingerichtet, dessen größter und wichtigster Anteil das von Otto Julius Brück begründetet Ansichtskartenarchiv bildet.[[/p]]Literatur[[p]]7 Generationen - 225 Jahre - und dann ... , Brück & Sohn Kunstverlag Meissen, Meißen 2018[[/p]] [[p]]175 Jahre Verlag graphischer Erzeugnisse Brück & Sohn Meissen : erfolgreiches Schaffen durch sechs Generationen; 8. October 1973 - 8. October 1968, Meißen 1968[[/p]]Ausstellungen[[p]]„Als Papier noch Luxus war“. 225 Jahre Brück & Sohn in Meißen". 11.10.2018 bis 17.02.2019, Stadtmuseum Meißen.[[/p]] [[p]]Ausstellung 2007 anlässlich der 33.333. Ansichtskarte von Brück & Sohn: Gerüstkonstruktion an der Außenfassade des Geschäftshauses Burgstr. 1. 56 neun Meter lange Ketten mit insgesamt rund 4.000 Ansichtskarten[[/p]]

    Urheber Metadaten: Deutsche Fotothek

    Permalink:

    http://www.deutschefotothek.de/documents/wer/90000011

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