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    Oldenburg, Rudolf

    Künstler-Datensatz 90067249


    * 1879.02.04 in Wien, † 1932.01.23 in Wien

    Tätig in Triest & Conakry & Wien

    Handelsreisender, Afrikaforscher, Forschungsreisender, Fotograf


    Nachweisland: Österreich

    Schlagwörter: Fotografie- photography

    Biografisches[[p]] Der österreichische Afrikaforscher und Handelsreisende Rudolf Theodor Paul Oldenburg (1879-1932) war von 1901 bis 1906 Faktoreileiter eines Bremer Handelshauses in Conakry, der Hauptstadt der ehemaligen Kolonie Französisch-Guinea (Guinea). Von 1907 bis 1913 lebte er zusammen mit seiner Frau Helene Oldenburg in Kamerun, wo er den Posten des Leiters der Deutschen Kamerun-Gesellschaft in der ehemaligen Hauptstadt Douala inne hatte. Somit gehörte Oldenburg zu den wichtigsten Vertretern der wirtschaftlichen Interessen der Kolonialmacht Deutschland in Kamerun. Bereits 1902 begann er, angeregt durch den Wiener Ethnologen Rudolf Pöch, mit dem Sammeln und Handeln von Ethnografica. Begleitend dazu legte er eine umfangreiche fotografische Sammlung an. Nach seiner Rückkehr aus Westafrika im Jahr 1913 lebte Rudolf Oldenburg in Wien, wo er 1932 verstarb. [[/p]]Der Bestand „Rudolf Oldenburg“ im GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig und weitere Bestände[[p]] Nach seiner Rückkehr aus Westafrika verkaufte Oldenburg Positiv-Abzüge aus seiner fotografischen Sammlung an verschiedene Museen in Europa. Die Konvolute variieren in ihrer Anzahl und zum Teil in den enthaltenen Motiven. [[/p]] [[p]] Dem GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig (MVL) verkaufte Oldenburg im Jahr 1917 ein Konvolut von 419 Abzügen auf Silbergelatinepapier in unterschiedlichen Formaten. Diese kamen im selben Jahr in der 28. Sendung ins Haus. [[/p]] [[p]] Einen weiteren Bestand besitzt das Weltmuseum Wien in Österreich mit 919 Motiven, verteilt auf 763 Glasnegative, 57 Glasdiapositive und 912 Abzüge in unterschiedlichen Formaten. [[/p]] [[p]] Oldenburgs Fotografien sind sowohl Ausdruck seiner wissenschaftlichen als auch seiner wirtschaftlichen Interessen. Einerseits fotografierte er Alltagsszenen, Feste und Maskentänze, westafrikanische Landschaften und Baustile. Entsprechend der wissenschaftlichen Standards der zeitgenössischen Anthropologie erstellte er Portrait- und anthropometrische Aufnahmen zur anthropologischen Typenbestimmung. Die „Sammlung Rudolf Oldenburg 1901-1913“ enthält zudem beeindruckende Zeugnisse aus der höfischen Kultur und Gesellschaft im Königreich Bamum. Andererseits dokumentierte Oldenburg im Rahmen seiner Reisen auch neuralgische Punkte lokaler Handelsrouten, wie Brücken, Markt- und Rastplätze sowie Karawanenwege. Rund ein halbes Jahrhundert nach Beginn der systematischen Kolonisierung Guineas durch Frankreich und zwei Jahrzehnte nach der Proklamation Kameruns zum deutschen Schutzgebiet verdeutlichen seine Bilder somit auch das Wirken der europäischen Kolonialmächte und deren Einfluss auf lokale Kulturen und Gesellschaften. [[/p]]


    Urheber Metadaten: Deutsche Fotothek (Rohrmüller, Marc)

    Permalink:

    http://www.deutschefotothek.de/documents/kue/90067249

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