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    John, Paul W

    Künstler-Datensatz 70063464

    * 1887.04.30 in Löbsch, † 1966.04.23 in Berlin

    Fotograf, Bildjournalist

    Nachweisland: Deutschland

    Schlagwörter: Deutsche Fotothek

    Portfolios[[p]] [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Paul+John+Baden-Württemberg"]]Baden-Württemberg[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Paul+John+Bayern"]]Bayern[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Paul+John+Berlin"]]Berlin[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Paul+John+Brandenburg"]]Brandenburg[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Paul+John+Hessen"]]Hessen[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Paul+John+Mecklenburg-Vorpommern"]]Mecklenburg-Vorpommern[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Paul+John+Niedersachsen"]]Niedersachsen[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Paul+John+Nordrhein-Westfalen"]]Nordrhein-Westfalen[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Paul+John+Rheinland-Pfalz"]]Rheinland-Pfalz[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Paul+John+Sachsen"]]Sachsen[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Paul+John+Schleswig-Holstein"]]Schleswig-Holstein[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Paul+John+Italien"]]Italien[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Paul+John+Marokko"]]Marokko[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Paul+John+Österreich"]]Österreich[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Paul+John+Polen"]]Polen[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Paul+John+Portugal"]]Portugal[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Paul+John+Russland"]]Russland[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Paul+John+Spanien"]]Spanien[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Paul+John+Tunesien"]]Tunesien[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=fotografen&desc=%22John, Paul W.%22"]]Alle Aufnahmen von Paul W. John[[/a]] [[/p]]Der Bestand in der Deutschen Fotothek[[p]]Der Nachlaß des Fotografen Paul W. John gelangte 2013 aus Privatbesitz in die Deutsche Fotothek. Enhalten sind rund 9.000 Vintage Prints, darunter 222 Ausstellungsabzüge und 5.000 Glas- und Filmnegative verschiedener Formate sowie 101 Originalmanuskripte Johns und eine Belegsammlung. [[/p]]Biografisches[[p]] Paul W. John wurde am 30. April 1887 in Löbsch bei Putzig, einem kleinen Dorf am Rande der Danziger Bucht, geboren. Über seine Kindheit und Jugend ist wenig bekannt. Der nach Amerika ausgewanderte Vater hinterließ die Familie in ärmlichen Verhältnissen; die Mutter nahm sich später das Leben. Paul erhielt im letzten Schuljahr eine erste, primitive photographische Kamera geschenkt. Aus der Beschäftigung mit der "Schwarzen Kunst" entwickelte sich schnell eine echte Leidenschaft – nach dem ersten Weltkrieg beschloß John, dessen Bilder damals schon in zahlreichen Wettbewerben mit Preisen ausgezeichnet worden waren, sich seinen Lebensunterhalt als Fotograf zu verdienen. In Berlin firmierte er laut frühestem Fotografenstempel zunächst in Kreuzberg, Dresdenerstr. 2. Der Briefkopf seines nächsten Domizils (Cuxhavener Str. 7) wies ihn bereits als "Landschaftsphotographen" aus, der "Photographische Illustrationen" lieferte. Im Jahrbuch Das deutsche Lichtbild wurde er zu dieser Zeit als "Berufsphotograph" geführt. [[/p]] [[p]]In den dreißiger Jahren zog John in die Neue Kulmer Str. 3/4 in Berlin-Schönberg, wo er mit seiner rund zwanzig Jahre jüngeren Ehefrau bis Kriegsende lebte. Seine Tätigkeit als Fotograf wurde phasenweise von einer schweren Regenbogenhautentzündung beeinträchtigt, an der er 1925 zum ersten Mal erkrankte und die sein allgemeines Wohlbefinden empfindlich störte. "Die Sehkraft des linken Auges verlor sich völlig, starker Kopfdruck trat auf, verbunden mit heftigen Rückenschmerzen, Schlaflosigkeit wechselte ab mit zeitweiligen Fiebererscheinungen. Ich konnte mich nur in halbdunklen Räumen aufhalten, da auch das rechte Auge sehr lichtempfindlich war." Nach einem Leidensweg durch Arztpraxen und Kliniken fand er schließlich Linderung durch eine homöopathische Behandlung. Der Erfolg war durchschlagend und sollte Johns Lebensphilosophie von Grund auf verändern. In der Folge stellten er und seine Frau ihre Ernährung auf Reformkost um, führten regelmäßig Fastenkuren durch und verzichteten auf Alkohol, Kaffee und Fleisch. Mit der Zeit entwickelten sie ein regelrechtes Sendungsbewußtsein, aber die Vorbehalte waren seinerzeit freilich noch weitverbreitet – was ihn auch zu besonderer Sorgfalt bei der Planung seiner ausgedehnten Fotoreisen zwang. [[/p]] [[p]]Wie der zu Beginn des Zweiten Weltkrieges 52jährige John die Kriegsjahre verbrachte, ist nicht bekannt; auch gibt es aus dieser Zeit keine fotografischen Arbeiten. Kurz vor der Kapitulation noch zum Volkssturm eingezogen, erlebte John die Besatzungszeit im britischen Sektor Berlin Spandau, Straße 402 (später Messterweg 6). Hier wohnte und arbeitete er mit Frau und Tochter in einem kleinen, aber soliden Backsteinhaus mit Schrebergarten. Er hielt weiterhin Lichtbildvorträge; nur vereinzelt fertigte er noch Abzüge von älteren Motiven an. Paul W. John verstarb am 23. April 1966 in Berlin-Tiergarten, eine Woche vor seinem 79. Geburtstag. Nachdem die gemeinsame Tochter schon früh verschied, überlebte ihn seine pflegebedürftige Frau noch um mehr als 20 Jahre. Sie hinterließ 1987 einen größeren Bestand an Originalabzügen, Negativen, Manuskripten und Dokumenten. [[/p]] [[p class="legend"]]Patrick Rössler, in: Paul W. John fotografiert Deutschland, Stuttgart 1999. [[/p]]Das Werk Paul W. Johns[[p]]Johns veröffentlichtes Werk umfaßt eine fast lückenlose Dokumentation der deutschen Landschaften und Städte: Als begeisterter Automobilist und Motorradfahrer durchstreifte er mit seiner Photoausrüstung systematisch die Regionen des Reiches, um von überallher typische Ansichten zusammenzutragen, immer auf der Suche nach dem "deutschen Charakterbild". Klar distanzierte er sich dabei von den süßlich-geschmäcklerischen Bildkompositionen mancher Kollegen: "Eine wirklich künstlerisch gesehene Landschaft ist natürlich sehr selten. Ich meine nicht jenen Kitsch, wo die Braut am Meer auf einem umgestürzten Kahn sitzt, mit Knopfaugen im Vordergrund starr in den Apparat sieht und am Himmel schweben zwei kleine mickrige blasse Wolken, die das Photo nach Ansicht seines Urhebers äusserst 'stimmungsvoll' gestalten, sondern echte, wirklich gekonnte Bilder, die jeden unbefangenen Beschauer sofort fesseln oder begeistern." [[/p]] [[p]]Sein wacher Blick richtete sich auf die Natur, auf die Menschen, auf die Dinge die sie erschaffen: Gebäude, Maschinen, Handwerk, Volksbräuche. Dabei ging er durchaus systematisch vor: Sorgfältig sammelte er Zeitungs- und Zeitschriftenausschnitte über interessante Begebenheiten, historische Orte und lokales Brauchtum, auf deren Grundlage er anschließend seine Reiserouten plante. Einmal angekommen, besaß John ein sicheres Gespür für Motive, Lichtverhältnisse und Perspektiven. Die Spannung zwischen solider Bodenständigkeit und Aufgeschlossenheit gegenüber den Gestaltungsprinzipien der Moderne kennzeichnet seinen Stil. Klassisch ist zunächst seine Motivwahl; es sind immer wieder die prägnanten Ansichten in den Stadtkernen, die ihn interessieren, außerdem Menschen bei der Arbeit auf dem Feld, beim Fischen und in ihrer Freizeit, atemberaubende Aussichten auf Berge und Flußtäler, die verschneite Natur. Anderen, seinerzeit beliebten (weil lukrativen) Genres weiß er nichts abzugewinnen – weder lichtet er die schnellebigen Zeitläufte historischer Ereignisse ab, noch gehören Porträt- oder Aktaufnahmen zu seinem Repertoire. [[/p]] [[p]]Doch innerhalb dieses eher traditionellen Bezugsrahmens verblüfft John immer wieder mit kühnen Linien und gewagten Bildausschnitten, die ihn heute als Fotografen von Rang ausweisen. Seine Begeisterung für architektonische Formen ließ ihn mit der Kamera sorgfältig registrieren, was sich in den Metropolen städtebaulich veränderte (und dies nicht nur in seiner Heimatstadt Berlin). Das Spiel von Licht und Schatten auf den Fassaden verleiht auch seinen Fotos von älteren Gebäuden Dynamik und Frische. Er nutzte die strenge Linienführung der neuen Reichsautobahn, um sie mit den weichen Konturen der Landschaft zu konfrontieren. Und immer wieder suchte er die Diagonale, sei es in Straßenfluchten oder Menschenmassen. Obwohl er nur wenige Porträts anfertigte, sind für ihn Menschen alles andere als nebensächlich: Viele seiner Stadtansichten gewinnen ihre Faszination erst durch die scheinbar zufällig, tatsächlich aber sehr genau in die Bildwirkung einkalkulierten Passanten, Kinder, Radfahrer, Ochsenkarren. Manche Alltagsszenen (etwa jene aus dem Freibad Wannsee) atmen mehr Zeitgeist als ein politischer Aufmarsch – wir sehen Menschen, sehr natürlich eingebettet in eine Epoche, die uns heute sehr fern scheint. [[/p]] [[p]]Wieder zu Hause von seinen Streifzügen, entwickelte und vergrößerte John seine Fotos selbst, im eigenen Labor, das er als regelmäßiger Besucher der Leipziger Foto- und Kinomesse stets auf dem neuesten Stand der Technik hielt. Wenn er auf seinen Reisen nicht umhin kam, fremde Einrichtungen zu nutzen, erlebte er anscheinend öfters Enttäuschungen. Die Dunkelkammer sei die Visitenkarte jedes Fotohändlers, formulierte er einmal, und landauf, landab läge da einiges im argen. Die Labors seien unaufgeräumt, feucht und schlecht durchlüftet, die Gerätschaften veraltet, die Beleuchtung oft defekt und Licht dränge ein. Indirekt wird aus dieser Aufzählung deutlich, wie sehr John gerade die handwerkliche Komponente der Lichtbildnerei am Herzen lag. Und so verwundert kaum, daß die Abzüge, die er zur Weitergabe auswählte, in der Regel auch ein hohes technisches Niveau aufweisen. Die fertigen Bilder vor sich, verarbeitete John seine Erlebnisse während der Fotoexpeditionen zu illustrierten Reiseberichten, die er potentiellen Abnehmern in den Redaktionsstuben anbot.[[/p]] [[p]]Nach seinen eigenen Erinnerungen begann er bereits 1922, regelmäßig die Bildredaktionen vieler Zeitungen und Zeitschriften mit Material zu beliefern, insbesondere mit Genre- oder Landschaftsbildern. Die von ihm geforderten Abdruckhonorare variieren, für das Jahr 1936 nennt er einmal eine Summe von 20 Reichsmark für ein Foto als Buchillustration. Insgesamt scheint Paul W. John auch eine Menge schlechter Erfahrungen bei der kommerziellen Auswertung seiner Bilder gemacht zu haben; so berichtet er unter anderem von illegalen Vervielfältigungen in den Redaktionen, von der unerlaubten Weitergabe der Abzüge und Klischees durch Verlage, von betrügerischen Bildvertretern (einmal hat er zwei seiner Fotos in englischen Illustrierten entdeckt, die sein "Agent" als verloren gemeldet hatte), von Malern und Zeichnern, die seine Motive originalgetreu kopierten, von deren unrechtmäßiger Verwendung in der Ansichtskartenbranche oder von nutzlosen Bildanforderungen kommerzieller Sammelstellen. Über längere Zeit hinweg schien John nur mit der Berliner Korrespondenz des Skandinavischen Bildberichterstatters P. V. Rasmussen zusammengearbeitet zu haben. Jedenfalls finden sich in seinem Nachlaß etliche Bilder, die John von diesem übernommen hatte (zumeist aus Übersee-Regionen, in die John selbst niemals gereist war) und die er zusätzlich mit seinem eigenen Stempel versehen hatte. Umgekehrt ist davon auszugehen, daß John über diesen Kontakt eigene Bilder nach Nordeuropa verkaufen konnte. Seine Druckhonorare reichten John wohl aus, um zu überleben, zu großem Wohlstand haben er und seine Familie es jedoch nie gebracht. Im Rückblick schien er sehr verbittert über die schlechten Arbeitsbedingungen insbesondere im Dritten Reich mit seiner restriktiven Lenkung der Pressefotografie. [[/p]] [[p]]Trotz aller Widrigkeiten entstand mit dem Werk über viele Jahre hinweg von Paul W. John ein facettenreiches Archiv der deutschen Topographie – ein beeindruckender (und gleichzeitig der bis dato wohl umfassendste) Querschnitt ist C. W. Schmidts Kompendium "Deutschland in Bildern" zu entnehmen. Von den dort versammelten "186 photographischen Aufnahmen aus deutschen Städten und Landschaften" stammen allein 118 von John. Auch in den wohl bekanntesten orts- und landeskundlichen Sammelwerken der Zeit, den von Martin Hürlimann edierten Orbis-Terrarum-Bänden, finden sich zahlreiche Abbildungen nach John. Den besonderen Stellenwert, den er dem Berliner Fotografen zuschrieb, drückte Herausgeber Hürlimann in einem Dankesschreiben an John aus: "Mit vieler Mühe ist nun unser neuer Deutschland-Band fertig geworden, [zu dem] eine reichere Auswahl der Bilder, unter denen die Ihrigen sicherlich zu den besten und wirkungsvollsten gehören, beiträgt. Sie werden Ihren Namen deshalb auch mit auf dem Titelblatt finden und wir hoffen, dass Sie den Band mit gutem Gewissen auch als den Ihrigen betrachten können." [[/p]] [[p]]Weitere dankbare Abnehmer für seine Fotografien fand er im Verlag Ludwig Simon in Berlin, der ungefähr ab 1927 die Reihe Die deutschen Bücher publizierte. In den schmalen, vergleichsweise günstig angebotenen Bänden wurden zumeist einzelne Regionen Deutschlands in Bild und Text auf Kunstdruckpapier vorgestellt. Ein Band über Rheinlandschaften, der überwiegend aus Fotos von John besteht, wurde von ihm eingeleitet und unter seinem Namen veröffentlicht. An weiteren Bänden der Reihe, etwa über die Mark Brandenburg, die Lüneburger Heide, das Berchtesgadener Land, München, Franken oder das Wasserwandern, war John mit einer wechselnden Zahl von Bildern beteiligt. Eine größere Menge von Motiven Johns verwendete beispielsweise auch der in Einzellieferungen herausgegebene Handatlas des Oestergaard Verlags in Berlin. [[/p]] [[p]]Von allen Abdrucken maß John vermutlich seiner kontinuierlichen Berücksichtigung in den Jahrbüchern Das deutsche Lichtbild des Berliner Verlages Robert und Bruno Schultz die größte Bedeutung bei. Denn während er seine Belege ansonsten eher unsystematisch verwahrte, bemühte er sich hier um eine vollständige und umfassende Dokumentation der jeweiligen Probeseiten. In acht der zehn Ausgaben des Jahrbuchs, die zwischen 1927 und 1937 herausgegeben wurden, finden sich charakteristische Motive Paul W. Johns großformatig abgebildet. Gleichzeitig belegt die (mit Ausnahme der Jahre 1927 und 1936) ununterbrochene Berücksichtigung Johns im wichtigsten Kompendium der deutschen Fotografie, daß er sich spätestens in den dreißiger Jahren als professioneller Lichtbildner etabliert hatte. [[/p]] [[p]]Ein weiterer Aspekt, dem John bei der Vermarktung seiner Fotografien große Bedeutung zumaß, war seine Tätigkeit als Lichtbildredner in Diavorträgen. Zwischen 1923 und 1937 hielt er Hunderte von Veranstaltungen in ganz Deutschland ab, die er meist sehr geschickt mit seinen Fotoexkursionen verband. Auch in diesem Bereich traten anscheinend häufig Probleme auf: "Wer wie ich seit über einem Jahrzehnt selbst Lichtbildvorträge in den meisten Städten Deutschlands gehalten hat, kann davon ein Lied singen, wie schlecht [...] überall die Vorbereitungen zu einem solchen Abend getroffen werden." In der Folge spricht er von verspäteten Vorführern, fehlender Stromversorgung, schwachen Lichtquellen, und defekten Projektionsschirmen. An anderen Referenten störten ihn außerdem "schwülstige Phrasen und Mangel in der Ausdrucksform". Seine gesammelten Erfahrungen verdichtete er schließlich zu einem Richtlinienkatalog, der sich wie die zehn Gebote für den guten Lichtbildvortrag liest. Die zahlreichen, von ihm angefertigten und in Kollegenkreisen gerühmten Farbdias müssen vorerst als verschollen gelten.[[/p]] [[p]]Paul W. John fotografierte aus Leidenschaft, seiner Lichtbildkunst hatte er sich mit Leib und Seele verschrieben. Die Anerkennung, die sein vielschichtiges Werk verdient, blieb ihm versagt. Er verstarb, bevor die Fotografie als Kunstform wiederentdeckt wurde [...]. [[/p]] [[p class="legend"]]Patrick Rössler, in: Paul W. John fotografiert Deutschland, Stuttgart 1999. [[/p]]Auswahlbibliografie[[p]] [[ul]] [[li]]John, Paul W. [1935]: Am Rhein, am deutschen Rhein. Berlin: Verlag Ludwig Simon.[[/li]] [[li]]Schmidt, Carl Walter (1931): Deutschland in Bildern. 186 photographische Aufnahmen aus deutschen Städten und Landschaften. Berlin: Karl Voegels Verlag [Mit 118 Abb. von Paul W. John].[[/li]] [[li]]Das schöne Deutschland. 25 Landschaftsbilder. 25 Städte-Ansichten. Berlin: Zigarettenvertriebsverein, Zigarettenfabriken GmbH, o.J. [1930] Lose Fotokarten in Mappe (7x9 cm) alle Fotos von Paul W. John.[[/li]] [[li]]Weitere Abbildungen in "Die deutschen Bücher", Berlin: Verlag Ludwig Simon, o.J. [ab 1927]:[[/li]] [[ul]] [[li]]Wandern und Erleben im deutschen Hochgebirge.[[/li]] [[li]]Deutsches Wasserwandern.[[/li]] [[li]]Du mein Tirol.[[/li]] [[li]]Durchs malerische Franken.[[/li]] [[li]]München. [[/li]] [[li]]Im Frühling durch deutsche Lande. [[li]]Mit der Reichspost durch Deutschland.[[/li]] [[li]]Die Lüneburger Heide.[[/li]] [[li]]Die Donau hinab.[[/li]] [[li]]Berchtesgadener Land.[[/li]] [[/ul]] [[/ul]] [[p class="legend"]]Quelle: Patrick Rössler: Paul W. John fotografiert Deutschland, Stuttgart 1999. [[/p]]Abbildungen in Jahrbüchern und Sammelwerken[[ul]] [[/li]]Das deutsche Lichtbild. Berlin: Robert und Bruno Schultz.[[/li]] [[ul]] [[li]]1928/29: Bäume (S.44).[[/li]] [[li]]1930: Eiszapfen (S.5).[[/li]] [[li]]1931: Fachwerkhaus (S.24). [[li]]1932: Friedhof in Sölden, Ötztal (S.161).[[/li]] [[li]]1933: Pferdeschwemme (S.34).[[/li]] [[li]]1934: Stadtmauer Merkendorf in Mittelfranken (S.56).[[/li]] [[li]]1935: Patrizierhaus (S.91).[[/li]] [[li]]1937: Allgäuer Bauernstube (S.97).[[/li]] [[/ul]] [[li]]Fechter, Paul (1957): Deutscher Osten. Bilder aus West- und Ostpreußen. Güterloh: C. Bertelsmann Verlag [hier: 54.-58.T.] (das kleine Buch 76).[[/li]] [[li]]Hürlimann, Martin (Hrsg.) (1931): Landschaft und Baukunst in 304 Bildern. Berlin: Atlantis Verlag (Orbis Terrarum).[[/li]] [[li]]Hürlimann, Martin (Hrsg.) (1935): Der Erdkreis. Ein Orbis Terrarum in einem Band. Landschaft / Baukunst / Volksleben. Berlin / Zürich: Atlantis Verlag.[[/li]] [[li]]Oeser, Hans Ludwig (1933): Deutsches Land und deutsches Volk. Ein Bilderwerk. Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft.[[/li]] [[li]]Oestergaards Handatlas (ca. 1928). Karte und Bild. Berlin: Peter J. Oestergaard Verlag. In Lieferungen.[[/li]] [[li]]Presber, Rudolf (1930): Das Deutschland-Buch. 297 Bilder in Kupfertiefdruck nebst Erläuterungen. Berlin: Paul Franke.[[/li]] [[li]]Schmidt, Carl Walter (1932). Fahrten ins Blaue. Kreuz und quer durch deutsche Gaue. Mit 197 Bildern. Leipzig: Hesse und Becker.[[/li]] [[/ul]] [[p class="legend"]]Quelle: Patrick Rössler: Paul W. John fotografiert Deutschland, Stuttgart 1999. [[/p]]Wichtige Zeitschriftenbeiträge und -illustrationen[[ul]] [[li]]John, Paul W. (1939): Pfingstbrauch in Questenberg (Harz). In: Wochenpost Nr. 35 vom 28.5.1939.[[/li]] [[li]]John, Paul W. (1939): Auf ins Freie mit Motor und Kamera! Artikelserie in 12 Folgen. In: Vobachs Familienhilfe, Heft 9-20.[[/li]] [[li]]Ludwig, H. W. (1934): Der Holzreichtum des Bayerischen Waldes. In: Atlantis Nr.10 (Oktober), S.582-585 (mit 7 Abb. von John).[[/li]] [[/ul]] [[p class="legend"]]Quelle: Patrick Rössler: Paul W. John fotografiert Deutschland, Stuttgart 1999. [[/p]]Über Paul W. John[[ul]] [[li]]Rössler, Patrick (1999): Paul W. John fotografiert Deutschland, Stuttgart: edtion 451 1999.[[/li]] [[li]]Frerk, Willy (1937): Paul W. John 50 Jahre alt. In: Photofreund (17), Nr.8, S.144.[[/li]] [[/ul]]Ausstellung[[ul]] [[li]]Paul W. John fotografiert Deutschland, Kunsthaus Lempertz, Berlin, 25. September – 16. Oktober 1999.[[/li]] [[/ul]]

     
    Porträt
    Bewahrende Institution
    GND-Normdaten

    Urheber Metadaten: SLUB/ConArt - Contemporary Artists (Thieme, Hans-Ulrich)

    Permalink:

    http://www.deutschefotothek.de/documents/kue/70063464

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