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    Gremmler, Karl Theodor

     

    Künstler-Datensatz 70049288

    Alternative Namensform: Gremmler, Paul Berthold Karl Theodor

    * 1909.01.04 in Hannover, † 1941.06.11 in Kędzierzyn-Koźle

    Tätig um 1932-1938 in Bremen
    Tätig 1939-1940 in Berlin

    Fotograf

    Nachweisland: Deutschland

    Keywords: Fotografie- photography

    Portfolios[[p]] [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Karl+Theodor+Gremmler+%20Männer am Netz%20"]]Männer am Netz[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Karl+Theodor+Gremmler+Portrait"]]Portraits[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Karl+Theodor+Gremmler+Esskultur"]]Esskultur[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Karl+Theodor+Gremmler+Berlin"]]Berlin[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Karl+Theodor+Gremmler+Bremen"]]Bremen[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Karl+Theodor+Gremmler+Hamburg"]]Hamburg[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Karl+Theodor+Gremmler+Madeira+Kreuzfahrt"]]Madeira-Kreuzfahrt 1938/39[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Karl+Theodor+Gremmler+Andersen+Hochseefischerei"]]Andersen und Co.[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Karl+Theodor+Gremmler+Bahlsen"]]Bahlsen[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Karl+Theodor+Gremmler+Blaupunkt"]]Blaupunkt[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Karl+Theodor+Gremmler+Borgward"]]Borgward[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Karl+Theodor+Gremmler+Haag+Drugulin"]]Offizin Haag Drugulin[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Karl+Theodor+Gremmler+Wanderer+Werke"]]Wanderer-Werke[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Karl+Theodor+Gremmler+%22100 Bilder%22"]]Curator's Choice[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=fotografen&desc=%22Gremmler, Karl Theodor%22"]]Alle Aufnahmen[[/a]] [[/p]]Biografisches[[p]]Paul Berthold Karl Theodor Gremmler wurde am 4. Januar 1909 als Sohn des Kaufmanns Karl Friedrich August Gremmler und dessen Ehefrau Elisa Marie Anna Gremmler, geb. Lankau in Hannover geboren. Über seine Jugendzeit ist bislang nichts bekannt. Nach Abschluss der Schule absolvierte er vermutlich eine Ausbildung als Reklame-Kaufmann. [[/p]] [[p]]Seitens des Kunsthandels wurde werbewirksam vermutet, dass der spätere Fotograf seine künstlerische Prägung bereits in Hannover erfahren habe. Er sei regelmäßiger Gast im legendären Salon der Käte Steinitz gewesen, in dem Kurt Schwitters, El Lissitzky, Mary Wigman, Herward Walden, László Moholy-Nagy, Theodor Lessing und viele andere verkehrten, und habe dort Freundschaft mit Albert Renger-Patzsch geschlossen und auch Hein Gorny, seinen späteren Atelierpartner, kennengelernt.[1] Abgesehen von einer überlieferten, undatierten späteren Widmung an Käte Steinitz sind Kontakte in Künstlerkreise zu dieser Zeit bislang jedoch nicht belegbar. Wesentlichen Einfluss auf Gremmlers fotografische Entwicklung dürfte neben seiner Tätigkeit als Reklame-Kaufmann seine Ehefrau Elisabeth Gremmler geb. Fischer (geb. 10. September 1905-um 1974 in Rickenbach) gehabt haben, die er am 23. Juli 1932 in Bremen geheiratet hatte. Als Webmeisterin in der von Eberhard Ernst Osthaus gegründeten Handweberei Hohenhagen war sie mit dem Werkbund-Gedanken sicher bestens vertraut. [[/p]] [[p]][1] Bassange Photoauktionen GbR: Photography Auction 114, 4.12.2019, Los 4201, Auktionskatalog, S. 144.[[/p]]Anfänge in Bremen und erste Erfolge[[p]]Nachweisbar ist, dass Gremmler - nach Auskunft des Sohnes als Autodidakt - am 24.10.1932 in Bremen ein Fotografengewerbe angemeldet hat. Dort betrieb er ein Atelier in der Martinistraße 3/4 (15.10.1932-08.06.1935), später in der Herderstraße 92 (06.06.1935-15.09.1937) und schließlich in der Elsasser Straße 68 (15.09.1937-27.01.1939).[1][[/p]] [[p]]Ein genauerer Blick auf die ersten, wohl ab Herbst 1932 entstandenen Negative zeigt, dass sich Gremmler zu Beginn seiner fotografischen Tätigkeit beinahe systematisch an der Formensprache des Neuen Sehens und der Neuen Sachlichkeit abgearbeitet hat, die ihm aus der Werbebranche vertraut gewesen sein dürften, wohl ebenso die Gestaltungsprinzipien des Bauhaus. Seine frühesten Aufnahmen lassen vielfältige motivische wie stilistische Anlehnungen etwa an Albert Renger-Patzsch, Aenne Biermann, Ilse Bing oder auch an Hein Gorny deutlich erkennen. Eine seiner frühesten Fotografien, Negativ Nr. 17, aufgenommen am Arbeitsplatz der Ehefrau in der Handweberei Hohenhagen, erschien mit dem Bildtitel „Schiffchen im offenen Fach“ schon im März 1933, kurz nach der Geburt des Sohnes Tomas (geb. 26.02.1933 in Bremen – 30.03.2020 in Uffing am Staffelsee), als Titelbild der Werkbund-Zeitschrift „Die Form: Zeitschrift für gestaltende Arbeit“.[[/p]] [[p]][1] Bei Übernahme des Nachlasses durch die Deutsche Fotothek waren nicht einmal die Lebensdaten des Fotografen bekannt. Zur Recherche sowie zu detaillierten Quellenangaben siehe:[[br/]] Jens Bove: Neues Sehen für den Vierjahresplan. Zur Vermittlung von Fotobeständen aus der NS-Zeit am Beispiel des Nachlasses von Karl Theodor Gremmler, in: Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie, Heft 5/6, 2020, S. 317–335;[[/br]] Jens Bove: Fortschrittliche Reaktion. Moderne Fotografie zwischen Politik und Industrie, in: Kristina Lemke (Hg.): Neu Sehen. Die Fotografie der 20er und 30er Jahre. Bielefeld 2021, S. 144-150.[[br/]] Für die Unterstützung bei der Recherche und die Einsicht in Dokumente und Korrespondenzen dankt die Deutsche Fotothek herzlich: Kristina Lemke (Städel Museum), Rainer Stamm (Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg) und Oliver Sander (Bundesarchiv Koblenz). [[/p]]„Nordsee-Magazin“ - Moderate Avantgarde für die Fischwirtschaft[[p]]Wenig später, im Juni 1933, konnte Gremmler eine erste Aufnahme im „Nordsee Magazin“ platzieren, der Kundenzeitschrift der Nordsee - Deutsche Hochseefischerei AG. Bereits im Folgemonat erschien eine seiner Fotografien, ein Stillleben mit Fischen, auf dem Cover der Zeitschrift, die er fortan regelmäßig mit Bildmaterial belieferte. Abgedruckt wurden nicht nur seine die Ästhetik der Moderne fortschreibenden Aufnahmen, sondern auch Fotomontagen als wesentliches Stilmittel des Neuen Sehens, die im ersten Jahr der NS-Diktatur noch als probates Werbe- und Agitationsinstrument einsetzbar waren, bevor sie wegen allzu großer Nähe zur Exilpropaganda, insbesondere zu den Arbeiten John Heartfields für die Arbeiter Illustrierte Zeitung (AIZ), nicht mehr erwünscht waren.[[/p]] [[p]]Der recht schnelle Erfolg Gremmlers darf als typisch für die Umbruchsituation nach der ‚Machtergreifung‘ betrachtet werden. Nach der Arisierung der Branche durch das Schriftleitergesetz und der Emigration führender Köpfe bestand eine hohe Nachfrage nach jungen Bildjournalisten. Das „Nordsee Magazin“ bot Gremmler Raum auch für Experimente und künstlerisch ambitionierte Fotografien, war aber vor allem der Devise „Esst mehr Fisch!“ verpflichtet. Die Erhöhung des Fischkonsums war zentrales Anliegen der Firma und ihrer Firmenzeitschrift und zugleich ernährungswirtschaftliches Staatsziel. Insofern waren Gremmlers Aufnahmen unmittelbar in die Propagandamaschinerie eingebunden, stehen jedoch gleichzeitig in der Tradition avantgardistischer Bildsprache. [[/p]] [[p]]Das an Bauhaus und Werkbund orientierte Selbstverständnis des Fotografen demonstrieren u.a. auch seine in Futura gesetzten Briefköpfe, die in Typografie und Layout an Publikationen des Reckendorf Verlags erinnern, der nicht nur bis 1932 „Die Form“ herausgab, sondern auch Werner Gräffs epochales „Es kommt der neue Fotograf!“ (1929) oder Paul Renners „Mechanisierte Grafik. Schrift, Typo, Foto, Film, Farbe“ (1930).[[/p]] [[p]]Während der Fotograf diese Linie konsequent weiterverfolgte, veränderte sich das Layout des „Nordsee Magazins“, das ab 1935 in Fraktur gesetzt wurde und sich von einer Kundenzeitschrift zum NS-Organ für Verbrauchslenkung mit dem Ziel wirtschaftlicher Autarkie wandelte. Die Nordsee AG, nun zu 49% im Aktienbesitz der niederländisch-britischen Unilever, war nur noch Anzeigenkunde. Die von Wilhelm Roloff eingeführte moderne Werbesprache blieb – in Grundzügen – jedoch erhalten, ebenso die Ausrichtung auf zu steigernden Fischverzehr. Das interessengeleitete „Nordsee Magazin“ eröffnete Gremmler nicht nur ein Schaufenster für seine Fotografien mit sehr hoher Reichweite (Auflage bis 252.000 Exemplare 1937), vor allem war es die Basis für seine langjährige Zusammenarbeit mit dem Verleger Hans A. Keune sowie mit der Fischindustrie.[[/p]]Arbeitswelt und Frauenarbeit[[p]]Ein weiteres publizistisch erfolgreiches Thema Gremmlers waren Fotografien aus der Arbeitswelt, insbesondere von berufstätigen Frauen in unterschiedlichsten Berufen. Ob diese Aufnahmen im Auftrag der Deutschen Arbeitsfront (DAF) bzw. des Deutschen Frauenwerks entstanden sind, oder ob Gremmler damit die Aufmerksamkeit der Massenorganisationen gewonnen hatte, bedarf noch der Klärung. Acht seiner Fotografien erschienen im November 1935 unter dem Titel „Das Gesicht der berufstätigen Frau“ in der „NS-Frauen-Warte. Die einzige parteiamtliche Frauenzeitschrift“, nachdem sie zuvor in größerer Auswahl in Form hinterleuchteter Großdiapositive in der Düsseldorfer Ausstellung „Frau und Volk“ gezeigt worden waren. Im Folgejahr erschienen die Fotos zudem als opulenter Bildband mit dem Titel „Tagewerk und Feierabend der schaffenden deutschen Frau“. Das Buch erschien viersprachig und ist als Facette der Auslands-Propaganda im Olympia-Jahr zu verstehen. Auch dieser Propaganda-Band bot Gremmler Raum für eine moderat-moderne Bildsprache: Blicke von oben, diagonale Reihung, Aus- und Anschnitte, Untersichten. Die Publikation zeigt, wie kompositionelle Grundmuster der Ende der 1920er Jahre entwickelten Moderne in Symbolketten und Bedeutungsmuster des NS-Staates eingepasst wurden. Die Anknüpfung an Elemente des Neuen Sehens diente, so Rolf Sachsse, der Herausstellung von Modernität und Weltläufigkeit des NS-Staates.[[/p]] [[p]]Für den Fotografen beförderte diese Publikation seine Aufnahme in die auf künstlerische Fotografie ausgerichtete, 1933 gleichgeschaltete Gesellschaft Deutscher Lichtbildner (GDL) und seinen Bekanntheitsgrad: so wurde eine Aufnahme aus „Tagewerk und Feierabend der schaffenden deutschen Frau“ in „Das Deutsche Lichtbild – Jahresschau 1937“ aufgenommen. Während sich die Fotografien aus der Arbeitswelt durch eine eher zurückgenommen-moderne Bildsprache auszeichnen, bewegte sich Gremmler bei Marketing und multimedialer Verwendung seiner Bilder auf der Höhe der Zeit: Ausstellung, Zeitschrift, Bildband.[[/p]]Werbung und Fotokunst[[p]]Das wichtigste Standbein des Fotografen blieb jedoch seine Tätigkeit für die Industrie. Er überahm Werbeaufträge für zahlreiche Firmen (AEG – Andersen und Co – Bahlsen – Blaupunkt – Borgward – Elbeo – Kaffee HAG – Kaffee OGO – Nordsee AG – Telefunken – Wanderer – u.v.m.) und etablierte sich als „Ein Meister der Werbephotographie“, so im Juli 1937 der Titel eines Portfolios in der Zeitschrift „Gebrauchsgraphik“.[[/p]] [[p]]Im gleichen Jahr wurde sein Schaffen in einer rund 200 Arbeiten umfassenden Einzelausstellung im Oldenburgischen Landesmuseum gewürdigt, die im Anschluss im Folkwang Museum Essen gezeigt worden ist.[1] Die Aufnahmen wurden in der Presse als „Meisterleistungen“ rezipiert „im Hinblick auf Komposition der Bilder und vor allem auf ihre technische Durchbildung“.[2] Der Oldenburger Direktor Walter Müller-Wulckow war einer der ersten Museumsleiter, der Fotografie als Kunstform wahrnahm und 1929 Werke von Aenne Biermann und Albert Renger-Patzsch ausstellte, außerdem Karl Blossfeldt – und später Karl Theodor Gremmler. Bereits vor der Oldenburger Retrospektive hatte eine mehrjährige Zusammenarbeit Gremmlers mit Müller-Wulckow bzw. dem Landesmuseum begonnen. Gremmler erhielt u.a. den Auftrag, für den „Führer durch das Kunsthandwerk und die heimatlichen Altertümer an Hand der Neuerwerbungen“ (1938) Sach- und Objektaufnahmen anzufertigen.[[/p]] [[p]]Mit seiner Aufnahme in die GDL, seiner Präsenz in „Das Deutsche Lichtbild“, seiner positiven Rezeption in der Fachpresse sowie mit der musealen Personalausstellung ging offensichtlich auch ein beträchtlicher finanzieller Erfolg einher. Etliche Negative zeigen Gremmler mit seiner Familie als stolzen Besitzer eines Borgward Hansa 1100 Cabriolets, zudem leistete er sich Schiffsreisen: Vom 20. Dezember 1938 bis zum 6. Januar 1939 nahm er mit seiner Frau an der „Weihnachts-Silvesterfahrt“ des Norddeutschen Lloyd mit der STEUBEN teil (Bremerhaven-Lissabon-Nordafrika-Madeira-Kanarische Inseln-Bremerhaven). [[/p]] [[p]][1] FOTOS. Entdeckungen mit der Kamera. Landesmuseum Oldenburg, 30. Mai bis 27 Juni 1937 [verlängert bis 4. Juli 1937, Einzelausstellung mit rund 200 Aufnahmen, weitere Station: Folkwang Museum Essen].[[br/]] [2] Carl Ulrich: Photoausstellung im Landesmuseum, in: Oldenburger Staatszeitung, 15.5.1937.[[/p]]Umzug nach Berlin[[p]]Nach diesen beruflichen Erfolgen verlegte Gremmler seinen Standort im Januar 1939 nach Berlin und damit in das Zentrum der deutschen Presselandschaft. Ende 1938 hatte er das Atelier von Hein Gorny am Kurfürstendamm 35 gekauft, das dieser 1935 seinerseits von Lotte Jacobi (1896-1990) übernommen hatte, die als Jüdin nach New York emigrieren musste. Die von Gorny — selbst mit einer ‚Halbjüdin' verheiratet, einer Tochter des 1933 von Nationalsozialisten ermordeten Theodor Lessing — ursprünglich geplante Emigration in die USA scheiterte jedoch, so dass Karl Theodor Gremmler und Hein Gorny das Berliner Atelier ab etwa Februar 1939 zunächst als „Fotografie Gremmler-Gorny. Atelier für moderne Fotografie“ gemeinsam betrieben. Ab ca. 1940 firmieren beide Fotografen weiterhin unter gleicher Adresse, jedoch als separate Studios. [[/p]] [[p]]1939 arbeiteten beide auch an gemeinsamen Projekten wie an „H. Bahlsens Keksfabrik 1889-1939“, der Festschrift zum 50-jährigen Betriebsjubiläum des Konzerns. Die Fotografien in der von Emil Preetorius buchkünstlerisch vorbildlich ausgestatteten Firmenschrift stammen anders als bislang angenommen nicht überwiegend von Hein Gorny, sondern — wie die Negative belegen — zu einem nicht geringen Teil aus der Hand Karl Theodor Gremmlers.[[/p]]Männer am Netz[[p]]Den künstlerischen Kulminationspunkt in Gremmlers Schaffen stellt zweifellos der 1939 vorgelegte Bildband „Männer am Netz“ dar.[1] Erschienen in dem auf Fischwirtschaft spezialisierten Verlag von Hans A. Keune ist es beileibe kein Sachbuch, vielmehr ein später Höhepunkt der Neuen Fotografie, ein Fotobuch konzipiert aus Sicht eines Fotografen, mit dezidiert modernem Layout und mit zu diesem Zeitpunkt geradezu provokanter Bildsprache. Wie etwa in „See Sand Sonne“ von Arvid Gutschow (1930) enthält es kaum Gesamtansichten, vielmehr starke Nahsichten, ungewöhnliche Ausschnitte, harte Schatten, Schräg- und Untersichten sowie Blicke von oben. Die Konvention mittiger Tafelanordnung wird durchbrochen, das visualistische Prinzip konsequent umgesetzt, auf Bildlegenden innerhalb der Seitenabwicklung wird verzichtet. Auf den Seiten bleibt viel Raum für Weiß, die Bildanordnung ist reportagehaft, erinnert streckenweise an filmische Sequenzen. In rhythmisiertem Wechsel zwischen technischen Objekten, Detailstudien und menschlicher Arbeit erscheinen keinerlei propagandistische Details wie Hakenkreuzfahnen am Heck, die Bildstrecke zeigt keine prominenten Landmarken, bietet keine räumliche Orientierung, die Seefahrt bzw. die Fischerei wird als weitgehend ortlose, elementare Erfahrung präsentiert, für die das in Rezensionen erwendete Label „Romantik der Seefischerei“ [2] bei Weitem zu kurz greift.[[/p]] [[p]]Allen künstlerischen Qualitäten gleichsam zum Trotz war das Fotobuch im Kontext des Verlagsprogramms — neben dem „Nordsee Magazin“ verlegte Keune fast ausschließlich Publikationen zur Fisch- und Lebensmittelindustrie — dennoch auch exklusives Werbemittel für die Fischwirtschaft und quasi Appetizer für den Fischverzehr. In diesen Kontext gehört mit „Wir stellen uns um! Ernährungsfibel für die deutsche Hausfrau“ auch eine weitere, mit zahlreichen Fotografien Gremmlers illustrierte Buchpublikation, die der Popularisierung der deutschen Kriegsernährungswirtschaft gewidmet war. Um Welten konventioneller gestaltet als „Männer am Netz“ hatten hier (reduziert-)dynamische Kompositionsformen und im „Nordsee-Magazin“ erprobte Strategien der Wirtschaftswerbung der Vermittlung und Akzeptanz staatlicher Ziele zu dienen und die Mitwirkung der Bürger zu erreichen.[[/p]] [[p]][1] Online: ([[a target="_blank" href=" https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/399540/1 "]] https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/399540/1 [[/a]].[[br/]] [2] Traugott Schalcher: Romantik der Seefischerei, in: Photographik Juli 1939, o.S.[[/p]]Borgward[[p]]Für die Bremer Borgward-Werke hatte Gremmler bereits seit 1938 regelmäßig fotografiert, u.a. die Einweihung der Fabrik in Sebaldsbrück. Die 1941 erschienene Publikation „2 PS machen Karriere“ ist anders als „Männer am Netz“ kein Fotobuch, sondern eine Firmengeschichte mit Bildtafeln. Dennoch kommen selbst unter den Vorzeichen der Kriegswirtschaft bewährt-moderne Stilmittel wie die diagonale Aufreihung vervielfältigter Elemente zum Einsatz. Mehr noch als die oben genannten Publikationen veranschaulicht dieses Beispiel, dass die in der Zeit der Weimarer Republik entwickelten Sehweisen nach 1933 fast bruchlos übernommen worden sind. Im Unterschied zur Diffamierung der Moderne in den bildenden Künsten hatte sich die neue Bildsprache in der Fotografie bereits fest etabliert und konnte selbst im totalen Krieg für Fortschrittlichkeit stehen.[[/p]]Andersen und Co.[[p]]Wichtigster Auftraggeber Gremmlers dürfte 1940 die Hochseefischerei-Gesellschaft Hamburg, Andersen & Co KG gewesen sein, an der seit 1938 der Großindustrielle Philipp F. Reemtsma beteiligt war. In diesem Jahr entstanden umfangreiche Serien zur Dokumentation landwirtschaftlicher Produktion sowie zur industriellen Weiterverarbeitung an verschiedenen Produktionsstandorten in Deutschland, u.a. in Bramsche und Gifhorn. Für die verschiedenen Obst- und Gemüsesorten fotografierte Gremmler die gesamte Prozesskette von der Ernte über alle Schritte der Sortierung und Verarbeitung bis zur Qualitätssicherung. Als Anlass ist die Einführung und Etablierung des Luftgefrierverfahrens nach Heckermann durch Andersen & Co. zu vermuten. Zur besseren Vitaminversorgung, insbesondere im Krieg, wurden die ernährungsphysiologische Forschung sowie die Tiefkühlwirtschaft vom NS-Staat massiv gefördert. Die Finanzierung und Etablierung des neuen Produktionsverfahrens war mit hohem propagandistischen Aufwand verbunden, der unter anderem mit Fachpublikationen im Verlag Hans A. Keune – unter Verwendung der Aufnahmen Gremmlers – begleitet wurde.[1][[/p]] [[p]][1] Vgl. u.a. Hans Mosolff (Hg.): Der Aufbau der deutschen Gefrierwirtschaft, Hamburg, Hans A. Keune Verlag, 1941.[[/p]]Industriefotografie im Kontext nationalsozialistischer Wirtschaftsprogrammatik[[p]]Die Maßnahmen und mit ihnen Gremmlers Fotografien stehen im Kontext der nationalsozialistischen Wirtschaftsprogrammatik, der zufolge mit dem sog. Zweiten Vierjahresplan ab 1936 binnen vier Jahren die wirtschaftliche und militärische Kriegsfähigkeit durch Autarkie und forcierte Aufrüstung erreicht werden sollte. Dem Reemtsma-Konzern bot dies die Möglichkeit für eine systematische Ausweitung seiner Geschäftsfelder: „Während er sein De facto-Monopol in der Zigarettenindustrie endgültig absicherte und dadurch eine enorme wie anhaltende Gewinnsteigerung erzielte, investierte er seit der Periode des Zweiten Vierjahresplans in solche Sektoren, die durch den Hochrüstungskurs vernachlässigt worden waren. In einer ersten Etappe etablierten sich die Reemtsmas im Rahmen der Hamburger Standortpolitik. Dabei verknüpften sie ihre Geschäftsinteressen zugleich mit den kolonialpolitischen Plänen der NS-Diktatur. Das Ziel war der Aufbau einer integrierten Produktions-, Transport- und Absatzkette im Bereich der Ernährungswirtschaft des europäisch-afrikanischen ‚Großwirtschaftsraums‘. Um die Rohstoffbeschaffung mit den Verarbeitungszentren und Absatzmärkten zu verknüpfen, brachte der Reemtsma-Konzern das Reedereikapital unter seine Kontrolle und engagierte sich in der Tiefkühltechnologie. Die Ausrichtung der Handelsflotte auf die spezifischen Unternehmensinteressen war Teil eines Konzepts, den unter deutscher Feindvermögensverwaltung stehenden Unilever-Konzern entweder aufzukaufen oder als Konglomerat des Lebensmittel-, Rohstoff- und Transportsektors abzulösen.“[1][[/p]] [[p]]Ein wesentlicher Baustein dieser Expansionsstrategie war die Inbetriebnahme der „Hamburg“ als erstes Vollfroster-Fabrikschiff durch Andersen und Co. im Jahr 1940. Es verfügte – von „Männer am Netz“ weit entfernt – über Filetieranlagen für 50 Tonnen Fisch pro Tag, eine umfangreiche Kälteanlage für die Tiefkühlkonservierung und Tiefkühlladeräume für 1.500 Tonnen Fisch. Das neuartige Fabrikschiff wurde von Gremmler ebenfalls in mehreren Serien ausführlich fotografiert. Trotz Verbrauchslenkung, aufwendiger Werbung und vielfältiger Maßnahmen zur Erhöhung des Fischkonsums wurde das im Vierjahresplan proklamierte ehrgeizige Ziel der Verdopplung des Pro-Kopf-Verbrauchs von Fisch jedoch nicht erreicht, in Relation zum Aufwand blieben die Erfolge bescheiden.[2][[/p]] [[p]]Mit der Nordsee AG und Andersen und Co belieferte Gremmler die großen Player der Fisch- und Tiefkühlindustrie über Jahre mit Bildmaterial. Die Verbindung zwischen Fotograf und Fischwirtschaft, zwischen Publikationen in Zeitschriften, Illustrationen von Kochbüchern und Ernährungsratgebern, Werbe- und Dokumentarfotografien bis zum Fotobuch ist wesentlich der Verleger Hans A. Keune, der Gremmler mit „Männer am Netz“ die Publikation eines der bemerkenswertesten Fotobücher der späten 1930er Jahre ermöglichte.[[/p]] [[p]][1] Hartmut Rübner: Unternehmensinteressen und Vierjahresplan. Der Reemtsma-Konzern im "Dritten Reich", in: Sozial.Geschichte. Zeitschrift für historische Analyse des 20. und 21. Jahrhunderts, Neue Folge 22 (2007), hier: Summery, https://www.hsozkult.de/journal/id/zeitschriftenausgaben-3880.[[br/]] [2] Vgl. Birgit Pelzer-Reith/Reinhold Reith: Fischkonsum und „Eiweißlücke” im Nationalsozialismus, in: Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, 96. Bd., H. 1(2009), S. 23.[[/p]]Einberufung und früher Tod[[p]]Noch vor Erscheinen des Borgward-Buches 1941, zum 1. Dezember 1940, wurde Gremmler zur Wehrmacht eingezogen. Seine Karteikarte im Bundesarchiv (Bundesarchiv / B 563-1 Kartei) weist neben dem Dienstgrad-Eintrag Pz-Oberschütze handschriftlich den Zusatz „Fotograf“ auf, dennoch war Gremmler, anders als bereits zeitgenössisch angenommen, nicht Angehöriger einer Propagandakompanie. Die Negative belegen jedoch, dass er gleichwohl innerhalb seiner Einheit mit fotografischen Aufgaben betraut war. [[/p]] [[p]]Am 11. Juni 1941 ist Karl Theodor Gremmler während eines Truppentransports nach Russland bei Heydebreck/Oberschlesien (Kędzierzyn) tödlich verunglückt.[[/p]]Zwischen Avantgarde und Staat - das fotografische Werk[[p]]Sein im Detail noch zu erschließendes und zu bewertendes Werk scheint typisch für die Situation ambitionierter Fotografie der 1930er Jahre. Auf der einen Seite stehen herausragende Bildleistungen, auf der anderen die nahezu zwangsläufige Indienstnahme durch Wirtschaft und Staat. Als Bildautor verfolgte Gremmler, der selbst nicht NSDAP-Mitglied gewesen ist, konsequent Bildstrategien der Moderne und steht dabei wie die meisten Fotografen, die ab 1930 den größeren Teil der Firmenschriften illustrieren, für eine eher moderate Modernität jenseits der experimentellen Verfahren von Avantgarde und Bauhaus. Die Arbeiten deren älterer Vertreter wie etwa Adolf Lazi oder Hugo Schmölz sind durch ein gewisses Pathos und pointierte Lichtführung gekennzeichnet, während die Fotografien eines Albert Renger-Patzsch als Vertreter der mittleren Generation dem Begriff der Neuen Sachlichkeit wohl am nächsten kommen. Gremmler, deutlich jünger, gehört zur ersten Generation stilprägender Werbefotografen um Hein Gorny, Ewald Hoinkins und Anton Stankowski. Deren Fotografien „verknüpfen Kompositionsregeln der Avantgarde – schräg gestelltes Kompositionskreuz, diagonale Aufreihung vervielfältigter Elemente, starke Schlagschatten auf den Objekten – mit einer stupenden Qualität in der Sachdarstellung, Oberflächenschilderung, Schärfentiefe und Detailtreue.“[1] Darüber hinaus korrespondieren Gremmlers Industriefotografien mit der eher bildjournalistischen Auffassung von Ruth Hallensleben, Anne Winterer und Paul Wolff, die innerhalb dargestellter Arbeitsprozesse wieder die Menschen in den Vordergrund stellen. Diese alle Protagonisten verbindenden, für die Werbe- und Industriefotografie der 1930er Jahre kennzeichnenden moderaten Formen der Moderne waren zwischen Werbung und Verbrauchslenkung, zwischen betrieblicher Selbstinszenierung und staatlicher Wirtschaftspolitik neben der Erfüllung ökonomischer Aufgaben als visuelles Kommunikationsmittel auch zur Herstellung eines positiven Verhältnisses der Bürger zum Staat sichtlich geeignet. [[/p]] [[p]]Im Zeitalter umfassender staatlicher Propagandastrategien hatte die Selbstdarstellung des Fotografenberufs naturgemäß eine besondere Bedeutung. Anders als Paul Wolff, der unumstrittene Fotografenstar jener Jahre, der seine Fotografien als Dokumente der Zeitgeschichte bewertet wissen wollte, dezidiert nicht als Fotokunst, scheint Karl Theodor Gremmler danach gestrebt zu haben, auch als Fotokünstler anerkannt zu werden, wie nicht zuletzt die Ausstellungen in Oldenburg und Essen 1937 und vor allem „Männer am Netz“ 1939 belegen. In die Geschichte der Fotografie ist er aufgrund seines frühen Todes bislang jedoch kaum eingegangen.[[/p]] [[p]][1] Rolf Sachsse: Mit Bildern zum Image. Fotografisch illustriert Firmenschriften, in: Manfred Heiting/Roland Jäger: Autopsie. Deutschsprachige Fotobücher 1918 bis 1945, Bd. 2, Göttingen : Steidl 2014, S. 488.[[/p]]Bestand in der Deutschen Fotothek[[p]]Im Bestand der Deutschen Fotothek befinden sich 115 Vintage Prints von Karl Theodor Gremmler sowie rund 18.700 — kaum beschriftete — schwarzweiße Mittel- und Großformatnegative (Film und Glas) aus dem Zeitraum 1932 bis 1941, die 2017 über eine Berliner Galerie aus Gremmlers familiärem Umfeld erworben werden konnten. [[br/]] Aufgrund dieser zunächst desolaten Überlieferungssituation — nicht einmal die korrekten Lebensdaten des Fotografen waren mehr bekannt — mussten der im Sommer 2020 gestarteten Erschließung der bereits 2019/2020 vollständig von der Deutschen Fotothek digitalisierten Aufnahmen umfangreiche Forschungen [1] zur Biografie sowie vor allem zu Entstehungs- und Verwendungskontexten, zu Auftraggebern, Beteiligten und Publikationen vorausgehen, um Bildinhalte über Gattungsbezeichnungen hinaus überhaupt lokalisieren, datieren und benennen zu können.[[br/]] Weitere rund 350 Abzüge sind Ende 2019 wohl aus gleicher Quelle vom Städel Museum Frankfurt bei Bassenge ersteigert worden, einige wenige Prints sind zudem in der Sammlung Siegert München, im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg sowie im Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg nachweisbar. [[br/]] Zeitgenössische Schriftdokumente sind, abgesehen von einem Briefwechsel mit dem Oldenburger Museum, bislang nicht bekannt. [[/p]] [[p]][1] Vgl. Jens Bove: Neues Sehen für den Vierjahresplan. Zur Vermittlung von Fotobeständen aus der NS-Zeit am Beispiel des Nachlasses von Karl Theodor Gremmler, in: Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie, Heft 5/6, 2020, S. 317–335.[[/p]]Ausstellungen[[ul]] [[li]]Neu Sehen. Die Fotografie der 20er und 30er Jahre, Städel Museum Frankfurt, 30. Juni bis 24. Oktober 2021.[[/li]] [[li]]RealSurReal : Meisterwerke der Avantgarde-Fotografie. Das neue Sehen 1920-1950. Sammlung Siegert, Kunstmuseum Wolfsburg, 15. November 2014 bis 6. April 2015.[[/li]] [[li]] Auguste Papendieck. Töpferin, Focke-Museum. Bremer Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, 16. November 2014 bis 22. März 2015.[[/li]] [[li]]Made in Germany. Die GDL-Fotografen 1919-1979, Fotomuseum des Münchener Stadtmuseums, November 1979 bis Februar 1980.[[/li]] [[li]]FOTOS. Entdeckungen mit der Kamera. Landesmuseum Oldenburg, 30. Mai bis 27. Juni 1937 [verlängert bis 4. Juli 1937, Einzelausstellung mit rund 200 Aufnahmen, weitere Station: Folkwang Museum Essen].[[/li]] [[li]]Frau und Volk, Düsseldorf, 11. Mai bis 12. Juni 1935, veranstaltet vom Institut für Deutsche Wirtschaftspropaganda e.V. Berlin.[[/li]] [[/ul]]Publikationen[[ul]] [[li]]Hans A. Keune: Seefisch Ahoi. Geschichten von Fischern und Fischen. Hamburg, Hans A. Keune Verlag 1943.[[/li]] [[li]]Karl Theodor Gremmler: Schiff bei Seegang, in: Deutschlands Monatsbuch Volk und Welt, Heft 1, 1942, Abb. S. 24.[[/li]] [[li]] Hans Mosolff (Hg.): Der Aufbau der deutschen Gefrierwirtschaft, Hamburg, Hans A. Keune Verlag, 1941.[[/li]] [[li]]Christian Hilker: 2 PS machen Karriere. Fotos: Karl Theodor Gremmler, Kurt Oehmann, August Rumbucher jr., Berlin, Steiniger 1941 [Chronik der Borgward-Werke].[[/li]] [[li]]Anonym: Von der Schwarzen Kunst, in: Atlantis, Heft 8 1940, S. 285-296.[[/li]] [[li]]H. Bahlsens Keksfabrik 1889-1939. Verfasst von Norbert Jacques. Fotografie Hein Gorny und Gremmler-Gorny. Frankfurt am Main, Hauserpresse Hans Schaefer, 1939 [dazu auch Werbe-Faltblatt].[[/li]] [[li]]Wilhelm Hecker (Hg.): Wir stellen uns um! Ernährungsfibel für die deutsche Hausfrau. Mit einem Geleitwort von Reichshauptabteilungsleiter im Reichsnährstand Hugo de Marees van Swinderen, Berlin, Hans A. Keune Verlag 1939 [Fotos überwiegend von K. Th. Gremmler, auch vier Aufnahmen von Hein Gorny].[[/li]] [[li]]Männer am Netz. Band 1: Mit Dampfer und Kutter auf Frischfisch und Krabbe. Ein Bildwerk von K. Th. Gremmler. Mit zwei Beiträgen von Rud. Kinau, Hamburg-Finkenwerder. Einführende Bildtexte von Prof. Dr. Schnakenbeck, Hamburg. Berlin-Lichterfelde, Das Fischnetz 1939. [Band 2 und 3 sind nicht erschienen]. Online: ([[a target="_blank" href=" https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/399540/1 "]] https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/399540/1 [[/a]].[[/li]] [[li]]Oldenburgisches Landesmuseum. Führer durch das Kunsthandwerk und die heimatlichen Altertümer an Hand der Neuerwerbungen, hrsg. vom Oldenburgischen Landesmuseum, Oldenburg 1938 [Objektfotografien von Karl Theodor Gremmler].[[/li]] [[li]]Anonym: K. Th. Gremmler. Ein Meister der Werbephotographie, in: Gebrauchsgraphik, Heft 7, 1937, S. 40–45. Online: ([[a target="_blank" href="https://www.arthistoricum.net/werkansicht/dlf/156927/1"]]https://www.arthistoricum.net/werkansicht/dlf/156927/1[[/a]].[[/li]] [[li]]Bruno Schultz (Hg.): Das Deutsche Lichtbild. Jahresschau 1937, Berlin, Bruno Schultz Verlag 1936, S. 26.[[/li]] [[li]]Deutsche Arbeitsfront, Frauenamt: Tagewerk und Feierabend der schaffenden deutschen Frau, herausgegeben im Auftrage der Reichsfrauenführerin, Leipzig, Otto Beyer 1936 [mit 84 Fotografien von Karl Theodor Gremmler, Text deutsch, englisch, französisch, italienisch].[[/li]] [[li]]Lore Bauer (Text), Karl Theodor Gremmler (Fotos): Das Gesicht der berufstätigen Frau, in: N.S. Frauen-Warte, November 1935, S. 331-333.[[/li]] [[li]] Nordsee Magazin (1932 – 1938), ab 1938 Nordsee Küste (bis 1939), regelmäßige Bildpublikationen ab Juni 1933, vielfach auch Cover-Fotos (z.B. 7/1933, 9/1933, 11/1933).[[/li]] [[li]]Richard Lisker: Über gewebte Stoffe, in: Die Form: Zeitschrift für gestaltende Arbeit, Heft 3, 1933, S. 65-74 [Autorennennung für das Umschlagfoto erst als Nachtrag in Heft 4].[[/li]] [[/ul]]Literatur[[ul]] [[li]]Jens Bove: Fortschrittliche Reaktion. Moderne Fotografie zwischen Politik und Industrie, in: Kristina Lemke (Hg.): Neu Sehen. Die Fotografie der 20er und 30er Jahre. Ausstellungskatalog (Städel Museum Frankfurt, 30. Juni bis 24. Oktober 2021). Bielefeld 2021, S. 144-150.[[/li]] [[li]]Jens Bove: Neues Sehen für den Vierjahresplan. Zur Vermittlung von Fotobeständen aus der NS-Zeit am Beispiel des Nachlasses von Karl Theodor Gremmler, in: Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie, Heft 5/6, 2020, S. 317–335.[[/li]] [[li]]Rainer Stamm: Das Kunstwerk des Monats September 2020. Karl Theodor Gremmler, „Handgewebt“, um 1936. Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg. Oldenburg 2020.[[/li]] [[li]]Bassenge Photoauktionen GbR: Photography Auction 114, 4.12.2019, Los 4201, Auktionskatalog, S. 144.[[/li]] [[li]] Karin Hartewig: Kunst für alle! Hitlers ästhetische Diktatur, Norderstedt, Books on Demand 2017, S. 163, S. 246.[[/li]] [[li]]Ute Bernsmeier: Auguste Papendieck (1873-1950). Töpferin (Veröffentlichungen des Bremer Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte 115, Katalog zur gleichnamigen Ausstellung), Bremen 2015.[[/li]] [[li]]Rainer Stamm: „eine neue Art des Sehens“. Fotografie der Neuen Sachlichkeit im Landesmuseum Oldenburg, in: Oldenburger Jahrbuch 114, 2014, S. 169-182.[[/li]] [[li]]RealSurReal. Meisterwerke der Avantgarde-Fotografie. Das neue Sehen 1920 – 1950. Sammlung Siegert, Katalog zur gleichnamigen Ausstellung (Kunstmuseum Wolfsburg, 15. November 2014 bis 6. April 2015; Max-Ernst-Museum Brühl des LVR, 19. April bis 19. Juli 2015], hrsg. vom Kunstmuseum Wolfsburg und von Dietmar Siegert. Köln 2014.[[/li]] [[li]]Elke Linda Buchholz: So gesehen ist auch eine Kartoffel Kunst. Das Kunstmuseum Wolfsburg zeigt Fotografie des Neuen Sehens der Zwanziger Jahre, http://www.text-der-stadt.de/Real_Surreal_2014.html.[[/li]] [[li]]Solveig Grothe: Heimlich über Berlin, in: Spiegel online, 28.12.2011, https://www.spiegel.de/geschichte/nachkriegsluftbilder-heimlich-ueber-berlin-a-949460.html.[[/li]] [[li]] Petra Holtmann: Keine „Faulen“ mehr, sondern 28 Fleißige aus Hagen. Handweberei Hohenhagen – von Hagen nach Bremen. Teil 1 Die Hagener Jahre, in: HagenBuch 2010, Hagen 2010, S. 155-161.[[/li]] [[li]]Photographische Perspektiven aus den 20er Jahren. Aus dem Bestand des Museums für Kunst und Gewerbe Hamburg (Digitales Informationssystem für Kunst und Sozialgeschichte (DISKUS): CD-ROM-Edition), München, Saur, 1995.[[/li]] [[li]]Made in Germany. Die GDL-Fotografen 1919-1979, Ausstellungskatalog. Fotomuseum des Münchener Stadtmuseums, November 1979 bis Februar 1980. Frankfurt 1979, S. 208-211. [Hier für Gremmler fälschlich 1948-1949 als Mitgliedszeit in der GDL angegeben].[[/li]] [[li]]Traugott Schalcher: Romantik der Seefischerei, in: Photographik, Juli 1939, o.S. [Besprechung von „Männer am Netz“].[[/li]] [[li]]Carl Ulrich: Photoausstellung im Landesmuseum, in: Oldenburger Staatszeitung, 15.5.1937.[[/li]] [[li]]Max Bahls: Photo-Ausstellung im Landesmuseum, in: Nachrichten für Stadt und Land, 14.6.1937, 3. Beilage.[[/li]] [[li]]Führer durch die Reichsausstellung Frau und Volk, Düsseldorf, 11. Mai bis 12. Juni 1935, veranstaltet vom Institut für Deutsche Wirtschaftspropaganda e.V. Berlin, hg. von NS-Frauenschaft und Deutsches Frauenwerk, 1935.[[/li]] [[/ul]]Quellen[[ul]] [[li]]Tomas Gremmler an Peter Gautel: Biografie-Fragmente meines Vaters, 26.8.2014, Fotokopie eines 3seitigen Kurzmanuskripts auf A6-Notizblock, Deutsche Fotothek, Nachlass Gremmler.[[/li]] [[li]]Taufregister, Evangelisches Kirchenbuchamt Hannover; Filmnummer: 185040; Seitennummer: 171; StadtA H Hannover Standesamt I 7945-132/1909. [[/li]] [[li]]Staatsarchiv Bremen, 4,82/1 (Verwaltungspolizei, Einwohnermeldekartei, erste Schicht). [[/li]] [[li]]Staatsarchiv Bremen, Passagierlisten, AIII15-20.12.1938-2_N, Blatt 10. [[/li]] [[li]]Antrag zur Bearbeitung der Aufnahme als Mitglied der Reichsschrifttumskammer, Gruppe Schriftsteller, 08.06.1941, Bundesarchiv Berlin, R 9361 V 20125.[[/li]] [[li]]Briefwechsel mit Karl Theodor Gremmler, Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg, u.a. LMO-A34, LMO-A38.[[/li]] [[li]]Deutsches Bundesarchiv, Berlin, Kartei der Verlust- und Grabmeldungen gefallener deutscher Soldaten 1939-1945 (-1948), Bundesarchiv B 563-2 Kartei. [[/li]] [[/ul]]


    Urheber Metadaten: SLUB/ConArt - Contemporary Artists (Jens Bove), Bildrechte: Public Domain

    Permalink:

    http://www.deutschefotothek.de/documents/kue/70049288

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