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    Sieger, Eduard

     

    Werkstatt-Datensatz 16303581

    gegründet 1820
    Österreich, 1820-3000

    Ein überaus wichtiges Unternehmen ist jenes des Steindruckers EDUARD SIEGER. (...) Ab 1843 bzw. 1845 übernahm er Trentsenskys lithographische Anstalt und nannte das Unternehmen nunmehr LITHOGRAPHISCHE ANSTALT VON EDUARD SIEGER. Sieger druckte seit etwa 1870 auch lithographische Werbeplakate; eine Eigenwerbung ist bei Mascha abgebildet (Abb. 8). Viele der durch Sieger ausgeführten Plakate wurden von Franz Gerasch entworfen. Man druckte auch sehr große Formate (bis zu drei Meter Länge) von entsprechend dimensionierten Zinkplatten. (...) Die Firma Sieger beschickte u.a. die Münchner Industrie-Ausstellung von 1854. Der Maschinenbestand der Steindruckerei umfaßte damals 1 Schnell- und 22 Handpressen. (...) Als Eduard Sieger 1876 starb, übernahm sein Sohn EDUARD D.J. das Papiergeschäft, der zweite Sohn ROBERT Buch- und Steindruckerei. Man pflegte Akzidenz-, Plakat- und Blechdruck. Edlere Produkte lieferte der Farbenlichtdruck. Eine besondere Spezialität des Hauses Sieger waren gedruckte Holz-Intarsien-Imitationen und Elfenbein-Imitationen (Ivorit). (...) 1902 starb Eduard, 1904 Robert. 1906 ihr Bruder und stiller Teilhaber Moritz Sieger. Roberts gleichnamiger Sohn machte sich übrigens als Universitätsprofessor einen Namen; sein zweiter Sohn Ernst war in der Druckerei tätig, die bis 1911 als Witwenfortbetrieb lief. 1910 kaufte der Industrielle HERMANN PRINZHORN, aus Deutschland, zusammen mit seinem Sohn Hermann Prinzhorn d.J., damals Direktor der böhmischen Papierfabriken der Elbemühl AG, die Firma Sieger an und führte sie zusammen mit angehörigen der Familie Sieger und dem Geschäftsführer Adolf Hamburger als OHG. Auf der BUGRA 1914 FIRMIERTE DAS Unternehmen als EDUARD SIEGER, K.K. PRIV. LITHOGRAPHISCHE ANSTALT, BUCHDRUCKEREI, LICHTDRUCKANSTALT, PAPIERHANDLUNG UND VERLAG; ausgestellt wurden Akzidenzen, Plakate, Abziehbilder, transparente Affichen, Ansichtskarten und Kalender. (Durstmüller 1985, Band 2, S. 214, )
    Die Firma Sieger schuf als erste künstlerisch anspruchsvolle Plakate; für die größeren Formate verwendtete sie schon in den siebziger Jahren die Zinkplatte anstelle des Steines. (Durstmüller, Band 3, S. 97, )


    Literature:
    • Durstmüller 1985, Band 3, S. 97

    Urheber Metadaten: Österreichische Nationalbibliothek Wien

    Permalink:

    http://www.deutschefotothek.de/documents/wer/16303581

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