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    Wall, Alfred

     

    Werkstatt-Datensatz 16303575

    gegründet 1868 in Graz
    Österreich, 1868-3000

    Hatte die eine der beiden Firmen Matthey also indirekt ein betrübliches Ende gefunden, so ist von der anderen, der CHROMO-LITHOGRAPHISCHEN KUNSTANSTALT, ETIKETTENFABRIK UND STEINDRUCKEREI AUGUST MATTHEY, Erfreuliches zu berichten. Im Jahr 1917 erwarb der Apotheker Alfred Wall die Firma, die nun bald als ALFRED WALL, GRAPHISCHER GROSSBETRIEB an die 400 Mitarbeiter zählte. Schon in den zwanziger Jahren führte man neben dem Steindruck das Offsetverfahren und die Reproduktionsphotographie ein und erzeugte nun Etiketten, Plakate, Wertpapiere und Ansichtskarten, zeitweilig auch Abziehbilder, vor allem aber Faltschachteln und Kartonagen aller Art. Eine Geschäftsstelle und ein Exportbüro in Wien sorgten für Kontakte. 1931/32 meldete man 5 Bogenoffset- und 9 Flachformmaschinen, 1971 7 Offsetmaschinen. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges war mit 60 Mitarbeitern ein Tiefstand erreicht. Infolge Ablebens des Seniorchefs am 3. Jänner 1944 mußte die Firma vorläufig als ALFRED WALLS ERBEN weitergeführt werden, wurde aber am 1. April 1944 endgültig durch den Sohn (Alfred Wall II.) übernommen. Immerhin verzeichnete man Ende 1946 bereits wieder 110 Beschäftigte und hatte 5 Steindruckpressen, 5 Einfarben-Offsetmaschinen, 3 Zweifarben-Offsetmaschinen und zahlreiche Spezial- und Hilfsmaschinen. Man legte nun besonderes Gewicht auf den großformatigen Offsetdruck, z.B. für Plakate, und die Faltschachtelherstellung. 1950 konnte die Belegschaft auf 150, 1954 auf 200 Personen gesteigert werden. 1960 wurde zusätzlich der Rotations-Kupfertiefdruck eingeführt. Zwei Jahre später meldete man 300 Beschäftigte, 17 Druck- und 150 Papier- und Kartonkonfektionsmaschinen. 1963 betrugen die entsprechenden Zahlen 360, 19 und 170. Ab 1966 errichtete man ein neues Werksgebäude, das Werk II am Stadtrand (Grillweg) und verlegte allmählich die gesamte Produktion dorthin. Man erzeugt und bedruckt Verpackungen, Flachbeutel und Faltschachteln aller Art, auch unter Verwendung von Zellglas- und Alu-Folien, und stellt Werbedrucksorten, Kunstdrucke und Ettiketten her - geprägt, kalandriert, lackiert oder kaschiert; alle Druckverfahren - neuerdings auch Siebdruck - werden verwendet. 1967 liefen u. a. 2 Sechsfarben-Offsetmaschinen. Zwischen 1967, 1973 und 1976 steigerte sich die Beschäftigtenzahl auf 500 bzw. 680 bzw. 720, womit der Höhepunkt überschritten war; denn 1982/83 fand man mit 500 das Auslangen. Nach einer umfassenden Modernisierung und Rationalisierung verfügt man insgesamt über ein elektronisches Bildverarbeitungssystem für die Reproduktion von Verpackungsentwürfen, eine vollintegrierte Zylinderherstellung und -gravur, 32 Offsetdruckwerke, 5 Stanzautomaten, Bogentiefdruck und Siebdruck für besondere Veredelungsarten, 2 Tiefdruck-Rotationsmaschinen mit 8 bzw. 10 Druckwerken und ein elektronisches System zur Konstruktion von Verpackungszuschnitten. Der Betrieb lief noch 1982 in zwei selbständigen Werksanlagen, wird aber in den nächsten Jahren in einer konzentriert. 1982 starb Alfred Wall (II.), und in der Folge übernahmen seine Söhne, Mag. Alfred Wall (III.) und Dr. Georg Wall das Unternehmen. Eine Tiefdruckzylinder-Herstellungsabteilung sorgt derzeit nicht nur für den eigenen, sondern auch für fremden Bedarf. Die und die Reproduktionsabteilung wurden rechtlich ausgegliedert und operieren selbständig innerhalb der 1987 gegründeten ALFRED WALL AG (...) . Neben dem Produktionsbetrieb verdient die systematisch angelegte und durch Prof. Fritz Krainz mit Liebe und Sachkenntnis betreute Sammlung firmeneigener Druck-Erzeugnisse besondere Beachtung. Es finden sich darin alte Autographien aus der Zeit von August Matthey ebenso wie moderne Meisterplakate, aber auch hervorragende Erzeugnisse des geschäftlichen Alltags. (Durstmüller, S. 514, )


    Literature:
    • Durstmüller 1985, Band 3, S. 514

    Urheber Metadaten: Österreichische Nationalbibliothek Wien

    Permalink:

    http://www.deutschefotothek.de/documents/wer/16303575

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