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    Stich, Rudolf

    Künstler-Datensatz 90073916


    Alternative Namensform: Stich, Rudolf Hermann Emil

    * 1879.07.20 in Berlin, † 1929.07.09 in Dresden-Hellerau

    Tätig in Berlin & Dresden

    Amateurfotograf, Kupferstecher, Topograf


    Nachweisland: Deutschland

    Schlagwörter: Fotografie- photography

    Portfolios[[p]] [[a href="http://www.deutschefotothek.de/gallery/freitext/%22stich%2C+rudolf%22"]]Alle Aufnahmen von Rudolf Stich[[/a]] [[/p]]Bestand in der Deutschen Fotothek[[p]]Der Bestand an Aufnahmen des Amateurfotografen Rudolf Stich in der Deutschen Fotothek wurde 2017 vom Bürgerverein Hellerau e. V. übernommen. Er umfasst 300 Negative aus der Zeit von 1906-1920. Es handelt sich mehrheitlich um Glasnegative in den Formaten 9 x 12 und 10 x 15 cm sowie um 90 Kunststoffnegative im Mittelformat. Das Konvolut ist der bekannte, erhaltene Teil des ursprünglich wohl deutlich umfangreicheren Gesamtbestandes.[[/p]]Biografisches[[p]]Rudolf Stich wird am 20. Juli 1879 als Kind des Schlossermeisters Emil Stich und seiner Ehefrau Berta in Berlin geboren. 1894-1898 absolviert er eine Lehre als Kupferstecher beim Hofgraveur Karl Voigt in Berlin. An die Ausbildung schließt sich ein dreijähriger Militärdienst im Garde-Schützen-Bataillon in Berlin Groß-Lichterfelde an. 1908 heiratet Stich Elisabeth Maria Luisa Dupont aus Brügge, die er während ihres Aufenthalts als Au-pair in Berlin kennenlernt. Das Ehepaar lebt zunächst in Berlin-Mariendorf und bereist bis zur Geburt des ersten Kindes im April 1909 vor allem französischsprachige Länder und Regionen in Europa, wie Belgien, Frankreich und die Schweiz. Die Reiseziele werden von Rudolf Stich fotografisch dokumentiert. Im Sommer 1909 zieht die Familie von Berlin nach Dresden um. Stich hat eine Anstellung im „Königlichen Ministerium des Krieges, Königlicher Generalstab, Kommando der Pioniere, Abteilung für Landesaufnahme des Generalstabes“ erhalten. Als gelernter Kupferstecher ist er für die Herstellung von Militärkarten zuständig. Sein Arbeitsplatz ist in der Albertstadt in der Pionierkaserne Ecke Königsbrücker Straße und Stauffenbergallee. Die erste Wohnung der Stichs liegt in der Manteuffelstraße 6 im 3. Stock eines Mietshauses direkt an der Elbe in Dresden-Johannstadt. 1912 mietet Familie ein gerade neu erbautes Haus in der Gartenstadt Hellerau, Kurzer Weg 1. Dort werden im November 1913 und im Mai 1915 die Söhne Hans und Kurt geboren. Die Kinder und auch das neue Haus sind bevorzugte Fotomotive Rudolf Stichs. Der 1. Weltkrieg ist bereits in einem Stellungskrieg festgefahren, als Rudolf zur „Landaufnahme“ an die Westfront versetzt wird. Bei seiner Arbeit hat er zwar keinen unmittelbaren Kontakt zum Kriegsgeschehen, aber die in seinen Karten erfassten Gebiete liegen kurz hinter der Frontlinie von Verdun. Das Grauen dieses Krieges bleibt ihm nicht erspart. Diese Erfahrungen führen nach Aussagen seiner Frau später zu psychischen Problemen und Wahnvorstellungen. 1922 erwirbt das Ehepaar Stich eine Doppelhaushälfte in einem Neubau in Hellerau und zieht ins Eigenheim auf den Heideweg 9. Kurz nach seiner Ernennung zum „Technischen Obersekretär“ im Mai 1929 stirbt Rudolf Stich am 9. Juli 1929 in Hellerau im Alter von 49 Jahren durch Suizid. Seine Witwe wird später die Überzeugung äußern, dass sein Tod einer psychischen Erkrankung als Kriegsfolge geschuldet sei. Das Haus Heideweg 9 wird 1929/30 verkauft. Elisabeth geht mit ihren 3 Kindern zurück nach Ensival /Vervier in Belgien, wo sie zunächst bei Verwandten unterkommen. Sie stirbt 1956 in Ingelheim.[[/p]]

     
    GND-Normdaten

    Urheber Metadaten: Deutsche Fotothek (Rohrmüller, Marc & Gröger, Wolfgang)

    Permalink:

    http://www.deutschefotothek.de/documents/kue/90073916

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