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    Nosko, Eugen

    Künstler-Datensatz 90020080


    * 1938.10.15 in St. Martin

    Fotograf


    Nachweisland: Deutsche Demokratische Republik

    Schlagwörter: Deutsche Fotothek, Fotografie- photography

    Portfolios[[p]] [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Portfolio-Nosko-Arzneimittelwerk-Dresden"]]Arzneimittelwerk Dresden[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Portfolio-Nosko-Borthen"]]Kooperationsverband "elbeobst dresden"[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Portfolio-Nosko-Hermsdorf"]]Keramische Werke Hermsdorf[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Portfolio-Nosko-KMS"]]Wohnungsbaukombinat Wilhelm Pieck Karl-Marx-Stadt[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Portfolio-Nosko-Lauchhammerwerk"]]Lauchhammerwerk[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Portfolio-Nosko-Riesa"]]Rohrkombinat Stahl- und Walzwerk Karl Marx Riesa[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=fotografen&desc=%22Nosko, Eugen%22"]]Alle Aufnahmen von Eugen Nosko[[/a]] [[/p]]"Besonderes wird im Alltäglichen entdeckt"[[p]]Eugen Nosko, geboren am 15. Oktober 1938 in St. Martin, arbeitete seit 1964 als freiberuflicher Industriefotograf, von 1967 bis 1984 im Auftrag von volkseigenen Betrieben und Kombinaten der DDR. [[/p]] [[p]]Das Grundthema seiner Aufnahmetätigkeit bildeten Mensch und Technik im Industriealltag der DDR. Sowohl auf Übersichts- als auch auf Detailansichten hielt er insbesondere Produktionsprozesse, Arbeitsabläufe und Milieu der Industrie im einstigen "Arbeiter- und Bauernstaat" fest, wobei er sich stets mit den Mitteln der Farbfotografie artikulierte. Dynamische Objekte fotografierte der Bildchronist dabei "aus der Hand" mithilfe einer Pentacon Six und einer eigens für ihn entwickelten portablen, batteriebetriebenen Blitzlichtanlage mit drahtlos zu zündenden Leuchten. Mit herkömmlichen Blitzlichtgeräten oder Dauerlichtquellen wäre das Erstellen von Aktionsfotos unter erschwerten Aufnahmebedingungen, wie sie z. B. in Berg- oder Walzwerken herrschen, kaum denkbar gewesen. Zugleich nutzte Eugen Nosko diese Kamera auch für die Darstellung statischer Objekte. Ein weiterer, unentbehrlicher Bestandteil seiner Fotoausrüstung war eine Linhof Kardan Color, ein Modell aus westdeutscher Produktion. [[br /]] Die repräsentativsten und bildwirksamsten Fotografien wurden zum Zweck der Berufswerbung und -ausbildung in Broschüren bzw. auf Handzetteln veröffentlicht. Parallel zu seiner fotografischen Tätigkeit verfasste Eugen Nosko als Autor den Text für viele dieser Publikationen, in denen man naturgemäß darauf bedacht war, ein möglichst starkes Bild vom Sozialismus zu erzeugen, dessen Produktivität sowie die Qualität seiner Betriebe und Produkte nach außen und innen im Sinne der Staatsideologie zu vermitteln. [[br /]] Entstanden ist weit mehr, nämlich eine repräsentative Dokumentation der Industrieproduktion in der DDR, ein "Dokument für den arbeitenden Menschen in der Industrie" (Nosko). Schwerpunkte sind Bergbau und Metallurgie, Anlagen- und Maschinenbau, holz- und metallverarbeitende Industrie sowie Bauwesen. Im Mittelpunkt stehen, auftragsgemäß, "Berufe im Bild". Darüber hinaus dokumentiert sind technische Anlagen und technologische Prozesse in zahlreichen Betrieben, die - wenn am Markt überhaupt noch vertreten - mit ihren Arbeitsplätzen und Maschinenparks so heute kaum noch vorzufinden sind. [[br /]] 1985 siedelte Eugen Nosko in die Bundesrepublik Deutschland über, wo er seine Tätigkeit als Industriefotograf für etwa 15 Jahre fortsetzte. Heute lebt er gemeinsam mit seiner Frau wieder in seiner Heimatstadt Dresden. [[/p]] [[p]] Jasmin Kossmann [[/p]] [[p]] Die Auswahlpräsentation zum Archiv Eugen Nosko ist im Sommer 2007 im Rahmen eines studienbegleitenden Praktikums erstellt worden. Betreuer: Klaus-Dieter Bernstein.[[br /]] Die Retrokonversion der Bestandsgliederung besorgte Stephan Ostmann, ebenfalls im Rahmen eines Praktikums. [[/p]] [[p class="legend"]] © SLUB/Deutsche Fotothek 2007 [[/p]]Bestand[[p][[strong]]Umfang[[/strong]][[p]] [[p]]Im Jahr 1998 erwarb die Deutsche Fotothek ca. 11.200 Aufnahmen aus dem Werk Eugen Noskos, die er unter dem Titel "Fotodokumentation der DDR von 1967 bis 1984" zusammengestellt hatte. Diese Sammlung besteht aus den Archiven "Industrieproduktion der DDR von 1967 bis 1984" und "Stadtansichten der DDR von 1967 bis 1983". [[br /]] Nosko selbst hat seine Aufnahmen nach auftraggebenden Betrieben sowie anhand der Kategorien Berufsausbildung, Ausbildungsberufe, Lebensbedingungen, Werkansichten und Produkte bzw. nach Orten sortiert. [[br /]] Das Archiv "Industrieproduktion der DDR von 1967 bis 1984" umfasst neben 7.769 Colordiapositiven, die fast ausschließlich im Format 6x6 cm, aber auch in den Größen 6x9 cm, 9x12 cm sowie 13x18 cm aufgenommen wurden, auch knapp 2.400 Colornegative (6x6, 6x9, 9x12 und 13x18). [[br /]] Das Bildarchiv "Stadtansichten der DDR von 1967 bis 1983" besteht aus 394 Colordiapositiven und 637 Colornegativen (6x6, 6x9, 9x12 und 13x18). [[br /]] Zu den Fotodokumenten gehört ein Konvolut aus 40 Drucksachen wie Broschüren, Handzetteln und Plakaten, in denen ein Teil der Motive veröffentlicht worden war. [[/p]] [[p]][[strong]]Thema[[/strong]][[/p]] [[p]] Im Mittelpunkt des Archivs "Industrieproduktion der DDR von 1967 bis 1984" steht der arbeitende Mensch, oder, wie es Nosko ausdrückt, die "Arbeit als sinngebende Tätigkeit des Menschen". [[br /]] Mit dem Anspruch auf Komplexität erkundete Eugen Nosko die unterschiedlichsten Bereiche der Arbeitswelt. Das Ergebnis sind zahlreiche Bilddokumente, die dem Betrachter 102 Ausbildungsberufe in 119 Betrieben der ehemaligen DDR visuell einprägsam vorstellen – angefangen bei A wie Ausbaumaurer bis hin zu Z wie Zimmerer. [[br /]] Schwerpunkte bilden dabei Branchen, die volkswirtschaftlich bedeutsam waren: Bauwesen, Bergbau und Metallurgie, Anlagen- und Maschinenbau, Glas- und Keramikindustrie sowie chemische und metallverarbeitende Industrie. Des Weiteren enstand eine umfangreiche Serie über die Deutsche Reichsbahn, welche insbesondere für die Verkehrswissenschaft von Interesse sein dürfte. [[br /]] Ferner werden die Weiterbildung von Facharbeitern sowie die Ausbildung von Lehrlingen, z. B. in Physik-, Chemie oder Sprachkabinetten, thematisiert. Auch gehören technische Anlagen und Maschinen, Ansichten von industriellen Bauten und Produktionsstätten sowie die Erzeugnisse der volkseigenen Betriebe und Kombinate zum Motivkreis. [[br /]] Die Aufnahmen zeigen jedoch nicht nur Menschen bei der Ausführung typischer Berufstätigkeiten, sondern auch ihre "Lebensbedingungen". Nosko dokumentierte kombinats- oder betriebseigene kulturelle, medizinische, soziale und sportliche Einrichtungen wie Arztstationen, Arbeitsgemeinschaften, Wohnbereiche, Betriebsferienheime und ähnliche sozialistische "Errungenschaften". [[/p]] [[p]] Das zweite Bildarchiv "Stadtansichten der DDR von 1967 bis 1983" knüpft an das erste thematisch unmittelbar an. Es enthält Aufnahmen zu 27 Orten (z. B. Berlin, Dresden, und Leipzig) und dokumentiert das städtebauliche Umfeld der volkseigenen Betriebe und Kombinate. [[/p]] [[p]][[strong]]Bedeutung[[/strong]][[/p]] [[p]]Im Zuge der politischen und wirtschaftlichen Wende in der DDR wurden die volkseigenen Betriebe und Kombinate entsprechend den Vorgaben des Treuhandgesetzes umstrukturiert oder aufgelöst. Eine Vielzahl der damaligen Arbeitsbereiche und Maschinenparks existieren nicht mehr, auch ist manch ein Ausbildungsberuf der ehemaligen DDR heute "ausgestorben". [[br /]] Bedauerlicherweise gingen mit der (Re-)privatisierung der Unternehmen auch betriebliche Fotoarchive verloren. [[br /]] Mit dem Ankauf der Industriefotografien Eugen Noskos konnte der Bestand der Deutschen Fotothek sinnvoll ergänzt und bereichert werden, denn die Aufnahmen Noskos sind überwiegend "belebt" und unterscheiden sich in diesem Aspekt vom übrigen technikgeschichtlichen Bestand der Deutschen Fotothek, deren hauseigene Fotografen eher eine denkmalpflegerisch motivierte Dokumentation von Industrieanlagen und Maschinerien betrieben hatten. [[br /]] Das fotografische Werk Eugen Noskos besitzt einen hohen, vielfach noch zu entdeckenden zeithistorischen Wert, da es Zeugnis über vergangene Arbeits- und Lebenswelten ablegt. Für die zukünftige technik- und wirtschaftsgeschitliche Forschung dürfte die Sammlung Eugen Nosko eine wahre Fundgrube darstellen.[[/p]] [[/p]]Literatur[[p]] [[ul]] [[li]][[a target="_blank" class="external" href="http://www.slub-dresden.de/ueber-uns/publikationen/publikationen-der-deutschen-fotothek/"]]Eugen Nosko. Industriefotografie 1972-1983[[/a]]. Sammlung Deutsche Fotothek, Band 2. Herausgegeben von Jens Bove. Dresden: edition Sächsische Zeitung 2010. [[/li]] [[li]]Frank Pawella: "Ich dokumentierte die Wirklichkeit". Mensch und Arbeit in der Industriefotografie Eugen Noskos, in: [[a target="_blank" class="external" href="http://www.slub-dresden.de/ueber-uns/publikationen/publikationen-der-deutschen-fotothek/"]]Bilder machen[[/a]]. Fotografie als Praxis. Ausstellungskatalog. Herausgegeben von Bertram Kaschek, Jürgen Müller und Wilfried Wiegand in Zusammenarbeit mit Jens Bove. Dresden: Universitätssammlungen Kunst+Technik in der ALTANAGalerie 2010, S. 83-92. [[/li]] [[/ul]] [[/p]]

     
    Porträt
    Bewahrende Institution
    GND-Normdaten

    Urheber Metadaten: SLUB/ConArt - Contemporary Artists (Thieme, Hans-Ulrich), Bildrechte: Deutsche Fotothek

    Permalink:

    http://www.deutschefotothek.de/documents/kue/90020080

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