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    Pisarek, Abraham

     

    Künstler-Datensatz 90011828

    * 1901.12.24 in Przedborz, † 1983.04.24 in Berlin

    Fotograf

    Nachweisland: Deutschland

    Keywords: Deutsche Fotothek, Fotografie- photography

    Portfolios[[p]] [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Portfolio-Pisarek-Biografisches"]]Bildnis[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Portfolio-Pisarek-Portraits"]]Portraits[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=Portfolio-Pisarek-Zeitgeschichte"]]Zeitgeschichte[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=fotografen&desc=%22Pisarek, Abraham%22"]]Alle Aufnahmen[[/a]] [[/p]]Abraham Pisarek[[p]]Als Sohn eines Rabbiners während des Nazi-Regimes mit Berufsverbot belegt, durfte der gelernte Elektromonteur und ab 1928 ausgebildete Fotograf nur noch für die bis 1941 erlaubte jüdische Presse arbeiten. Abraham Pisarek verdanken wir die einzigen Fotos vom Begräbnis Max Liebermanns am 12. Februar 1935. Der Pressefotograf, der durch Glücksumstände der Deportation entgangen war, wurde einer der wichtigsten Bildchronisten in der sowjetischen Besatzungszone und Ost-Berlins. Neben Dokumentationen politischer und kultureller Ereignisse schuf er Porträts vieler Persönlichkeiten. [[/p]] [[p]]Herausragend ist seine Bedeutung als Fotograf des Berliner Theaterlebens, dem er sich seit den 50er Jahren fast ausschließlich widmet. So verbirgt sich im Bestand innerhalb der Repertoirevielfalt manch spektakuläre Ur- oder Erstaufführung. Sein Werk mit etwa 100.000 Negativen ab 1945 konnte die Deutsche Fotothek 1982 übernehmen. Als eine der unschätzbaren Bilderchroniken zählt das Archiv neben denen von Fritz Eschen, Roger und Renate Rössing, Erich Höhne/Erich Pohl und Christian Borchert zu den umfangreichsten Erwerbungen der Fotothek und bleibt wie diese mit der überlieferten Nummerierung erhalten. [[/p]] [[p]]Die Kulturstiftung des Bundes hat 7 Millionen Euro für ein Programm zur Konservierung und Restaurierung von gefährdetem mobilem Kulturgut (KUR) zur Verfügung gestellt, das sie gemeinsam mit der Kulturstiftung der Länder durchführt. Im Rahmen eines solchen KUR-Projektes hat die Deutsche Fotothek von Mai 2008 bis April 2010 rund 111.000 Filmnegative gesichtert und publiziert, die die historische Situation in Berlin, Dresden und Leipzig nach 1945 dokumentieren und die politische, kulturelle und städtebauliche Entwicklung in den folgenden Jahren des Wandels und der Neuformierung deutscher Lebenswirklichkeit bis circa 1960 begleiten, darunter auch rund 55.000 Aufnahmen aus dem Nachlass Pisarek. [[/p]] [[p]]Kerstin Delang [[/p]] [[p]]© SLUB/Deutsche Fotothek 2007 [[/p]]Biografisches[[p]] Abraham Pisarek wurde am 24. Dezember 1901 in Przedborz (Kreis Konsk in Russisch Polen) als Sohn des jüdischen Kaufmanns Berek Pisarek und dessen Ehefrau Sura geboren. [[/p]] [[p]] Nach dem Besuch der Religionsschule und der Mittelschule in Lódz kam er 1918 nach Deutschland und arbeitete ein Jahr in einer Fabrik in Herne. Nebenbei nahm er Kurse in Illustrationsfotografie, der er sich später in Berlin beruflich ganz zuwendet. 1924 ging er nach Palästina und lebte dort als Chaluz bis 1927. Es folgte ein kurzer Aufenthalt in Frankreich, bevor sich Pisarek in Berlin freischaffend tätig niederließ und 1928 die Nichtjüdin Berta Isigkeit aus Leningrad heiratete. 1929 trat er dem Reichsverband der deutschen Presse bei. Seine Verbindungen zur KPD führten zur Zusammenarbeit mit John Heartfield sowie der Arbeiterfotografengruppe Berlin-Nord, die ihre Arbeit noch bis etwa 1938 illegal fortsetzte. Befreundet mit Max Liebermann, traf er in dessen Umkreis bedeutende Künstler und Literaten aus der Zeit der Weimarer Republik. [[/p]] [[p]] Pisareks Bilder wurden in der "Arbeiter-Illustrierten-Zeitung" und in der jüdischen Presse veröffentlicht. In der Zeit des Naziregimes durfte er ausschließlich im Bereich der Jüdischen Gemeinde arbeiten und war als einziger Fotograf für die fünf bis 1941 fortbestehenden jüdischen Zeitungen und für den "Jüdischen Kulturbund Berlins" – einer Alibi-Einrichtung der Nazis – zugelassen. Er beteiligte sich an der illegalen antifaschistischen Arbeit, wurde mehrmals verhaftet und zur Gestapo vorgeladen. Seine Kinder Georg und Ruth, 1929 in Berlin bzw. 1931 im estnischen Narva geboren und aus sogenannter "sternpflichtiger Mischehe" stammend, waren Repressalien ausgesetzt. Für die jüdische Familie erfolgte 1936 die Ausweisung aus der Reinickendorfer Wohnung und der Umzug in die Wohnung Oranienburger Straße 37, die am 19. Mai 1944 ausbrannte. Nach der Auflösung der jüdischen Organisationen arbeitslos, folgte der Zwangs-Arbeitseinsatz, u. a. als Dolmetscher für polnische und sowjetische Zwangsarbeiter. [[/p]] [[p]] Als einer der ersten Presse- und Theaterfotografen in der Sowjetischen Besatzungszone dokumentierte er den Wiederaufbau und das Kulturleben Berlins und hat so ein wertvolles Bildarchiv dieses Stückes Zeitgeschichte hinterlassen. Abraham Pisarek starb 82jährig am 24. April 1983 in Berlin (West). [[/p]]Literatur[[p]] [[ul]] [[li]] Brodnitz, Friedrich (Hrsg.): Gemeinschaftsarbeit der jüdischen Jugend. Aus der Arbeit des Reichsausschuss der Jüdischen Jugendverbände 1933-1936. Mit Fotografien von Arno Kikoler, Ernst Meyer und Abraham Pisarek. Berlin: Verlag Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland, 1937. [[/li]] [[li]] Selbstverfasster Lebenslauf, 1952. Typoskript. SLUB/Deutsche Fotothek. [[/li]] [[li]] Inge Unikower: Suche nach dem gelobten Land. Biographie. Berlin: Verlag der Nationen, 1978. [[/li]] [[li]] Kil, Wolfgang (Hrsg.): Hinterlassenschaft und Neubeginn. Fotografien von Dresden, Leipzig und Berlin in den Jahren nach 1945. Leipzig 1989. [[/li]] [[li]] Hüneke, Andreas (Hrsg.): Medium Fotografie. Leipzig 1979. [[/li]] [[li]] Abraham Pisarek verstorben. Kurzer Nachruf in: Kulturbund der DDR · Gesellschaft für Fotografie. Mitteilungsblatt 8/1983. [[/li]] [[li]] Reichhardt, Hans Joachim: ...raus aus den Trümmern. Vom Beginn des Wiederaufbaus 1945 in Berlin. Eine Ausstellung des Landesarchivs Berlin, 7. August - 30. Dezember 1987. Mit Fotografien von Carl Weinrother und Abraham Pisarek (Konzeption und Gestaltung: Gerd Müller). Berlin: Transit, 1987. [[/li]] [[li]] Rosenstrauch, Hazel (Hrsg.): Aus Nachbarn wurden Juden. Ausgrenzung und Selbstbehauptung 1933 – 1942. Mit Fotografien von Abraham Pisarek, Erinnerungen von Ruth Gross und Briefen der Familie Königsberg. Berlin: Transit, 1986. [[/li]] [[li]] Zeitbilder – Wegbereiter der Fotografie in der DDR. Fotoedition 11. Staatliche Kunstsammlungen Cottbus, 1990. [[/li]] [[li]] Schulleri, Fritz: Berliner Kindheit vor 50 Jahren. Mit Fotografien von Fritz Eschen und Abraham Pisarek. Wartberg-Verlag 2002. [[/li]] [[/ul]] [[/p]]Ausstellungen[[p]] [[ul]] [[li]] Ausstellung des Landesarchivs Berlin: „...raus aus den Trümmern. Vom Beginn des Wiederaufbaus 1945 in Berlin. Mit Fotografien von Carl Weinrother und Abraham Pisarek (Konzeption und Gestaltung: Gerd Müller). 07.08.-30.12.1987. [[/li]] [[li]] Cottbus, Staatliche Kunstsammlungen: "Zeitbilder – Wegbereiter der Fotografie in der DDR" (Gruppenaustellung). 16.06.-02.09.1990. [[/li]] [[li]] Erfurt, Galerie am Fischmarkt: "Zeitbilder – Wegbereiter der Fotografie in der DDR" (Gruppenaustellung). 23.01.-03.03.1991. [[/li]] [[/ul]] [[/p]]


    Urheber Metadaten: SLUB/ConArt - Contemporary Artists (Mösch, Katharina), Bildrechte: Deutsche Fotothek

    Permalink:

    http://www.deutschefotothek.de/documents/kue/90011828

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