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    Tüllmann, Abisag

     

    Künstler-Datensatz 70135068

    Alternative Namensform: Tüllmann, Ursula Eva

    * 1935.10.07 in Hagen, † 1996.09.24 in Frankfurt (Main)

    Tätig in Frankfurt (Main)

    Fotografin, Bildjournalistin

    Nachweisland: Deutschland

    Keywords: Fotografie- photography

    Portfolios[[p]] [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=fotografen&desc=%22Tüllmann, Abisag%22"]]Alle Aufnahmen[[/a]] [[/p]]Biografisches[[p]]Abisag Tüllmann wurde unter dem bürgerlichen Namen Ursula Eva Tüllmann in Hagen/Westfalen geboren und verbrachte ihre Schul- und Ausbildungszeit in Wuppertal. Sie volontierte bei verschiedenen Photographen, zunächst in Wuppertal, und ab Ende der 1950er Jahre in Frankfurt am Main bei dem Werbefotographen Dieter Jörs. In dieser Zeit bekam sie erste Aufträge von Frankfurter Zeitungen – der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Frankfurter Rundschau und der Frankfurter Neuen Presse. Seit Anfang der sechziger Jahre arbeitete Abisag Tüllmann als freiberufliche Bildjournalistin. Wichtig für sie war die kontinuierliche Zusammenarbeit mit der Zeitschrift Magnum (Köln) in den Jahren 1961 bis 1965 und die Aufträge von der Wochenzeitung Publik mit ihrer Beilage Publik visuell (Frankfurt am Main) von 1968 bis 1971. Ihre vielen Reisen, unter anderem nach Algerien, Zimbabwe, Südafrika, Tokio, Süd-Korea, Polen, Sambia, Libanon und vor allem nach Israel, in den siebziger und achtziger Jahren unternahm Abisag Tüllmann einerseits im Auftrag von Zeitschriften wie Zeit und Spiegel, andererseits auf eigene Initiative. [[/p]] [[p]]Seit 1964 arbeitete Abisag Tüllmann auch als Theaterphotographin. Sie dokumentierte Inszenierungen des innovativen Frankfurter Theaterfestivals Experimenta (ab 1966). Dort begegnete sie Claus Peymann, mit dem eine enge Zusammenarbeit entstand. Abisag Tüllmann fotografierte in den folgenden Jahren für die Schaubühne und das Schillertheater in Berlin, das Staatstheater Stuttgart, das Schauspielhaus Bochum, das Burgtheater Wien, das Théâtre de la Monnaie in Brüssel, das Théâtre de Vidy in Lausanne, das Schauspiel und die Oper Frankfurt und seit 1991 für die Salzburger Festspiele. Seit den 1970er Jahren übernahm Abisag Tüllmann Lehraufträge als Dozentin für Reportagefotografie der Gesamthochschule Kassel, der Universität Mainz, der Städelschule Frankfurt am Main, der Hochschule für Bildende Künste Hamburg, der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin und der Hochschule für Gestaltung in Offenbach. [[/p]] [[p]]Abisag Tüllmann gehört zu den großen Fotografinnen Deutschlands. Das Spektrum ihrer Arbeit war breit, sie wollte nicht auf ein Genre festgelegt werden. „Fotografieren heißt teilnehmen“, war einer ihrer Leitsätze. Ihr genauer und ruhiger Blick auf alltägliche Situationen wie auf große politische Ereignisse, auf Menschen im realen Leben oder auf der Bühne des Theaters ermöglichte ihr Fotos, die die Essenz eines Augenblicks aufscheinen lassen. Ihre bildjournalistischen Arbeiten beschrieb sie selbst als Sozialreportagen. Mit einer dokumentarischen und zugleich poetischen Art der Fotografie hat sie auch als Theaterfotografin neue Maßstäbe geschaffen. [[/p]] [[p]]Das theaterfotografische Werk der Fotografin befindet sich im Deutschen Theatermuseum in München, ihr bildjournalistische Gesamtwerk im Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz. [[/p]] [[p class=legend]]Quellen: N. N.: Abisag Tüllmann. Biographie o. D. [http://www.abisag-tuellmann-stiftung.de/bio.htm; letzter Aufruf am 28.06.2013]; N. N.: Tüllmann, Abisag. In: Frankfurter Hauptfriedhof o. D. [http://www.frankfurter-hauptfriedhof.de/namen-htm/tuellmann1935-1996.htm; letzter Aufruf am 28.06.2013]; Ulrike May: Betrifft: Abisag Tüllmann. Biografische Notizen. In: Martha Caspers (Hrsg.): Abisag Tüllmann 1935-1996. Bildreportagen und Theaterfotografie. Ausstellung im Historischen Museum Frankfurt. Hatje-Cantz, Ostfildern 2011, S. 243f. [[/p]]Publikationen (Auswahl)[[ul]] [[li]]Historisches Museum Frankfurt, Hrsg. von Caspers, Martha: Abisag Tüllmann : 1935–1996. Bildreportagen und Theaterfotografie. [anlässlich der Ausstellung Abisag Tüllmann. 1935–1996. Bildreportagen und Theaterfotografie. Historisches Museum Frankfurt, 24. November 2010 bis 27. März 2011, Museum für Fotografie, Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin, 17. Juni bis 18. September 2011]. Ostfildern: Hatje Cantz, 2010[[/li]] [[li]]Ammann, Jean-Christoph (Hrsg.) / Tüllmann, Abisag: Abisag Tüllmann. Photographien. [anlässlich der Präsentation des Werkes von Abisag Tüllmann im Museum für Moderne Kunst im Frühjahr 1995]. Frankfurt am Main: Museum für moderne Kunst, 1995[[/li]] [[li]]Tüllmann, Abisag: Bilder der Entschulung. „ich weiß noch, wie ich catman geworden bin“. Frankfurt am Main: Päd.-extra-Verlag, 1977[[/li]] [[li]]Decke, Bettina / Tüllmann, Abisag: Rhodesien. Unterdrückung und Widerstand in einer Siedlerkolonie. Frankfurt am Main: Edition Mega, 1974[[/li]] [[li]]Kirn, Richard / Tüllmann, Abisag: Großstadt. Frankfurt am Main: Societäts-Verlag, 1963[[/li]] [[/ul]]Ausstellungen[[ul]] [[li]]Abisag Tüllmann. 1935–1996. Bildreportagen und Theaterfotografie. Ausstellungen vom 24. November 2010 bis 27. März 2011 im Historischen Museum Frankfurt und vom 17. Juni bis 18. September 2011 im Museum für Fotografie. Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek[[/li]] [[li]]Joseph Beuys – Titus Andronicus/Iphigenie. 1996 im Goethe-Institut in New York[[/li]] [[li]]Abisag Tüllmann: Photographien. Präsentation des Werkes von Abisag Tüllmann im Museum für Moderne Kunst im Frühjahr 1995[[/li]] [[li]]Abisag Tüllmann – Zonder Onderdak. 1994 im Goethe-Institut in Rotterdam[[/li]] [[li]]Dantes Orte (Gruppenausstellung). 1994 in der Predigerkirche in Erfurt[[/li]] [[li]]Abisag Tüllmann – Ohne Obdach. 1994 in der Predigerkirche in Erfurt[[/li]] [[li]]Radikale Träumer. Fotos von Barbara Klemm und Abisag Tüllmann. 1993 Foyer im Römer, Frankfurt am Main[[/li]] [[li]]Quadriennale Prag. Internationale Ausstellung für Szenografie und Theaterarchitektur, Fotos der Faust-Inszenierung von Einar Schleef. 1991 in Prag[[/li]] [[li]]Kunst in Frankfurt – Photographie (Gruppenausstellung). 1989 im Frankfurter Kunstverein[[/li]] [[li]]Abisag Tüllmann. Frankfurt – Die 60er Jahre. 1988 in der Fotobuchhandlung Panoptikum, Frankfurt am Main[[/li]] [[li]]Fotos aus Südafrika. 1988 im Foyer des Nationaltheaters Mannheim[[/li]] [[li]]Abgesang an das Einzelbild (Gruppenausstellung). 1980 im Folkwang Museum, Essen[[/li]] [[li]]Bilder aus der Freien Schule Frankfurt. 1979 in der Werkstatt-Galerie, Frankfurt am Main[[/li]] [[li]]Theaterfotografie, 1978 in der Buchhandlung Wendelin Niedlich, Stuttgart[[/li]] [[li]]Das Theater in den Medien (Gruppenausstellung). 1976 im Kunstverein Hamburg[[/li]] [[li]]Beteiligung an der Weltausstellung der Photographie 1- 4, 1965–1977, Hamburg[[/li]] [[li]]Stadt-Städter. Ausstellung mit Elisabeth Niggemeier 1964 in der Göppinger Galerie, Frankfurt am Main[[/li]] [[/ul]]Illustratorische Beteiligungen[[ul]] [[li]]Beil, Hermann (Hrsg.) / Tüllmann, Abisag: Das Bochumer Ensemble. ein deutsches Stadttheater 1979–1986. Königstein: Athenäum, 1986[[/li]] [[li]]Goethe, Johann Wolfgang von / Beil, Hermann: Faust. Die Tragödie 1. und 2. Teil. Die Aufführung des Württembergischen Staatstheaters Stuttgart. Stuttgart: Belser, 1979[[/li]] [[li]]Wenzel, Axel (Hrsg.) / Tüllmann, Abigas: Frankfurt – Zerstörung, Terrot, Folter. Im Namen des Gesetzes. Frankfurt am Main: Megapress, 1974[[/li]] [[li]]Vestin, Frances / Tüllmann, Abisag: Alle Macht den Kindern. Berlin: Gerhardt, 1971[[/li]] [[li]]Brecht, Berthold / Canaris, Volker (Hrsg.): Die Mutter. Regiebuch der Schaubühnen-Inszenierung. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1971[[/li]] [[li]]Kulka, Erich: Frankfurtský proces : Reportáž z procesu s 22 osvetimskými zlocinci. Prag, 1964[[/li]] [[li]]Döry, Ludwig: Höchster Porzellan. Aus der Sammlung des Historischen Museums Frankfurt am Main. Ausstellungskatalog zur Ausstellung 29. Juni bis 13. Oktober 1963. Frankfurt am Main: Historisches Museum[[/li]] [[/ul]]Auszeichnungen[[ul]] [[li]]Reinhold-Kurth-Kunstpreis (1993)[[/li]] [[li]]Sibylla-Merian-Förderpreis des hessischen Ministeriums für Kunst (1994)[[/li]] [[/ul]]Dokumentarfilm[[ul]] [[li]]Claudia von Alemann: Die Frau mit der Kamera: Porträt der Fotografin Abisag Tüllmann. 80 Minuten, Deutschland 2011[[/li]] [[/ul]]


    Literature:
    • Heisse Brühe (1996), S. 106 (Signatur: AP 95700 H823)
    • Brennpunkt 1/2011, S. 35 (Signatur: Y. 4. 1455)
    • Photonews 12-1/2010-2011, S. 6 (Signatur: 19 2 00201)

    Urheber Metadaten: SLUB/ConArt - Contemporary Artists (Schmahl, Karolin)

    Permalink:

    http://www.deutschefotothek.de/documents/kue/70135068

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