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    Niesenberger, Hans

     

    Künstler-Datensatz 70096096

    Alternative Namensform: Hans von Gerz zu Weissenau

    * um 1520 in Steiermark, † 1493 in Freiburg im Breisgau

    Tätig 1471-1491 in Freiburg im Breisgau
    Tätig vor 1476 in Ravensburg
    Tätig 1483-1486 in Mailand
    Tätig 1487-1493 in Basel
    Tätig vor 1493 in Emmendingen

    Werkmeister, Steinmetz?, Baumeister

    Nachweisland: Deutschland, Italien
    Further information:

    Bemerkung: 1486 werden Teile seiner Familie urkundlich in Luzern belegt (Quelle: Bürgerrecht 1486).
    Bemerkung: In einer Urkunde wird 1486 ein Thomas als Sohn von Hans Niesenberger genannt (Quelle: Bürgerrecht 1486).
    Bemerkung: 1491 wird Valentin Heil als Schwiegersohn von Hans Niesenberger genannt (Quelle: Urfehde 1491).
    Bemerkung: Hans Niesenberger hatte einen gleichnamigen Sohn, der in Quellen von 1486 und 1491 erwähnt wird (Quelle: Bürgerrecht 1486; Urfehde 1491).
    Bemerkung: Holczer war Parlier während der Tätigkeit am Münsterchor. Er wurde bei der Urfehde 1491 mit zur Verantwortung gezogen (Quelle: Urfehde 1491).
    Bemerkung: Wirich war Parlier während der Tätigkeit in Basel an der Langhauserweiterung von St. Leonhard (Quelle: Verdingbrief Hans von Nußdorf 1496).
    Mitarbeit am Münster in Freiburg im Breisgau; 1471.09.21-1491.11.25. Niesenberger wird nach einer 100jährigen Baupause am Freiburger Münster mit der Fertigstellung des Chors beauftragt (Quelle: Verdingbrief 1471). Während seiner Tätigkeitszeit werden die Kapellenumfassungswände von der 9.-10. Steinlage bis zum Anfang der Wölbung bzw. bis zur Chorplattform gebaut. Ebenso entstehen die Binnenchorpfeiler bis auf eine Höhe zwischen Beginn der Arkadenwölbung und der Scheitelhöhe bzw. darauffolgendem Horizontalgesims (Literatur: Meckel 1936 S. 37 ff., Jacob S. 86 ff., Julier S. 133 ff.). Die Tätigkeit Niesenbergers endet mit der Urfehde vom 25.11.1491, nachdem eine Gutachterkommission Niesenbergers Arbeit als "unwercklicheit und ungestalt erkent" (Quelle: Urfehde 1491).
    Mitarbeit an Sankt Christina in Ravensburg; vor 1476. Durch einen Schuldschein an der Weih-Urkunde wird Niesenberger mit dem spätgotischen Chor in Verbindung gebracht (Quelle in Staatsanzeiger für Württemberg Nr. 198, 1893). Außerdem läßt seine Nennform "Meister in der Weissenau" auf Arbeiten im Umkreis des Klosters Weissenau schließen.
    Mitarbeit am Kaufhaus Lugstühle in Freiburg im Breisgau; nach 1479.06.06.. Niesenberger erhält den Auftrag zum Bau der 1823 zerstörten Lugstühle (Quelle: Vertrag 6.6.1479). Weitere Baunachrichten sind nicht bekannt. Einige Architektonische Details erschließen sich aus dem Vertrag. Eine Abbildung ist durch eine Lithographie von Quaglio überliefert (Literatur: Flamm 1912, S. 74).
    Mitarbeit am Dom in Mailand; 1483-1486. Durch Vermittlung der Straßburger Bauhütte erhält Niesenberger am 5.4.1483 einen Vertrag zum Bau der Domkuppel, der ihn mit umfangreichen Privilegien ausstattet (Quelle: Vertragsverhandlung für Mailand 1483). Seine Bauphase an der Kuppel kann heute nicht mehr nachgewiesen werden, da seine Arbeit wegen Baufehlern abgetragen werden mußte. Nach Kontroversen mit den Mailänder Bauherren muß er Mailand fluchtartig verlassen (Quelle: Siebenhüner 1944 S. 71 ff.).
    Mitarbeit an Sankt Leonhard in Basel; nach 1487-1493. Niesenberger war wohl an der spätgotischen Erweiterung des Langhauses beteiligt. Seine Arbeiten betreffen wahrscheinlich nur die Umfassungsmauern. Der Wölbungsbau dürfte einer späteren Bauphase zuzuschreiben sein. Belegt ist seine Tätigkeit durch die Verhandlungen für den Weiterbau mit seinem Sohn Hans (Quellen: siehe Rott 1936, S. 130) und seiner Erwähnung im Anstellungsvertrag des Hans von Nußdorf (Quelle: Verdingbrief Hans von Nußdorf 1496).
    Mitarbeit an der Evangelischen Pfarrkirche in Emmendingen; vor 1493. 1494 erhält Niesenbergers Sohn für die Arbeiten seines Vaters am Chor eine Vergütung, durch die dieser erst mit dem Bau in Verbindung gebracht werden kann (Literatur: Flamm 1912, S. 79).


    Literature:
    • Mone, Beiträge zur Kunstgeschichte des 10.-16. Jh., 1852, S. 17-34
    • Maurer, Kdm Basel-Stadt IV, 1961, S. 140-274 (Das Kloster und die Pfarrkirche St. Leonhard)
    • Rott, Kunstgeschichte 3 Oberrhein, 1938, Quellen, 1936
    • Schreiber, Münster zu Freiburg, 1826 & Zell, Baugeschichte des Münsters in Freiburg, 1877 & Burckhardt-Piguet, St. Leonhardskirche zu Basel, 1878 & Beck, Hans Niessenberger, 1893 & Stehlin, Basler Baumeister des 15. Jh., 1906 & Flamm, Hans Niesenberger von Graz, 1912 & Meckel, Chor des Münsters zu Freiburg, 1936 & Siebenhüner, Deutsche Künstler am Mailänder Dom, 1944 & Heideloff, Die Bauhütte des Mittelalters, 1948 & Julier, Spätgotische Baukunst am Oberrhein, 1978 & Jakob, Hans Niesenberger, 1981 Thieme Becker, Bd. 25

    Urheber Metadaten: Kunsthistorisches Institut der Universität Freiburg (Schneider, Christine)

    Permalink:

    http://www.deutschefotothek.de/documents/kue/70096096

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