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    Meister der Lyversberger Passion

     

    Künstler-Datensatz 70086120

    Alternative Namensform: Meister der Lyversberg Passion


    Tätig 1460-1490 in Köln

    Maler

    Nachweisland: Deutschland
    Further information:

    Biographiehinweis: Benannt nach den acht Passionstafeln des Wallraf-Richartz-Museums, Köln (WRM 143-150), die sich ehemals in der Sammlung Lyversberg in Köln befanden. Der Meister wurde auch unter den Namen "Meister der Lyversberger Passion", "Meister der Lyversberg'schen Passion" und "Meister der Lyversbergischen Passion" geführt, doch scheint uns die hier eingesetzte Bezeichnung am zutreffendsten. Der Meister wurde lange Zeit mit dem Meister des Marienlebens identifiziert, wobei man den Werkstattleiter des fiktiven Gesamtoeuvres, zu dem man auch WRM 136 -138, WRM 125 etc. zählte, einmal im Meister der Lyversberg-Passion (Wallraf-Richartz-Museum Bestandskataloge 1869 -1888), ein anderes Mal im Meister des Marienlebens (J. J. Merlo, Kölnische Künstler in alter und neuer Zeit, Düsseldorf 1895, 1154 ff.) sehen wollte. Von Aldenhoven (C. Aldenhoven, Geschichte der Kölner Malerschule, Lübeck 1902, S. 227 ff.) wurde der Meister der Lyversberg-Passion erstmals als eigene Künstlerpersönlichkeit mit einem aus dem Gesamtoeuvre gelösten Werkumfang erkannt und besprochen. Dieser Bestimmung folgte die kunstgeschichtliche Forschung mit Ausnahme Försters (O. H. Förster, Der Linzer Altar und die Frühwerke des Meisters des Marienaltars, in: WRJ, 3/4, 1926/27, S. 152 ff.). Zuletzt hat Schmidt (H. M. Schmidt, Der Meister des Marienlebens und sein Kreis, Düsseldorf 1978, S. 58 ff., 196 ff.) die Zuschreibungen kritisch geprüft und eine Neuordnung des Werkes vorgelegt. Der Meister der Lyversberg-Passion gehört zu jener Gruppe von Malern (vgl. auch Meister des Marienlebens - Meister der Georgslegende - Meister der Brunolegende), welche die nach der Lochnerzeit erstarrte Kölner Malerei durch niederländische Impulse neu belebten. Nach einer Schulung in den Niederlanden, wo er sich offensichtlich an Rogier van der Weyden und Dieric Bouts orientierte, muß er sich gegen 1460 in Köln niedergelassen haben. Bis gegen 1490 wird er hier eine eigene Werkstatt betrieben haben. Seine mit Realien angereicherte Erzählweise, seine Komposition gedrängter Gruppen und seine Raumgestaltung bestimmen seinen gut von anderen zeitgenössischen Meistern zu differenzierenden Stil. Freilich geben zahlreiche Berührungspunkte vor allem mit dem Stil des Meisters des Marienlebens noch keine endgültige Sicherheit über den Werkumfang. (FGZ, )


    Literature:
    • Thieme-Becker, Bd. 37, 1950
    • Köln WRM, Altkölner Malerei, 1990, S. 345f.

    Urheber Metadaten: Wallraf-Richartz-Museum Köln (TN)

    Permalink:

    http://www.deutschefotothek.de/documents/kue/70086120

    Comments:

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