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    Hoppe, Ingeborg

     

    Künstler-Datensatz 70059510

    * 1920 in Kassel, † 1983.10.04 in Stuttgart

    Fotografin

    Nachweisland: Deutschland

    Keywords: Fotografie- photography

    Portfolios[[p]] [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=fotografen&desc=%22Hoppe, Ingeborg%22"]]Alle Aufnahmen[[/a]] [[/p]]Bestand im Münchner Stadtmuseum[[p]]Seit 2006 befindet sich der Nachlass Ingeborg Hoppes im Besitz der Sammlung Fotografie des Münchner Stadtmuseums. Er umfasst ca. 640 Originalabzüge, acht Kontaktbücher, drei Ordner mit Negativmaterial sowie einige zeitgenössische Journale und Werbebroschüren mit Veröffentlichungen von Hoppes Aufnahmen. Neben ein paar wenigen Aufnahmen aus ihrer Studienzeit setzt sich der Nachlass vorwiegend aus Modeaufnahmen für diverse Modeunternehmen oder Auftraggeber der Bekleidungsbranche zusammen. Darüber hinaus sind zahlreiche Werbeaufnahmen unterschiedlicher Auftraggeber der Schmuck- und Nahrungsmittelbranche enthalten. Ergänzt wird der Nachlass mit Porträts berühmter Zeitgenossen, vorwiegend Politiker und Schauspieler, sowie einer Reihe Filmstills. Eine Vielzahl von Landschafts-, Architektur- und Reportageaufnahmen runden das fotografische Gesamtwerk Hoppes ab. [[br/]] 2012 erfolgte die Inventarisierung des Nachlasses, die im Rahmen einer Magisterarbeit an der Ludwig-Maximilians-Universität München zu einer wissenschaftlichen Aufarbeitung der Modeaufnahmen Hoppes führte. [[br/]]Des Weiteren befinden sich einige wenige Aufnahmen in der Sammlung F. C. Gundlach, Hamburg sowie im Privatbesitz der Angehörigen der Fotografin. [[/p]] [[p]]Das Archiv der Fotografen in der Deutschen Fotothek zeigt in Kooperation mit dem Münchner Stadtmuseum eine Auswahl von Reisefotografien. [[/p]]Fotographisches Werk[[p]]Nach Kriegsende bis etwa Mitte der Fünfzigerjahre legte Hoppe ihren Schwerpunkt auf Mode- und Werbeaufnahmen, die in zahlreichen zeitgenössischen Modejournalen und sonstigen Illustrierten sowie Tageszeitungen veröffentlicht wurden. Diese Aufnahmen zeugen nicht nur vom Wirtschaftswunder und der Konsumfreude Deutschlands in den Fünfzigerjahren, sondern auch von Hoppes Talent, sich bei ihren Aufnahmen an den unterschiedlichen Kundenschichten ihrer diversen Auftraggeber zu orientieren. Zu nennen wären hier u.a. das Modehaus Fischer in Stuttgart, die Schwäbische Damenkleiderfabrik Augsburg, Benger Ribana KG oder Schachenmayer Mann & Cie. Mitte der Fünfzigerjahre zog Hoppe sich zunehmend aus der kommerziellen Fotografie zurück und legte ihre fotografische Tätigkeit in diesem Bereich vorerst nieder, bis sie in den Sechzigerjahren kurzzeitig erneut als Mode- und Werbefotografin tätig war. [[/p]] [[p]] Zahlreiche Architektur- und Landschaftsaufnahmen Italiens und Dänemarks, Reportageaufnahmen, Stillleben und Filmstills sowie eine Vielzahl von Porträtaufnahmen zeitgenössischer Schauspieler, Politiker und anderer Berühmtheiten ergänzen Hoppes Lebenswerk auf vielseitige Weise und belegen, dass für die Stuttgarter Fotografin die Fotografie mehr als nur kommerzielles Gewerbe war. Mitte der Siebzigerjahre widmete sich Hoppe gänzlich der sardischen Megalithkultur, die sie mit ihrer Kamera über mehrere Jahre dokumentierte - Es war ihr letztes Projekt, das sie in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Giuseppa Tanda realisierte.[[br/]] Ingeborg Hoppe verstarb im Alter von 63 Jahren, am 4. Oktober 1983 in Stuttgart. [[/p]] [[p class="legend"]]Alexandra Schöfberger[[/p]]Biografisches[[p]]Die Fotografin Ingeborg Hoppe wurde 1920 als zweite Tochter von Dr. Ing. Otto Hoppe und der Jüdin Gretel Hoppe (geb. Feibusch) in Kassel geboren. Aufgrund ihrer jüdischen Abstammung und den damit verbundenen Schikanen des nationalsozialistischen Regimes brach Hoppe ihre schulische Ausbildung am Königin-Charlotte Gymnasium in Stuttgart vorzeitig mit Mittlerer Reife ab. Von November 1937 bis Ende des Sommersemesters 1938 besuchte sie die Staatliche Kunstgewerbeschule Stuttgart, an der sie für das Fach Gebrauchsgraphik eingeschrieben war. In den folgenden zwei Jahren setzte Hoppe ihre Ausbildung an der Bayerischen Staatslehranstalt für Lichtbildwesen fort und schloss diese 1940 mit bestandener Gesellenprüfung und hervorragenden Leistungen ab. Da die Meisterklasse in diesem Jahr aufgrund kriegsbedingt mangelnder Schülerzahl nicht zustande kam, bewarb Hoppe sich im Atelier von Urs Lang-Kurz (1909 Stuttgart – 1998 ebd.), Schwester der Fotografin Regina Relang, die zum damaligen Zeitpunkt eine anerkannte Werbe-, Mode- und Porträtfotografin im Stuttgarter Raum war. Obwohl sich Lang-Kurz der Risiken bewusst war, die die Einstellung einer "Halbjüdin" zur Folge haben konnten, beschäftigte sie Hoppe in den Jahren 1941-1944, bis das Atelier von Lang-Kurz von den Nationalsozialistischen zerstört wurde und beide Fotografinnen bis Kriegsende Zuflucht in Nördlingen im Ries fanden. Nach Kriegsende besaß Hoppe zunächst ein Atelier in der Heidehofstraße in Stuttgart, das sie bereits während der Kriegsjahre nutzte. 1947 legte sie ihre Meisterprüfung im photographischen Handwerk an der Handwerkskammer in Stuttgart ab. 1948 heiratete Ingeborg Hoppe den Rechtsanwalt Wolfgang Mangold, veröffentlichte jedoch ihre Fotografien aus kommerziellen Gründen weiterhin unter ihrem Mädchennamen. 1950 bezog sie ein Atelier in der Payerstraße, wo sie u.a. in den Jahren 1949-1950 den Fotografen F. C. Gundlach beschäftigte. [[/p]] [[p class="legend"]]Alexandra Schöfberger[[/p]]Literatur[[ul]] [[li]]Gläser, Artur: Die Frau Als Photografin. Zu den Bildern von Ingeborg Hoppe, Stuttgart, in: Kodak Aktiengesellschaft Berlin (Hg.): Photographik, Heft 31, April 1941, S. 1.[[/li]] [[li]]Hölscher, Eberhard: Ingeborg Hoppe – Lichtbilder, in: Gebrauchsgraphik. International Advertising Art. Monatsschrift zur Förderung künstlerischer Werbung, Nr. 11 (1942), S. 33-37.[[/li]] [[li]]Glasenapp, Jörn: Die deutsche Nachkriegsfotografie. Eine Mentalitätsgeschichte in Bildern, Paderborn 2008.[[/li]] [[li]]Kat. Ausst. L´Arte delle Domus de Janas nelle immagini di Ingeborg Mangold, Sassari Palazzo della Provincia 1985, Sassari 1985.[[/li]] [[li]]Moderegger, Johannes Christoph: Modefotografie in Deutschland 1929 – 1955, Norderstedt 2000.[[/li]] [[li]]Ulrich Pohlmann (Hg.): Lehrjahre Lichtjahre - die Münchner Fotoschule 1900 - 2000, Ausstellungskatalog, Fotomuseum im Münchner Stadtmuseum, 7. Juli - 24. September 2000, S. 262.[[/li]] [[li]]Schöfberger, Alexandra: Modeaufnahmen von Ingeborg Hoppe im Spiegel ihrer Zeit, München 2012 (unveröffentlichte Magisterarbeit, LMU München).[[/li]] [[/ul]]Ausstellungen[[ul]] [[li]]1983 Vom New Look zum Petticoat. Deutsche Modephotographie der Fünfziger Jahre, Galerie F.C. Gundlach, Hamburg[[/li]] [[li]]1985 L´Arte delle Domus de Janas nelle immagini di Ingeborg Mangold, Palazzo della Provincia, Sassari [[/li]] [[li]]2000 Lehrjahre, Lichtjahre. Die Münchner Fotoschule 1900-2000, Stadtmuseum München[[/li]] [[li]]2001 Frauenobjektiv. Fotografinnen 1940 bis 1950, Haus der Geschichte, Bonn[[/li]] [[/ul]]Bildveröffentlichungen[[ul]] [[li]]Constanze (1950-1953)[[/li]] [[li]]Die Schachenmayrin (1949-1956)[[/li]] [[li]]Elegante Welt (1950)[[/li]] [[li]]Figaro (Madame) (1952-1954)[[/li]] [[li]]Film und Frau (1951-1954)[[/li]] [[li]]Ihre Freundin (1953)[[/li]] [[li]]Rundschau für die Deutsche Damenschneiderei (1951-1953)[[/li]] [[li]]Stuttgarter Leben bzw. Gesellschaft und Leben (1949-1952)[[/li]] [[li]]Stuttgarter Illustrierte (1949)[[/li]] [[/ul]]


    Urheber Metadaten: SLUB/ConArt - Contemporary Artists (Thieme, Hans-Ulrich)

    Permalink:

    http://www.deutschefotothek.de/documents/kue/70059510

    Comments:

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