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    Hildebrand, Gustav

     

    Künstler-Datensatz 70057298

    * 1925.06.28 in Schlüchtern, † 2017.06.20 in Schlüchtern

    Fotograf, Journalist

    Nachweisland: Deutschland

    Keywords: Deutsche Fotothek, Fotografie- photography

    Portfolios[[p]] [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=fotografen&desc=%22Hildebrand, Gustav%22"]]Alle Aufnahmen[[/a]] [[/p]]Zum Bestand Gustav Hildebrand[[p]] Seit Juni 2009 gehört das umfangreiche Archiv des Bildjournalisten Gustav Hildebrand (*1925) zum Bestand der Deutschen Fotothek. Mit liebevoller Genauigkeit, viel Einfühlungsvermögen und großer Offenherzigkeit für alles Schöne, Skurrile und Interessante fotografierte Hildebrand über 50 Jahre lang Menschen, Orte und Ereignisse in der Bundesrepublik Deutschland und im Ausland. Dabei entstanden mehr als 800 Themen aus Kultur, Sport, Technik, Industrie, Wissenschaft und Politik, die der Fotothek nun in Form von Negativen, Dias und Papierabzügen zur Verfügung stehen.[[/p]] [[p]]Das Archiv beinhaltet das von Hildebrand für seine Bildreportagen verwendete Text- und Bildmaterial. Es ist thematisch und chronologisch in Themen-Dossiers geordnet. Neben einer großen Zahl von Farbdias, Kleinbild- und Mittelformat-Negativen, Papierabzügen in Farbe und Schwarz-Weiß sowie einigen Kontaktabzügen umfasst es in den jeweiligen Dossiers enthaltene Notizen, Manuskripte, Korrespondenzen und Belege. [[/p]] [[p]]Darüber hinaus gehören 199 mehrsprachige Ausgaben der Zeitschrift [[a class="external" target="_blank" href="http://www.magazine-deutschland.de"]]Scala International[[/a]], für die Hildebrand von 1965 bis 1990 tätig war, zu dem Bestand. Die meisten seiner Reportagen sind in der 25 jährigen Zusammenarbeit mit der Zeitschrift entstanden, die seit 1961 in fast 140 Ländern über die Kultur und Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland informierte. Damals vermutlich als deutsche Antwort auf das amerikanische Life Magazine zu verstehen, wird die Scala heute unter dem Titel "Deutschland" vertrieben.[[/p]] [[p]]Die Begeisterungsfähigkeit des freischaffenden Bildreporters spiegelt sich in der Bandbreite seiner zahlreichen, oft ganz unterschiedlichen [Themen] wieder, von denen er jedes einzelne mit offensichtlicher Hingabe und großem Aufwand bearbeitete. Hildebrands Texte sind ausführlich recherchiert und lebendig geschrieben, seine Fotografien zeugen von ästhetischem Feingefühl und hohem technischen Können. Die großformatige Bildreportage als Ziel vor Augen, versuchte Hildebrand seinen Bildern etwas Dynamisches und Künstlerisches zu verleihen, sei es durch Inszenierung, starke Kontraste oder außergewöhnliche Perspektiven. [[/p]] [[p]]Das Institut für Stadtgeschichte in Frankfurt am Main besitzt rund 60 Bildserien von Gustav Hildebrand zu Frankfurter Themen, weitere Serien mit Westfalen-Bezug finden sich im Archiv der Volkskundlichen Kommission für Westfalen in Münster. [[/p]] [[p class="legend"]]© Deusche Fotothek 2009, Julia Bärnighausen, Katrin Olhöft [[/p]]Biografisches[[p]]"Was hat mich veranlasst, diesen Beruf zu ergreifen? Da sind wohl drei Beweggründe zu nennen: Die Freude am Reisen, die Freude an der Begegnung mit außergewöhnlichen Menschen und die Freude am Dabeisein."[1][[/p]] [[p]]Dass der Bildjournalist Gustav Hildebrand, geboren 1925 im hessischen Schlüchtern, einmal eine erfolgreiche fotografische Laufbahn einschlagen würde, war keineswegs seit seiner Kindheit vorherbestimmt – auch nicht als er mit 14 Jahren seine erste Kamera geschenkt bekam. "Ich wollte Hochfrequenzingenieur werden", berichtet Hildebrand in seinem 1994 erschienenen Bildband "Begegnungen". Doch in den Schrecken des Zweiten Weltkrieges änderten sich diese Pläne: Als 17- Jähriger war Hildebrand einberufen worden; ab 1945 hatte er zwei Jahre in Amerikanischer Gefangenschaft verbracht. [[/p]] [[p]]Dennoch zeigte Hildebrand sich optimistisch: "Man lebte, man war jung und war bereit, einen Neuanfang zu wagen."[2] Sein Neuanfang war der Fotojournalismus. Eine EDINEX Kamera, Fahrradtouren als Amateur-Fotograf, die Handelsschule, autodidaktisches Lernen und ein improvisiertes Fotolabor – so begann der enthusiastische Jungreporter seine Laufbahn. Als Büroangestellter bei der in Frankfurt stationierten US-Army finanzierte er bis 1952 seine journalistischen Ambitionen.[[/p]] [[p]]Angeregt von vielgereisten und berühmten Vorbildern wie Wolfgang Weber oder Robert Seeger, setzte sich Hildebrand 1953 in seinen Fiat-Topolino und fuhr mit nur 70km/h, aber umso mehr Abenteuerlust nach Paris. Bei Regionalreportagen sollte es nicht bleiben: "Nein, ich wollte das alles überspringen, mir gleich die Welt erobern." [3] Durch eine zufällige Bekanntschaft gelang es ihm, Fotos in den bekannten Modehäusern Dior und Balmain zu machen, die allerdings nie veröffentlicht wurden.[[/p]] [[p]]Nach den ersten "großen Sprüngen" folgten Veröffentlichungen in diversen deutschen Illustrierten, die Agenturen wie Presse-Seeger und die dpa vermittelten. Von immerwährendem Fernweh getrieben, widmete sich Hildebrand ab 1963 zunehmend Auslandsreportagen in Holland, Frankreich, Italien und der Schweiz. Auf einer dieser Reisen verlobte er sich 1963 und heiratete kurz darauf. Inzwischen in vielen Redaktionen bekannt, entschied sich Hildebrand schließlich, seine Reportagen zukünftig selbstständig anzubieten und die Laborarbeit wieder aufzunehmen.[[/p]] [[p]]Hildebrands 25 jährige Tätigkeit für die Zeitschrift "Scala International", die über die Entwicklung der BRD im In- und Ausland informierte, begann 1965. Im Laufe dieser Zusammenarbeit entstanden zahlreiche Reportagen, die über Menschen, Ereignisse und Orte in Deutschland und im Ausland berichteten. "Es war mein berufliches Schicksal", so Hildebrand, "für eine relativ kurze Zeit, wie mit einem Spotlight, einem Schweinwerfer, in ein menschliches Leben, einen Industriebetrieb, ein Forschungsprojekt, ein Theaterereignis hineinzuleuchten." [4][[/p]] [[p]]Darüber hinaus schrieb und fotografierte er für andere Magazine wie die "Neue Illustrierte" und nahm eine Reihe von Aufträgen an. Dies tat er immer im Alleingang: "Es wäre mir schwergefallen, nur zu fotografieren oder nur zu schreiben, denn beides ist mir gleich wichtig. Die Reportage sollte allein mein Werk sein." [5] Ab 1990 stellte sich Hildebrand auf Feature-Stories im Ausland um, wobei sich der Schwerpunkt auf den Text verlagerte. Unter anderem entstanden Berichte über Istanbul, Moskau und Costa Rica, die in Tageszeitungen und Feuilletons veröffentlicht wurden.[[/p]] [[p]]Von Hildebrands Reportagen wurden einige zu Publikationen zusammengefasst oder ausgeweitet. So erschienen unter anderem eine Reihe von Landschafts- und Städtebüchern und der autobiografische Bildband "Begegnungen", in dem der Fotograf sein Zusammentreffen mit außergewöhnlichen Persönlichkeiten schildert. Außerdem veranstaltete Hildebrand eine Reihe von Vorträgen und Lesungen.[[/p]] [[p]]Seit 1956 ist Hildebrand Mitglied des deutschen Journalisten-Verbandes (DJV). Für seine Scala-Berichte wurde er 1980 zum ordentlichen Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) in Köln berufen. Im Jahr 2005 ehrte ihn seine Heimatstadt Schlüchtern, in der er bis heute mit seiner Frau lebt, mit dem Stadtsiegel. [[/p]] [[p class="legend"]]Anmerkungen:[[br/]] [1] Hildebrand, Gustav: Begegnungen. Fotografiert und Notiert, Hanau 1994. S. 10.[[br/]] [2] Hildebrand, G.: Begegnungen, S. 159.[[br/]] [3] Hildebrand, G.: Begegnungen, S. 154.[[br/]] [4] Hildebrand, G.: Begegnungen, S. 199.[[br/]] [5] Hildebrand, G.: Begegnungen, S. 10. [[/p]]Scala[[p]]Die Zeitschrift Scala ist von 1961 bis 1993 erschienen. Ab 1994 erschien als Nachfolger die Zeitschrift "Deutschland". [www.magazine-deutschland.de][[/p]] [[p]]Die Zeitung erschien seit 1961 monatlich im Frankfurter Societäts-Verlag in fast 140 Ländern der Erde mit Themen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur Technik, Sport etc. Sie wurde finanziell von der BRD getragen. Herausgeber war Werner Wirthle, die Redaktion setzte sich aus Gerhard Hofman u.a. zusammen. Die Jugendscala erschien offenbar nur vierteljährlich. Gelegentlich wurden mehrere Ausgaben zusammengefasst bzw. erschien nur alle zwei Monate ein Heft.[[/p]] [[p]]Ab 1974 wurde der Zusatz "International" auf dem Titelbild weggelassen. Bis einschließlich 1975 hat Scala großformatige Hefte produziert, ab 1976 nur noch im A4-Format. Es gab mehrmalige Designänderungen und ab der Oktoberausgabe von 1986 erschien das Heft in einem rot-weißen Layoutdesign im A4-Format. Die mehrsprachigen Ausgaben eines Heftes weichen gelegentlich voneinander ab. Manchmal finden sich Aufsätze und Fotografien Hildebrands nur im Deutschen nicht aber im Finnischen Heft.[[/p]] [[p]]Im Bestand beginnt die Themenliste in den 1950ern während die Scala-Hefte erst ab 1963 bzw. 1965 ansetzen. Hildebrand schrieb und/oder fotografierte für die deutschen, finnischen, englischen und spanischen Ausgaben der Scala, sowie die deutsche Jugendscala.[[/p]] [[p]]Durchgängig ist die Scala in folgenden Sprachen erschienen: Deutsch, Englisch, Französisch, Portugiesisch, Spanisch. Teilweise auch in Arabisch, Chinesisch, Indonesisch, Finnisch, Japanisch. [[/p]]Links[[p]] [[ul]] [[li]][[a class="external" target="_blank" href="http://www.gustavhildebrand.de"]]Homepage Gustav Hildebrand[[/a]][[/li]] [[li]][[a class="external" target="_blank" href="http://www.stadtgeschichte-ffm.de/index.html"]]Institut für Stadtgeschichte Frankfurt[[/a]][[/li]] [[li]][[a class="external" target="_blank" href="http://www.lwl.org/LWL/Kultur/VOKO/Archive_Bibliothek/Archivsuche"]]Volkskundliche Kommission für Westfalen Münster[[/a]][[/li]] [[li]][[a class="external" target="_blank" href="http://www.magazine-deutschland.de"]]Scala International, heute "Deutschland"[[/a]][[/li]] [[/ul]] [[/p]]Publikationen[[p]] [[ul]] [[li]]Gustav Hildebrand, F. Schaub: Bad Orb, Verlag des Verkehrsvereins[[/li]] [[li]]C. Gräter, Gustav Hildebrand: Odenwald und Bergstraße, H. Stürtz, Würzbg. 1982, ISBN 3800301830, 3. Auflage 1994[[/li]] [[li]]Gustav Hildebrand, L. Kramarczyk: Wetterau und Vogelsberg, H. Stürtz Würzburg, 1983, ISBN 3800301989[[/li]] [[li]]Gustav Hildebrand, L. Kramarczyk: Die Brüder Grimm. Lebenswege und Märchenwelt, H. Stürtz Würzburg, 1987, ISBN 3800302527[[/li]] [[li]]E. Mahlo, Gustav Hildebrand: Bad Kissingen, H. Stürtz Würzburg, 1989, ISBN 3800303027[[/li]] [[li]]Gustav Hildebrand, L. Kramarczyk: Des Reiches Strasse – Die Frankfurt-Leipziger Handelsstraße, 1990, ISBN 3803513340[[/li]] [[li]]Gustav Hildebrand: Begegnungen – fotografiert und notiert, CoCon-Verlag, Hanau (1994), ISBN 3928100246[[/li]] [[li]]Gustav Hildebrand: Mein Vater - der Vogelhändler. Ein Leben zwischen Kaiserreich und Bundesrepublik, CoCon-Verlag, Hanau 1999, ISBN 3928100734[[/li]] [[li]]Gustav Hildebrand: Unsere Schulzeit in den 50er Jahren, Wartberg (2001), ISBN 3831311854[[/li]] [[li]]S. Seidenfaden, Gustav Hildebrand: Frauen in Hessen, Wartberg (2002), ISBN 3831313113[[/li]] [[li]]Gustav Hildebrand: Kindheit und Jugend in Franken in den 50er Jahren, Wartberg 2002, ISBN 3831310556[[/li]] [[li]]Gustav Hildebrand: Schlüchtern – Bilder einer vergangenen Zeit, Sutton Verlag, 2005, ISBN 3897029065[[/li]] [[li]]Gustav Hildebrand: U-Bahn, Zeil und Wolkenkratzer, Sutton Verlag, 2007, ISBN 978-3-86680-150-9[[/li]] [[li]]Gustav Hildebrand: Bei uns im Revier, Sutton Verlag, 2007, ISBN 978-3-86680-217-9[[/li]] [[/ul]] [[/p]]


    Urheber Metadaten: SLUB/ConArt - Contemporary Artists (Thieme, Hans-Ulrich), Bildrechte: Deutsche Fotothek

    Permalink:

    http://www.deutschefotothek.de/documents/kue/70057298

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