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    Hennig, Albert

     

    Künstler-Datensatz 70055830

    * 1907.12.07 in Leipzig, † 1998.08.14 in Zwickau

    Maler, Fotograf

    Portfolios[[p]] [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=fotografen&desc=%22Hennig, Albert%22"]]Fotografie[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=freitext&desc=%22Hennig, Albert%22+Bauhaus"]]Bauhaus-Fotografie[[/a]] | [[a href="http://www.deutschefotothek.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery&index=personen_koerpers&desc=%22Hennig, Albert%22"]]Malerei[[/a]] [[/p]]Bestand in den Kunstsammlungen Zwickau[[p]] Der künstlerische Nachlass von Albert Hennig, bestehend aus 140 Zeichnungen, 2100 Skizzen und 20 Skizzenbüchern sowie ca. 180 Aquarellen, 70 Pastellen und Monotypien, aber auch Holzschnitten auf Papier und Stoff in vielen Varianten und Abzügen befindet sich seit 2008 in den Kunstsammlungen Zwickau. Ein Konvolut an Archivalien, Fotos, Katalogen, Zeitschriften, Einladungskarten, Rezensionen und wichtigen Dokumenten, wie Vorlesungsmitschriften und Zeugnissen aus der Bauhaus-Zeit Hennigs von 1932 bis 1933 und Briefe der Künstlerfreunde, zum Beispiel von seinem Bauhaus-Kommilitonen Carl Marx oder des Gersdorfer Malers Heinz Tetzner, ergänzen die Arbeiten aus dem Nachlass. [[/p]] [[p]] Ebenfalls in den Kunstsammlungen Zwickau befindet sich der fotografische Nachlass Hennigs. Dieser konnte 2011 in Kooperation der Kunstsammlungen und der Deutschen Fotothek digitalisiert werden. Es handelt sich um 22 Glasplatten, 295 Kleinbildnegative und 106 Vintage Prints, die online in der Bilddatenbank recherchiert werden können. [[/p]]Biografisches[[p]]Albert Hennig (geb. 7. Dezember 1907 im Leipziger Stadtteil Kleinzschocher; gest. 14. August 1998 in Zwickau) war ein deutscher Künstler aus der Bauhaus-Tradition, er wird der Gruppe „Die verschollene Generation“ zugerechnet. Albert Hennig wurde Arbeiterfamilie geboren, lernte Betonbauer, trat 1923 der Sozialistischen Arbeiterjugend (SAJ) und 1928 der SPD bei. 1929 arbeitslos geworden, begann er autodidaktisch mit einer Zeiss Ikonta 6x9 cm zu fotografieren. Er bewarb sich mit einer Reihe Aufnahmen beim Bauhaus in Dessau und wurde 1932 angenommen. [[/p]] [[p]] Seine Lehrer in Dessau und nach der Schließung durch die neugewählte reaktionäre Regierung Anhalts Mitte 1932 in Berlin waren: Josef Albers (Vorkurs), Walter Peterhans (Fotografie), Hinnerk Scheper, Joost Schmidt, Ludwig Mies van der Rohe, Wassily Kandinsky und Paul Klee. [[/p]] [[p]] Seine Fotoserie "Kinder der Straße" im Auftrag der sozialdemokratischen Kinderfreundebewegung wurde 1933 bei der Besetzung des SPD-Büros in Leipzig von den Nationalsozialisten zerstört. Er selbst wurde ab 1934 bis 1945 als Bauarbeiter dienstverpflichtet. Nach dem Krieg wurde er Gründungsmitglied der Gruppe "Bildender Künstler" im Kulturbund Zwickau. 1952 auf Grund von Differenzen mit der DDR-Kulturpolitik wurde er notgedrungen wieder Betonbauer bis 1972. Ab da widmete er sich ausschließlich der Malerei. [[/p]] [[p class="legend"]]Quelle: Wikipedia[[/p]]Albert Hennig als Fotograf[[p]]»Vor meiner Bauhauszeit sah ich in der Fotografie die einzige Möglichkeit meinem sozialen Anliegen Ausdruck zu verleihen. Durch das Studium am Bauhaus erwarb ich mir künstlerische Erkenntnisse, die für meine weitere Entwicklung bis zum heutigen Tag bestimmend sind.« (Albert Hennig, 1983) [1] [[/p]] [[p]]Von einem fotografischen »Werk« Hennigs im Sinne kontinuierlicher Beschäftigung zu sprechen, verbietet sich. Nach seinen Aufnahmen vom Ende der 1920er Jahre aus Leipzig und der kurzen Ausbildungsperiode am Bauhaus 1932/33, zuerst in Dessau und nach dessen Schließung im Mai 19322 in Berlin, hat er 1933 »mit dem Ende des Bauhauses auch aufgehört zu fotografieren und (…) nie mehr eine Aufnahme gemacht.« [3] [[/p]] [[p]]Seine etwa 450 Negative verbrannten bei einem Bombenangriff auf Leipzig 1943 und nur 44 überstanden aufgrund glücklicher Umstände den Naziterror und den Krieg. [4] Er hat sich selbst, er wurde und wird darum vor allem als Maler und Zeichner gesehen. Umso mehr und als er sie selbst im Rückblick den späteren Arbeiten als gleichwertig ansah, [5] kommt seinen Fotografien eine hohe Bedeutung zu: Sie markieren den Rollenwechsel aus der wie vorgezeichneten Lage eines proletarischen Jungen, gelernten Betonbauers, Mitglieds der Sozialistischen Arbeiterjugend (SAJ) seit 1923, der SPD seit 1928 und Arbeitslosen seit 19296 – zum Künstler, dessen Lebensentwurf er dann beharrlich und gegen Widerstände verfolgte. [7] [[/p]] [[p]]So betrachtet, sind die Fotografien treibender Teil dieser Richtungsentscheidung gewesen. Sie haben diese in ihrer Thematik und formalen Gestaltung ebenso wie in den Umständen ihrer Entstehung und Verwendung anschaulich formuliert und bezeugen sie fortdauernd mit ihrer ästhetischen Qualität. [[/p]] [[p class="legend"]]Quelle: Wolfgang Hesse: Das Auge des Arbeiters. Albert Hennig. Fotografien 1928-1933 (= Kunstsammlungen Zwickau (Hg.), Albert Hennig. Fotografien 1928-1933), Zwickau 2007 [[/p]] [[/p]] [[p class="legend"]]Anmerkungen: [[br/]] [1] Albert Hennig, in: Hans-Peter Schulz (Staatlicher Kunsthandel der DDR) (Hg.): Bauhaus 6. Teil I und II, Leipzig 1983, S. 20-25, hier S. 21. Dank an Petra Lewey für Vertrauen und Unterstützung. [[br/]] [2] Über das Bauhaus Dessau als Element sozialdemokratisch-liberaler Kulturpolitik v.a. Walter Scheiffele: bauhaus – junkers – sozialdemokratie. ein kraftfeld der moderne, Berlin 2003, hier v.a. das Kapitel »scheitern«, S. 198-214. [[br/]] [3] Albert Hennig. Fotografien 1928-33 (Albert Hennig im Interview mit Thomas Bootz, Ende 1991) in: Photonews, 4. Jg., Nr. 2, Februar 1992, S. 6f. hier S. 6. [[br/]] [4] Zur Zahlenangabe vgl. Albert Hennig, Interview a.a.O.. Sieben Negative aus der Bauhauszeit werden in der Ausstellung der Kunstsammlungen Zwickau erstmals öffentlich gezeigt. 1991 standen Negative für eine 44 Vergrößerungen umfassende Edition der Kölner Galerie Thomas Bootz zur Verfügung. [Kenntnisstand des Jahres 2007 (!)] [[br/]] [5] Albert Hennig, Interview a.a.O. [[br/]] [6] Zur Arbeiterkultur in Sachsen vgl. Frank Heidenreich: Arbeiterkulturbewegung und Sozialdemokratie in Sachsen vor 1933, Weimar, Köln, Wien 1995, v.a. Kapitel 4 Bildungsarbeit, S. 220-337; zur Arbeiterbewegung in Leipzig vgl. Thomas Adam: Arbeitermilieu und Arbeiterbewegung in Leipzig 1871-1933, Weimar, Köln, Wien, 1999. Zur Arbeiterfotografie und zur Kinderfreundebewegung finden sich allerdings keine Angaben. [[br/]] [7] Hierzu v.a. Siegfried Wagner: Monografie Albert Hennig, in: Peter Hochel (Hg.): Albert Hennig, Heidelberg 1997, S. 7-12. [[/p]]Literatur[[ul]] [[li]]Gisela Schulz (Hrsg.): Albert Hennig, Aquarelle und Pastelle. Anlässlich des 85. Geburtstags des Bauhäuslers und Freundes unserer Galerie. Galerie am Sachsenplatz, Leipzig 1992. (Ausstellungskatalog, 28. November – 19. Dezember 1992, Galerie am Sachsenplatz, Leipzig). [[/li]] [[li]] Peter Hochel (Hrsg.): Albert Hennig. Edition Braus, Heidelberg 1997. [[/li]] [[li]]Karsten Krupp (Text), Gisela Schulz (Hrsg.): Albert Hennig, die Tafeln. Zum 90. Geburtstag des Bauhäuslers. Passage-Verlag, Leipzig 1997 (Ausstellungskatalog, 11. Oktober – 29. November 1997, Galerie am Sachsenplatz, Leipzig). [[/li]] [[li]] Wolfgang Hesse (Hrsg.): Albert Hennig, 1907–1998; Fotografien 1928–1933. Wolfgang Hesse. Kunstsammlungen, Zwickau 2007 (Anlässlich der Ausstellung zum 100. Geburtstag von Albert Hennig, 30. November 2007 – 20. Januar 2008). [[/li]] [[li]] Albert Henning, ein Leben in Bildern. Kunstverein, Zwickau 2007 (Begleitkatalog zu Ausstellungen anlässlich des 100. Geburtstags). [[/li]] [[li]] Albert Hennig. Fotografien 1928-33 (Albert Hennig im Interview mit Thomas Bootz, Ende 1991) in: Photonews, 4. Jg., Nr. 2, Februar 1992, S. 6f. [[/li]] [[/ul]]Ausstellungen[[ul]] [[li]]Albert Hennig, 1907–1998; Fotografien 1928–1933. Kunstsammlungen Zwickau, 30. November 2007 – 20. Januar 2008 [[/li]] [[/ul]]


    Urheber Metadaten: SLUB/ConArt - Contemporary Artists (Thieme, Hans-Ulrich)

    Permalink:

    http://www.deutschefotothek.de/documents/kue/70055830

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