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Ostafrikaexpedition Hennig-Nowack 1934

Edwin Hennig und Ernst Nowack

Die Ostafrika-Expedition 1934 zur geologischen Erkundung des Tanganyika Territory fand unter der Leitung des Geologen und Paläontologen Edwin Hennig (1882-1977) statt. Weitere Teilnehmer waren Ernst Nowack und der Geologe Alfred Mayer-Gürr, ein Schüler Hennigs. Die Mitglieder der Expedition schifften sich im März 1934 in Hamburg ein und gelangten mit dem Passagierschiff Usaramo der Deutschen Ost-Afrika Linie durch den Suezkanal über Aden nach Tanga im Norden des heutigen Tansania. Von der Hafenstadt aus führte die Reise über den Sigifluss im Usambara-Gebirge und die Pangani-Wasserfälle in die Vulkanregion des Kilimandscharo und nach Arusha im Nordosten des Landes. Die Route führte weiter entlang des Ostafrikanischen Grabens und nach einem Abstecher ins Mbulu-Gebirge nach Dodoma, die Hauptstadt Tansanias. Von hier aus ging es über das Iringa-Hochland und den Fuß der Ukinga-Berge in den Süden des Landes, in die Region zwischen dem Rukwasee und dem Nyasa- oder Malawisee. Dort erkundeten die Expeditionsmitglieder das Lupa-Goldfeld, die Vulkanregion in der Nähe der Städte Mbeya und Tukuyu, die Pflanzungsgebiete in der Umgebung der Stadt Lupembe und der Herrnhuter Missionsstation Mbozi, die Stadt Njombe, den Ruhuhu-Graben im Osten des Malawisees und die Stadt Songea. Abschließend erreichte die Expedition zwischen den Hafenstädten Lindi und Kilwa die Küste des indischen Ozeans und deren Hinterland, das zu den Hauptzielen der Expedition gehörte. Am Tendaguru-Hügel bei Lindi und an weiteren Stätten wurden paläontologische Grabungen vorgenommen. Von Lindi aus schiffte Hennig sich im Oktober 1934 nach Europa ein, während Nowack in Ostafrika blieb.

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Publikationen

  • Ernst Nowack: Die Bevölkerungsverteilung in Deutsch-Ostafrika und ihre Ursachen. In: Petermanns Geografische Mitteilungen 88. Jahrgang, 1940, S. 367 ff.
  • Ernst Nowack: Die derzeitigen Verkehrsverhältnisse im Englischen Mandat Deutsch-Ostafrikas. In: Petermanns Geografische Mitteilungen 88. Jahrgang, 1940, S. 81-86.
  • Ernst Nowack: Der deutsche Pflanzungsbezirk Tukuyu im südlichen Deutsch-Ostafrika. Aus: Koloniale Rundschau; 28, 1937
  • Ernst Nowack: Zur Kenntnis der Karruformation im Ruhuhu-Graben (Deutsch-Ost-Afrika). Aus: Neues Jahrbuch für Mineralogie, Geologie und Paläonthologie; Abt. B. Beil.-Bd. 78, 1937
  • Ernst Nowack: Geologie und Landwirtschaft in Ostafrika. Aus: Tropenpflanzer; 41, 1938; S. 524 - 546
  • Ernst Nowack: Das deutsche Pflanzungsgebiet von Mbozi (Deutsch-Ostafrika). In: Wissenschaftliche Veröffentlichungen des Deutschen Museums für Länderkunde. Leipzig, Bd. 8.1940, S. 21-60
  • Ernst Nowack: Die Verkehrsgestaltung in Ostafrika während der letzten zwanzig Jahre. In: Geographische Zeitschrift; 46, 1940, S. 121 - 132
  • Ernst Nowack: Die Bevölkerungsverteilung in Deutsch-Ostafrika und ihre Ursachen. In: Petermanns geographische Mitteilungen (PGM); Zeitschrift für Geo- und Umweltwissenschaften. Gotha, Bd. 88.1942, S. 367-369
  • Ernst Nowack: Land und Volk der Konso (Süd-Äthiopien). Bonn 1954 (Bonner geographische Abhandlungen; 14)

Literatur

  • Kujtim Onuzi: Ernest Nowack – Gründer des Albanischen Geologischen Dienstes. In: Geohistorische Blätter 8, 2005, H. 1 (= 15), S. 35-48
  • Friedrich Trauth: Ernst Nowack. In: Mitteilungen der Geologischen Gesellschaft in Wien 39/41, 1946 – 1948 (1951), S. 225-233