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Zeichnungsbestand des Architekturmuseums der TU Berlin

Der Berliner Bestand umfasst Architekturzeichnungen unterschiedlicher Provenienz aus der Zeit von 1800 bis in die Gegenwart. Der Bestand setzt sich zusammen aus Sammlungen verschiedener Herkunft sowie aus Nachlässen von Architekten und Ingenieuren. Bauaufgaben, Auftraggeber, Baumeister, Architekten und Ingenieure sind sowohl landesherrlichen und staatlichen Bauämtern und Behörden zuzuordnen als auch selbstständig tätigen Architekten und Ingenieuren. Inhaltlich liegt ein Schwerpunkt auf Wettbewerbsentwürfen und geographisch auf der Stadt Berlin, ausführlich dazu, siehe: Geschichte des Architekturmuseums der TU Berlin.

Der Bestand von insgesamt mehr als 62.000 Blatt gliedert sich in die ehemalige, 1885 gegründete Sammlung des Architekturmuseums an der königlichen Technischen Hochschule Berlin. Sie beinhaltet einen Querschnitt der preußischen und deutschen Architektur bis zum 1. Weltkrieg und umfasst heute mehr als 10.000 Blatt. Einen weiteren Teil bilden die Bestände des ehemaligen Berliner Architektenvereins, heute: Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin. Er umfasst Entwürfe der seit 1827 unter den Mitgliedern des Vereins 12 mal im Jahr durchgeführten Monatskonkurrenzen und repräsentiert damit 90 Jahre Entwurfsgeschichte in Berlin. Gleichfalls zur Sammlung gehören Zeichnungen, die seit 1852 bis heute anlässlich der jährlich durchgeführten Schinkelwettbewerbe für junge Architekten entstanden sind. Die Zeichnungen zeigen die ganze Breite des Architektur- und Bauingenieurwesen der Zeit. An bedeutenden Einzel- oder Teilnachlässen, die den dritten Teil des Gesamtbestandes ausmachen, seien hier stellvertretend Konvolute mit Zeichnungen von Ferdinand von Quast (1807-1877), Alfred Messel (1853-1909), Hans Poelzig (1869-1936) und Werner March (1894-1976) genannt. Detailliert dazu, siehe Bestände des Architekturmuseums.

Thematisch umfasst der Zeichnungsbestand des Architekturmuseums alle Bereiche des Bauschaffens, konkreten Planungen stehen eine Vielzahl teils idealtypischer Entwürfe gegenüber. Es handelt sich im Einzelnen um Bauten des Verkehrs, wie Bahnhöfen und Brücken, um Bauten für Handel, Gewerbe und Industrie, um Wohn- und Siedlungsbauten, Villen und Schlösser aber auch um Sakralbauten, Versorgungs- und Verwaltungsbauten sowie um hoheitliche Bauaufgaben, wie beispielsweise die Entwürfe zum Neubau des Berliner Reichstags.